Montag, 23. Januar
Kabel 1, 14:50
Die wilden Siebziger!
Erics neuer Freund
Eric hat einen neuen Laborpartner, Buddy Morgan, mit dem er immer mehr Zeit verbringt. Allerdings ahnt er nicht, dass Buddy schwul ist – und sich in ihn verliebt hat.
Einsfestival, 15.30
Menschen hautnah
Drei wollen siegen
(Dokumentation, D 2011)
Der 31-jährige Sören ist geistig behindert. Seit vielen Jahren voltigiert er und will bei den Special Olymics siegen. Reiten ist für ihn mehr als eine sportliche Aktivität. Die Nähe zum Pferd verleiht ihm Ruhe, sein Erfolg gibt ihm Selbstbewusstsein. Vor Kurzem hat sich Sören als schwul geoutet. Bei der Arbeit in der Waschmaschinen-Montage kam es deshalb zu Sticheleien. Sören steht jedoch nicht nur zu seinen Gefühlen, er wird jetzt aktiv und sucht mit Hilfe einer Partnervermittlung einen Freund. Nach dem Wettkampf soll es zu einem ersten Date kommen.
Einsfestival, 17:00
Der Aidskrieg
Dokumentation
30 Jahre Aids in Deutschland, die traurige Bilanz seitdem: Knapp 30.000 Menschen sind an der Epidemie gestorben. Die Dokumentation zeigt Geschichten vom Tod – aber auch vom Weiterleben. Es sind die Überlebenden eines Krieges, die im Mittelpunkt dieses Films stehen. Menschen im Ausnahmezustand, die sich engagiert haben, während ihre Partner, Familienangehörige oder besten Freunde mit dem Tode gerungen haben. Im Sommer 1981 berichten US-Magazine zum ersten Mal von ‘einer neuen Seuche’. Im Mai 1982 schreibt ‘Der SPIEGEL’ das erste Mal über Aids und in Deutschland werden erste Fälle registriert. ‘Schreck von drüben’ lautet die Überschrift. Eine geheimnisvolle Krankheit wird beschrieben, die amerikanische Homosexuelle heimsuche. Als Ursache wird der ‘genusssüchtige Lebensstil’ angenommen. Drogen und Sex. ‘Vielleicht ist es die Lustseuche des 20. Jahrhunderts, nur nicht so harmlos’, heißt es. Ein Berliner Bakteriologe wird zitiert mit dem Satz: ‘Für die Homosexuellen hat der Herr immer eine Peitsche bereit.’ Angesichts der ‘drohenden Apokalypse’ werden Zwangsmaßnahmen gegen Schwule diskutiert. Aids, so scheint es, könnte die Grundlagen der demokratischen Gesellschaft erschüttern. ‘Der SPIEGEL’ macht mobil und titelt ab 1982 unaufhörlich zum Thema und schürt Verunsicherung und Unruhe im Umgang mit der Krankheit: ‘Aids sei eine Epidemie, die erst beginnt’, heißt es dort. Das Leben mit dem Virus war von Anfang an ein Stigma und ist es noch heute. ‘Dass die etwas an meine Tür hängen, wie einen Judenstern’, befürchteten Almut und Heinz-Dieter Niemeyer, ein Ehepaar, das sich fast 20 Jahre lang nicht traut, seinen Kindern von der Krankheit zu erzählen. Die Krankenschwester fiel bei einer Blutspende auf. Auch ihr Mann ist infiziert. Schauspielerin Jessica Stockmann musste ihrem Freund, dem Ex-Tennis-Profi Michael Westphal, auf dem Sterbebett versprechen, zehn Jahre zu schweigen. Noch vor wenigen Jahren verlangten Filmproduzenten von ihr vor dem Engagement einen HIV-Test. In der Dokumentation sprechen Menschen, die seit Jahrzehnten mit dem Virus leben. Politiker, die damals auf unterschiedlichen Seiten des Kampfes stehen. Rita Süssmuth, damals Gesundheitsministerin, erinnert die Zeit als den schlimmsten Kampf ihrer Karriere. Peter Gauweiler, ihr Gegenspieler aus Bayern, rechtfertigt seine Politik der harten Hand.
sixx, 23:15
The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben
Das Buch der Lesbenberatung
Shane soll auf der Hochzeit von Mr. Halseys Tochter die Braut und deren Brautjungfern frisieren. Dabei kommt sie Abigail, einer der Brautjungfern, gefährlich nahe … Indes hat Tina ein Date mit einer Frau namens Denise. Tina schwärmt ihr in einer Tour von Bette und Angelica vor – zum Leidwesen von Denise. Als schließlich Bette bei dem Date auftaucht, ist das Chaos perfekt. Jenny lernt im Planet die junge Adele kennen, die sich als ein riesiger Jenny Schecter-Fan herausstellt.
SF 2, 00:50
Die Sopranos
Nimmt man Tony noch ernst?
Keinen Gefallen an der Hochzeitsfeier scheint Vito Spatafore zu finden, der die Hochzeit schon früh mit seiner Frau verlässt. Vermeintlich um Geld einzutreiben, lässt er seine Gattin alleine zu Hause, wirft sich aber ins Getümmel einer Schwulendisco. Ausgerechnet dort läuft Vito in unmissverständlicher Lederkluft zwei New Yorker Mafiosi über den Weg und scheitert beim Versuch, sich herauszureden.
Dienstag, 24. Januar
3sat, 20.15
Willkommen zuhause
(Fernsehfilm, D 2008)
Bundeswehrsoldat Ben Winter kehrt aus dem Afghanistan-Einsatz ins friedliche Deidesheim zurück. Weder er noch die Menschen um ihn herum sind darauf vorbereitet, dass er von der Friedensmission seelische Wunden mitgebracht hat: Ben hat ein Attentat überlebt. Doch Ben kann nicht zugeben, dass er sich in seinem alten Leben nicht mehr zurechtfindet. Seine Freundin Tine, seine Eltern und Freunde wissen nicht, wie sie mit dem veränderten Ben umgehen sollen. Er ist unberechenbar, sein Schweigen und seine emotionalen Ausbrüche irritieren sie. Unfähig, über seinen Seelenzustand zu reden, isoliert Ben sich immer stärker. Erst durch die Begegnung mit Nachbarin Lona, die seinen labilen Zustand erkennt und ihn mit seinem Trauma konfrontiert, kann er sich eingestehen, dass er Hilfe braucht. Der Fernsehfilm “Willkommen zuhause” setzt sich mit den Traumata heimkehrender Bundeswehrsoldaten auseinander.
SWR, 01:30
Nachtkultur
Die Kultur-Illustrierte – Markus Brock
Kultur, Nachrichten · 2012
Alte Zeiten, Neue Zeiten 2012 – mit dem Kabarettisten Christoph Sonntag auf Tour Kinohighlight – das 33. Max Ophüls Festival in Saarbrücken / “Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen…” – Premiere im Nationaltheater Mannheim / Blick auf ein Lebenswerk – der Bildhauer Jürgen Brodwolf.
SF 2, 02:15
Die Sopranos
Lebe frei oder stirb
Das Gerücht, dass Vito mit Männern herummache, versetzt dessen Kumpane in hellste Aufregung. Er selbst taucht derweil in einem Kleinstadt-Idyll unter. Tony lässt Auftragsmörder einfliegen, um den bei Johnny Sack in Ungnade gefallenen Rusty auszuschalten.
Mittwoch, 25. Januar
ZDFneo, 06:20
Seinfeld
Das Bekenntnis
Zufällig wird eine Journalistin Zeugin eines Spaßes, den sich Elaine mit George und Jerry leistet. Sie glaubt, die Männer seien homosexuell und schreibt in der Zeitung über dieses Verhältnis
WDR, 22:10
SK Kölsch
Altes Eisen
Im Rahmen einer Imagekampagne der Kölner Polizei müssen Jupp und Taube Vorträge in einem Seniorenheim halten. Eine Aufgabe, von der sich Jupp nicht gerade gefordert fühlt. Was zuerst nach einer langweiligen PR Kampagne aussieht, entpuppt sich schnell als ein verwirrender Fall für die SK Kölsch. Als Mörder an dem dubiosen Fotografen Zitwitz kommt praktisch jeder der Altersheimbewohner in Frage.
rbb, 00:00
Sein oder Nichtsein
(Satire USA 1942) von Ernst Lubitsch
Im von deutschen Truppen besetzten Warschau schließt sich eine Gruppe renommierter Schauspieler der Widerstandsbewegung an. Der nach London geflüchtete Leutnant Sobinski bringt versehentlich einen Nazi-Spion auf die Fährte der Truppe. Um der Verhaftung zu entgehen, hecken die Schauspieler einen tollkühnen Plan aus, um den Spion, die deutsche Gestapo und schließlich sogar Adolf Hitler zu täuschen.
Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt (Lex. des Internat. Films).Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt (Lex. des Internat. Films).
Donnerstag, 26. Januar
Sat 1, 19:00
K 11 – Kommissare im Einsatz
Ausgeliefert.
Ein Schüler wird in einem Waldstück brutal erschlagen. Das 18-jährige Opfer hütete ein dunkles Sexgeheimnis: Er prostituierte sich auf dem Schwulenstrich. Kurz vor seinem Mord war er mit einem 41-jährigen Familienvater verabredet. Wollte der Mann seine homosexuelle Neigung mit dem Mord an dem Stricher geheim halten?
Pro 7, 20.15
Unser Star für Baku (3/8)
(ESC/Show, D 2012)
Bei „Unser Star für Baku“ entscheidet sich, wer für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2012 antritt: In dem ESC-Vorentscheid suchen Das Erste, ProSieben und die jungen Radios der ARD gemeinsam Künstler und Song für die größte Musikshow der Welt, die 2012 aus der aserbaidschanischen Hauptstadt kommt.
rbb, 22.45
Hitlers Polizei – Ordnung und Vernichtung
(Dokumentation, D 2010)
In Nazideutschland ist die Polizei Feind aller, die nicht in das rassistische Weltbild passen. Die Polizeiarbeit richtet sich nicht nur gegen politische Gegner, sondern gegen alle, die ideologisch nicht in die „Volksgemeinschaft“ gehören: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und sogenannte Asoziale.
Kabel 1, 04:10
The Shield – Gesetz der Gewalt
Armadillos Schatten
Mackey und seine Leute proben für den Überfall auf den Geldzug der armenischen Mafia … Wyms und Dutch werden zu einer Frauenleiche gerufen und stoßen sehr schnell auf einen Verdächtigen: Stu. Die beiden Detectives können lange Zeit nichts ausrichten. Bei einem letzten Verhör schafft Dutch es schließlich, Stu so zu provozieren, dass er den Mord zugibt … Julien gesteht Vanessa, dass er “schwul war”. Vanessa ist geschockt, entschließt sich aber, Julien nach wie vor zu heiraten.
Freitag, 27. Januar
Einsfestival, 18:30
Männer sind wie Schokolade
(Komödie D 1998)
Die selbstbewusste Linda Lano (Jennifer Nitsch) liebt ihren Job als Artdirektorin bei der Werbeagentur ‘König & König’. Zu Männern hat sie ein gespaltenes Verhältnis, seit ihr Vater (Otto Sander) vor 15 Jahren ihre Mutter (Monika Hansen) sitzen ließ. Derzeit einziger Mann in ihrem Leben ist ihr schwuler Kollege Donald (Stefan Jürgens), der für sie eine Art ‘beste Freundin’ ist. Als der charmante Mike Badon (Max Tidof) in der Agentur erscheint, um einen Großauftrag für klingelnde Babywindeln zu erteilen, sieht sich Linda wieder einmal in ihrer Beurteilung des Macho-Geschlechts bestätigt. Mike Badons Komplimente und seine Vorstellungen von der heilen Werbewelt-Familie ärgern Linda so, dass sie ihrem Chef Peter König (Peter Sattmann) fast den neuen Kunden vergrault. Als eines Tages ihr Vater plötzlich wieder auftaucht, versucht Linda ihn ebenfalls zu vertreiben, doch ein Herzinfarkt bringt ihn zuvor ins Krankenhaus. Dass die wahre Liebe im Chaos enden muss, bemerkt Linda auch in ihrer Umgebung. Ihr Freund Donald hat einen heftigen Streit mit seinem jungen Lover und ihre Schwester Barbara (Eva Hassmann) hat Hals über Kopf einen Mafioso geheiratet. Mike lässt sich jedoch von Lindas Launen nicht verunsichern, bald ist das Eis gebrochen und eine zarte Romanze bahnt sich an. Linda ist das erste Mal richtig verliebt – bis in der Agentur die attraktive Susanne Badon (Jessica Stockmann) auftaucht. Tief gekränkt gibt Linda dem treulosen Mike den Laufpass. Dass Susanne bloß dessen Schwester ist, merkt Linda erst, als es fast zu spät ist.
SF 2, 20:35
Hairspray
(Musicalkomödie USA 2006) (Remake der schrillen Frisurenkomödie von
John Waters aus dem Jahr 1988)
Im Baltimore von 1962 ist das Teenagerleben recht fad, vor allem für ein übergewichtiges Mädchen wie Tracy Turnblad (Nikki Blonsky). Wie ihre Schulkameradinnen aber schwärmt Tracy für die “Corny Collins Show”, eine Fernsehsendung voller fetziger Musik. Zu gerne würde Tracy ein Mal in dieser Show mittanzen, doch ihre füllige Mutter Edna (John Travolta) sagt ihr, dicke Mädchen seien im Fernsehen unerwünscht. Tracy lässt sich aber nicht abschrecken, und ihr Vater Wilbur (Christopher Walken) macht ihr Mut. Am Highschool-Ball gelingt es ihr, Corny Collins (James Marsden) mit ihren Tanzkünsten zu beeindrucken und einen Auftritt in seiner Show zu ergattern. Tracys Erfolg ärgert die Fernsehproduzentin Velma Von Tussle (Michelle Pfeiffer), die lieber ihre schlanke Tochter Amber (Brittany Snow) zum Star machen würde. Und zu Ambers Verdruss fängt auch ihr Angebeteter Link Larkin (Zac Efron) an, sich für Tracy zu interessieren. Auch Tracys Freundin Penny Pingleton (Amanda Bynes) hat Probleme: Ihre biedere Mutter (Alison Janney) lässt sie nicht einmal die “Corny Collins Show” sehen; was würde sie erst sagen, wenn sie wüsste, dass Penny mit dem schwarzen Teenager Seaweed (Elijah Kelley) anbandelt. Denn in Baltimore herrscht immer noch Rassentrennung: Auch in der “Corny Collins Show” gibt es nur ein Mal im Monat einen “Negro Day” – unter der Leitung von Seaweeds Mutter, Motormouth Maybelle (Queen Latifah); sonst ist die Show dem weissen Nachwuchs vorbehalten. Tracy findet das grundfalsch und geht auf die Barrikaden. Nach einer Demonstration wird sie von der Polizei gesucht. Der Cineast John Waters, gern als “Papst des schlechten Geschmacks” apostrophiert, hat 1988 mit “Hairspray” einen seiner liebenswertesten Filme geschaffen. Ausgehend von Jugenderfahrungen in Baltimore setzte er sich in dieser Treibhausgas-schwangeren Fabel auf verspielte und respektlose Weise mit Rassentrennung und anderen Vorurteilen auseinander.
HD-Suisse, 20:50
Ricky Bobby – König der Rennfahrer
(Komödie USA 2006) mit Will Ferrell
Die Lust am Tempo war Ricky Bobby, dem Spross eines Rennfahrers, bereits in die Wiege gelegt. Als Erwachsener entwickelt er sich zum König der Rennfahrer und führt ein Leben auf der Überholspur mit millionenschweren Werbeverträgen, einer attraktiven Frau und zwei wohlgeratenen Söhnen. Dieser Rausch des Erfolgs wird erst durch einen homosexuellen Franzosen gestoppt, der Anspruch auf den Formel-1-Thron erhebt. Komödienspezialist Will Ferrell, der bereits Eiskunstlauf und Basketball veräppelte, wirft in «Ricky Bobby – König der Rennfahrer» einen amüsanten Blick auf die harten Männer in den pfeilschnellen Kisten.
3sat, 05.20
Tim Fischer – Zarah ohne Kleid
(Show, D 2008)
Im 20. Jahr seiner Karriere bringt Tim Fischer noch einmal das Programm auf die Bühne, mit dem ihm 1991 der große Durchbruch gelang: “Zarah ohne Kleid”. Wie damals am Piano begleitet von Rainer Bielfeldt, singt er die großen Klassiker von Zarah Leander, hat aber vor allem auch Raritäten unter ihren Liedern ausgegraben. Außerdem legt er ihr augenzwinkernd Lieder in den Mund, die der UFA-Star zwar nie gesungen hat, die ihr aber passen wie ein Maßanzug. Tim Fischer, Jahrgang 1973, ist einer der größten deutschen Chanson-Stars. Der preisgekrönte Sänger und Kabarettist hat ein bewegtes Leben hinter sich. Für diese gelebten Höhen und Tiefen liebt ihn sein Publikum. 3sat zeigt “Tim Fischer – Zarah ohne Kleid” aus dem TIPI Zelt am Kanzleramt in Berlin.
Samstag, 28. Januar
Pro 7, 14.25
The Big Bang Theory
Ein Traum von Bollywood
Raj rutscht vor den anderen eine Bemerkung raus, die darauf schließen lässt, dass er schwul ist
rbb, 18:02
Ich darf nicht länger schweigen
Ein schwuler Theologe outet sich
David Berger liebt die alte, lateinische Messe. Und er liebt einen Mann, seit mehr als 20 Jahren. Jetzt hat er sich geoutet; denn er will nicht länger schweigen. Der katholische Theologe aus Köln rechnet in seinem Buch “Der Heilige Schein” ab mit der Doppelmoral fundamentalistischer Kreise und gibt einen erstaunlichen Einblick in die derzeitigen Machtverhältnisse der römisch-katholischen Kirche. David Berger, Jahrgang 1968, war Herausgeber einer konservativ theologischen Fachzeitschrift und jüngster Professor an einer päpstlichen Akademie in Rom. Es war ein Leben zwischen Karriere und Heimlichkeit. Die traditionalistischen Kreise, in denen er sich bewegte, betrachten Homosexualität als Sünde – auch wenn dies so nicht mehr im Katechismus der katholischen Kirche steht. Meist hat David Berger seinen Partner in diesen Kreisen als “Cousin” ausgegeben, augenzwinkernd ist das akzeptiert worden. Bis zu seinem Outing. Seitdem beschimpfen sie ihn im Internet, der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat ihm sogar verboten, Religionsunterricht zu geben. David Berger lernte seinen Partner schon zu Beginn seines Studiums in Würzburg kennen, seit mehr als 20 Jahren sind sie ein Paar. In der Würzburger Wallfahrtskirche “Käppele” schworen sie sich damals die Treue. Beide teilen die Liebe zur katholischen Liturgie, vor allem zur alten lateinischen, tridentinischen Messe. David Berger nennt sie die “Einstiegsdroge” in den Fundamentalismus. Denn hinter dem schönen Schein stehe eine rückwärtsorientierte Gedankenwelt. In seinem Buch zeigt er, wie diese Ideologie bis hinein in den Vatikan Förderer findet. Zugleich erzählt er von schwulen Priestern und vom Umgang der katholischen Kirche mit ihnen. Für ihn ist das eine “scheinheilige” Welt. Nun hat er eine notwendige Diskussion angestoßen. Seinen Partner versteckt er nicht mehr; er tritt offen für die Rechte von Lesben und Schwulen ein, etwa beim Christopher Street Day. Seine Kirchenkarriere allerdings ist zu Ende.
Arte, 22.00
Sex in the Comics
(Dokumentation, D 2011)
Themenabend: Comics und die wahre Welt: Im Comic geht es nicht immer so keusch zu wie zwischen Onkel Donald und Tante Daisy. Der frivole Kater Fritz, die Weltraumnymphe Barbarella und die knollnasigen Ledermänner von Ralf König lassen es gerne mal krachen. Arte leistet Aufklärung im Schwerpunkt „Comics und die wahre Welt“.
RTL, 22.15
Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!
Das große Finale
Finale bei der Show, über die jeder spricht: Wer wird „Königin oder König des Dschungels 2012“? Nach über zwei Wochen Dschungelcamp geben Sonja Zietlow und Dirk Bach im großen Finale die Antwort
rbb, 23.45
Die Sünderin
(Spielfilm, D 1950)
Der erste Nachkriegsfilm Willi Forsts wurde zum größten Skandal des deutschen Films, nicht zuletzt weil Hildegard Knef als erste deutsche Schauspielerin vor der Kamera die Hüllen fallen ließ.
Sonntag, 29. Januar
ARD, 17.03
W wie Wissen
Das starke Geschlecht?
(Dokumentation, D 2012)
Männer sind vollkommen testosterongesteuert und immer auf der Suche nach Verbreitungsmöglichkeiten ihres Erbmaterials: Was ist wirklich dran an diesem evolutionsbiologisch geprägten Bild des starken Geschlechts? „W wie Wissen“ begibt sich auf Spurensuche.
Comedy Central, 22:30
Little Britain – (3 & 4)
Comedyserie · GB 2003
Nach einer glimpflichen Neuwahl blättern Michael der Premierminister und Sebastian durch die Zeitungen. Vicky und ihre Freunde bekommen im Pub kein Bier, da sie viel zu jung sind und keine Ausweise haben. Lou und Andy holen sich am Strand ein Eis und Hypnose-Künstler besucht seine Mutter im Krankenhaus. Bei den Fat Fighters macht sich Marjorie einen Spaß daraus, ihre Schwester Barbara vor versammelter Mannschaft bloß zu stellen. Daffyd beschwert sich unterdessen bei der Bardame Myfanwy, dass es in Llanddewi Brefi keine Aktivitäten für Schwule gibt.
SWR, 23:20
Ein Freund gewisser Damen – The Walker
(Politdrama, USA/GB 2007)
Er ist der Darling der Washingtoner High-Society-Ladies: Carter Page III, schwuler Gentleman aus Texas, vertreibt gelangweilten Gattinnen die Zeit, wenn ihre mächtigen Ehemänner Weltpolitik oder Millionen machen. Eines Tages bittet seine Klientin Lynn ihn um einen verhängnisvollen Gefallen: Ihr Liebhaber wurde ermordet. Damit ihr eifersüchtiger Mann nichts erfährt, soll Carter vorgeben, die Leiche gefunden zu haben. Zu spät erkennt er, dass er damit selbst ins Visier der Ermittler gerät. Mit Unterstützung seines treuen Liebhabers Emek (Moritz Bleibtreu) muss Carter auf eigene Faust herausfinden, wer hinter dem Mord steckt.
Montag, 30. Januar
MDR, 14.30
LexiTV
Nationalsozialismus – Das Dritte Reich
(Dokumentation, D 2012)
Vor genau 79 Jahren, am 30. Januar 1933, kam in Deutschland die NSDAP an die Macht. Zur blutigen Bilanz des „Dritten Reiches“ zählt auch die gezielte Verfolgung von Homosexuellen. „LexiTV“ geht der Frage nach, wie aus einer rechtsextremen politischen Splittergruppe eine derart mächtige Massenbewegung werden konnte.
Super-RTL, 21.10
Deutschlands schrägste Urlauber
(Dokumentation, D 2011)
Sechs „dicke“ Freunde fahren zusammen nach Ägypten – obwohl sie sich noch nie zuvor begegnet sind. Travestiestar Käthe Köstlich hat die Truppe per Annonce zusammengewürfelt, weil sie gerne einmal unter ihresgleichen verreisen wollte. Doch schon kurz nach der Ankunft im exklusiven Fünf-Sterne Hotel gibt es erste Ungereimtheiten.
rbb, 22.45
Der blaue Engel
(Drama D 1930)
Marlene Dietrich in ihrer legendären Rolle als Tingel-Tangel-Sängerin Lola Lola. Der Komponist Friedrich Hollaender, der Lola Lolas Song „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ schrieb, machte wie die Dietrich durch diesen Film in Hollywood Karriere.
sixx, 23:15
The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben
Ausflug
Alice und Tina sind im Fitnessstudio. Dort treffen sie Shane, die dem Sex abgeschworen hat und sich nun anderweitig auspowern muss. Auch Jenny ist bereits fleißig und lässt sich von ihrer Assistentin Adele die Hanteln anreichen. Indes sind Bette und Jodi auf dem Weg zu einer Ferienhütte, wo sie Jodis Freunde kennenlernen soll. Feierabend im Planet: Kit hat die Einnahmen gezählt, als plötzlich die Bürotür aufspringt und zwei maskierte, bewaffnete Männer das Geld fordern!
SF 1, 00:40
Saturno Contro – In Ewigkeit Liebe
(Drama F/I, TR 2007)
Davide, erfolgreicher Drehbuchautor Mitte vierzig, und sein 30-jähriger Partner Lorenzo haben ihre besten Freunde in ihre schöne Römer Wohnung zum Abendessen eingeladen: Davides beste Freundin Angelica und ihren Mann Antonio, der seit einigen Wochen hinter ihrem Rücken fremd geht, den jungen Paolo, der Davide sein Drehbuch mitgebracht hat, den alternden Homosexuellen Sergio, der gleich mit Paolo zu flirten beginnt, die Partynudel Roberta, das Sorgenkind der Runde, und das ungleiche Paar, die streitbare Neval und der zurückhaltende Roberto. Das Essen ist vorzüglich, der Wein fliesst reichlich, und bald ist die Stimmung unter den Gästen ausgelassen. Als Lorenzo plötzlich zu Boden kippt und liegen bleibt, sind alle fassungslos. Im Spital teilt man ihnen mit, dass er einen Hirnschlag erlitten hat und im Koma liegt. Sein Zustand ist ernst. Es beginnt eine lange Zeit des Wartens und Bangens. Die Freunde wechseln sich mit ihrer Wache am Krankenbett ab und beginnen dabei mehr und mehr sich mit ihrer eigenen Situation, ihren Wünschen, Träumen und Ängsten auseinanderzusetzen. Die Freundschaft, die sie seit Langem verbindet, wird auf eine harte Probe gestellt. Obwohl Krankheit und Tod gleich am Anfang in Ferzan Ozpeteks «Saturno Contro» Einzug halten, strahlt der Ensemble-Film viel Wärme und einen verhaltenen Optimismus aus. Die Trauer zwingt die Figuren, sich mit ihrer eigenen Situation und ihrer Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Der Film zeigt, dass bei allen Höhen und Tiefen, die der Alltag zu bieten hat, im Leben vor allem Freundschaft und Liebe zählen. Dabei wird die ans Herz gehende Geschichte von Ozpetek ohne melodramatische Übertreibung inszeniert. Der türkischstämmige Regisseur, der in Italien lebt und arbeitet und dessen neuestes Werk «Mine vaganti» eben in den Schweizer Kinos zu sehen ist, kann sich dabei voll und ganz auf seine Darsteller verlassen. In der Rolle des Davide überzeugt Pierfrancesco Favino, der auch schon in US-Grossproduktionen wie «The Chronicles of Narnia» oder «Illuminati» in Nebenrollen auftrat. Besser kam sein grosses Talent aber in der kürzlich im Kino gelaufenen italienisch-schweizerischen Koproduktion «Cosa voglio di più» von Silvio Soldini zur Geltung. Margherita Buy ist eine der ganz grossen Schauspielerinnen des zeitgenössischen italienischen Kinos, das Schweizer Publikum konnte sie etwa im letzten Film von Soldini, «Giorni e nuvole», bewundern, aber auch in Christina Comencinis «Va dove ti porta il cuore» und «Il più bel giorno della mia vita». Sie wurde in ihrer Karriere mit insgesamt fünf David di Donatello Awards, italienischen Oscars, ausgezeichnet. Ebenfalls mit von der Partie ist Stefano Accorsi, der als Herzensbrecher in der Midlife Krise in «Lultimo bacio» Furore machte und im realen Leben mit der Französin Laetitia Casta verlobt ist. / Lorenzo fällt nach einem Hirnschlag ins Koma. Schockiert müssen sein Partner und seine besten Freunde sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Berührende Ode an die Freundschaft.
Dienstag, 31. Januar
HD-Suisse, 14:40
Brandnacht
(Spielfilm CH/DE 1992) mit Bruno Ganz als Privatdetektiv Keller
Der aus dem Emmental stammende Kunstmaler Peter Keller (Bruno Ganz) lebt seit Jahren in Berlin. Überraschend erhält er Post aus der Heimat: Der Knecht Otto Balsiger (Andrea Zogg) bittet seinen ehemaligen militärischen Vorgesetzten um Hilfe. Balsiger wird beschuldigt, eine junge Frau vergewaltigt und getötet zu haben. Keller nimmt sich der Sache an und reist in die Schweiz. Das Emmental ist nicht mehr, was es zu Gotthelfs Zeiten war, doch die Idylle ist noch immer trügerisch; Frömmler, Heuchler, Intriganten, Spekulanten, Lustmolche und Erbschleicher bevölkern weiterhin die sanften Hügelzüge.
Peters Jugendfreund Josef (Bruno Jäggi) steht einer Sekte vor, Paula (Maren Kroymann), die Mutter der Ermordeten, führt in der alten Badewirtschaft ein Bordell, ihr Exmann, der ehemalige Polizist Tobler (Rolf Hoppe), hat das Gasthaus Bären übernommen. Keller merkt rasch, dass er da in einem stinkenden Miststock rührt und in seiner alten Heimat nicht willkommen ist. Nur die in einer lesbischen Beziehung lebende Uta (Barbara Auer) unterstützt ihn, die Tochter des dubiosen Fürsprechs Schwengeler (Ulrich Radke). Bald ist Kellers Leben in Gefahr.
ORF 1, 16:45
Die Simpsons
17/22, Homer auf Irrwegen
Durch Zufall stößt Homer auf ein kleines Kästchen, das ihm Unglaubliches offenbart: Im Inneren befinden sich alte Aufzeichnungen von Marge, die besagen, dass ihn seine Frau eigentlich nie geliebt hat. Zutiefst verletzt und schwer enttäuscht verlässt Homer seine Familie und zieht erst einmal in die Wohnung von zwei homosexuellen Männern. Bald fühlt sich der dreifache Familienvater dort nicht wohl.
Super-RTL, 20.15
Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone
(Komödie, USA 1986)
Gerade will sich Geschäftsmann Sam Stone seiner nervigen Frau Barbara entledigen – da kommt ihm der Zufall in Gestalt eines jungen Pärchens zur Hilfe: Die beiden entführen die ungeliebte Gefährtin. Als die Entführer merken, dass er seine Frau auf keinen Fall zurückhaben will, entwickeln sie allmählich Solidarität mit ihrem Opfer. Bette Midler in Höchstform.
ORF 1, 22:00
Der letzte Bulle
Im Schatten von Feng Shui
Der Feng-Shui-Designer Linus Nader wird in seinem Garten mit einem Samurai-Schwert erstochen. Mick, der mit fernöstlicher Weisheit nicht besonders viel anfangen kann, verdächtigt zunächst Rick Arturo, den Ehemann des Ermordeten. Bald stellt sich jedoch heraus, dass die beiden gar nicht homosexuell waren, sondern Nader auch den Gattinnen seiner Kunden zugetan war. Nebenbei muss Mick sich auch noch um seine Tochter Isa kümmern. Die wurde nackt bei einer Demo gegen Kinderarbeit festgenommen.
Comedy Central, 23:30
Der Prinz von Bel-Air
20, Will fällt aus der Rolle
Will macht sich wieder einmal Sorgen um seine Finanzen. Er besucht Hilary auf dem Set, um sich Geld für den Verlobungsring zu leihen und bekommt das Angebot eine Rolle in einer Endlos-Seifenoper zu übernehmen. Nachdem Will es geschafft hat, Lisas Misstrauen gegenüber all den gutaussehenden Schauspielerinnen zu zerstreuen, die ihr Verlobter nun vor der Kamera küssen würde, stellt sich heraus, dass er einen Schwulen spielen soll.
Mittwoch, 01. Februar
Pro 7, 15:35
How I Met Your Mother
Im Pärchen-Koma
Weil in New York gerade Winter ist, fallen Ted und Robin sowie Marshall und Lily ins Pärchen-Koma – sie bleiben nur noch zu Hause, was Barney natürlich gar nicht gefällt. Doch dann bekommt er Besuch von seinem schwulen Bruder James, der zum Erstaunen aller auch noch schwarz ist. Beide helfen sich gegenseitig äußerst erfolgreich beim Aufriss von Bettgefährten. Barney ist überglücklich, dass James den gleichen Lebensstil wie er pflegt.
SF 2, 19:30
Two and a Half Men – Mein cooler Onkel Charlie – (1)
Stur, zwanghaft und unflexibel
Der erfolgreiche Werbemusik-Komponist Charlie Harper nimmt widerwilig seinen Bruder und seinen Neffen bei sich auf. Im Haushalt der drei Männer bricht bald pures Chaos aus. Die Sitcom «Mein cooler Onkel Charlie» war der Überraschungserfolg im Jahr 2004 und bekam den People’s Choice Award in der Kategorie New Comedy Series. Mit Charlie Sheen als Charlie Harper.
Der Junggeselle Charlie – erfolgreich im Beruf und bei den Frauen – geniesst das Leben in seinem Haus am Strand von Malibu. Damit ist es bald vorbei, als sein Bruder Alan bei ihm einzieht. Dessen Frau Judith hat ihn aus dem Haus geworfen, weil sie lesbisch geworden ist. Alan bringt auch seinen zehnjährigen Sohn Jake mit, mit dem sich Charlie bald gut versteht.
ZDFkultur, 21.55
Hildegard Knef – Ich brauch’ Tapetenwechsel
(Musikshow, D 1971)
WDR, 22:10
SK Kölsch
In vollem Wichs
Während seiner Reckübung stürzt der russische Turner Petschorna vom Gerät und stirbt wenig später im Krankenhaus. Der Fall landet bei der SK Kölsch. Petschornas Unfall entpuppt sich als Giftmord! Eine erste Spur führt zum Vorsitzenden des Sportvereins Bronner. Der war nicht nur für die sportliche Förderung seiner russischen Athleten zuständig, sondern unterhielt auch gute Kontakte zur Russenmafia.
rbb, 22.45
Die Mörder sind unter uns
(Spielfilm, D 1946)
Mit neuem Lebenswillen kehrt Susanne Wallner 1945 aus dem Konzentrationslager in die Ruinen Berlins zurück, doch ihre Wohnung ist besetzt. Hier lebt seit kurzem der aus dem Krieg heimgekehrte Chirurg Mertens, der seine furchtbaren Erinnerungen mit übermäßigem Alkoholkonsum zu verdrängen sucht. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten arrangieren sich beide in dieser Notgemeinschaft und mit Susannes Hilfe findet Dr. Mertens langsam zu sich selbst. In den Straßen Berlins unterwegs, begegnet Mertens seinem ehemaligen Hauptmann Ferdinand Brückner. Dieser ließ am Weihnachtsabend 1942 36 Männer, 54 Frauen und 31 Kinder einer polnischen Ortschaft erschießen. Ferdinand Brückner lebt inzwischen unbeschwert als beliebter Bürger und erfolgreicher Geschäftsmann, der aus alten Stahlhelmen Kochtöpfe produziert. Die Bilder des Grauens lassen Mertens nicht mehr los, verfolgen ihn. Am Weihnachtsabend 1945 versucht Mertens in einem Akt von Selbstjustiz Brückner zu töten, doch der Mord wird von Susanne im letzten Moment verhindert. Sie kann ihn überzeugen, dass die Vergeltung solcher Schuld keine Privatangelegenheit ist, sondern der Kriegsverbrecher vor ein Gericht gehört. Dieser erste deutsche Nachkriegsfilm mit einer brillanten Hildegard Knef in ihrer ersten Hauptrolle erlebte am 15. Oktober 1946 seine Premiere in der Deutschen Staatsoper. Im zerbombten Berlin des Sowjetsektors gab es kein repräsentatives Kino. Die deutsche Schuld ist das große Thema des Films. Wolfgang Staudte hatte ihn noch in den letzten Kriegswochen entworfen, die Sowjetische Militäradministration erteilte dem Film die erste Produkionslizenz der neu gegründeten DEFA im Mai 1946. Die Anklage, die der Film gegen einen deutschen Offizier und Kriegsverbrecher führt, fand in der politischen Realität ihre historische Dimension: Der Tag, an dem “Die Mörder sind unter uns” uraufgeführt wurde, war der Tag vor der Vollstreckung von zehn Todesurteilen der Nürnberger Prozesse. Das rbb Fernsehen sendet “Die Mörder sind unter uns” innerhalb seiner Filmreihe “Babelsberg – 100 Jahre Film”.
ZDFkultur, 22.55
Hildegard Knef – zwischen gestern und heute
(Dokumentation, D 1990)
ZDFneo, 23.15
Six Feet Under – Gestorben wird immer
Paralleles Spiel
ZDFkultur, 23.30
Talk 2000
Moral in Deutschland – Hildegard Knef und Sophie Rois
(Talk/Satire, A 1997)
ZDFkultur, 23.50
alles muss raus: Irmgard Knef
(Comedy/Kabarett/Musik, D 2006)
rbb, 00.10
Knef – die frühen Jahre
(Dokumentation, D 2005)
it dem ersten deutschen Nachkriegsfilm “Die Mörder sind unter uns” wurde Hildegard Knef über Nacht zum Star. Ansonsten ist wenig bekannt über die frühen Jahre der Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der jungen Hildegard Knef, berichtet von der Nachwuchsschauspielerin im Dritten Reich, die mit einem Nazi liiert war, von ihren ersten Rollen noch in der Ufa-Zeit, von ihrem Überleben im Nachkriegsdeutschland, von dem kometenhaften Aufstieg als erster deutscher Filmstar nach dem Krieg und schließlich von ihrer Übersiedlung nach Hollywood an der Seite ihres jüdischen Ehemannes – in der Hoffnung auf eine große Filmkarriere. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis der Knef zum “Reichsfilmdramaturgen” und Goebbels-Vertrauten Ewald von Demandowsky. Der Film dokumentiert diese Liebe im Schatten von Diktatur und Krieg als eine Beziehung, in der Gefühl gegen Gewissen stand, in der aber auch das Streben nach der großen Karriere um jeden Preis sichtbar wird. Zum ersten Mal sprechen alle drei Ehemänner von Hildegard Knef vor der Kamera. Noch nie zuvor geäußert hat sich Knefs erster Ehemann Kurt Hirsch, der 1939 vor den Nazis in die USA floh und dessen Verwandte fast sämtlich im Holocaust umkamen. Auch die Kinder des ehemaligen Nazi-Geliebten brechen ihr Schweigen: Die Umstände seines Schicksals nach dem Krieg werden ebenso beleuchtet wie die Rolle, die Hildegard Knef dabei spielte. Weitere Interviewpartner sind Volker Schlöndorff sowie der umstrittene Knef-Biograf Jürgen Trimborn, dessen kritische Enthüllungsbiografie viel Wirbel ausgelöst hat und vom Verlag wieder zurückgezogen werden musste. Von Babelsberg nach Hollywood, vom Trümmermädchen zum Weltstar, vom Untergang zum Neubeginn – dieses Schicksal einer jungen Frau in den Wirren einer Zeit gewaltiger Umbrüche wäre auch ohne den großen Namen der Knef ein außergewöhnlich spannendes Kapitel Zeitgeschichte.
BRalpha, 00.15
Das Profil: Hildegard Knef
(Interview, D 1967)
ORF 1, 03:15
Criminal Intent – Verbrechen im Visier
Gottlos
Während einer Podiumsdiskussion zwischen dem christlich-fundamentalistischen Prediger Riggins und einem Kirchenkritiker kommt es zu tumultartigen Szenen, die ein Todesopfer fordern. Riggins’ Frau stürzt beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen, die Treppen hinab. Die Gerichtsmedizin geht wegen der festgestellten Verletzungen von Mord aus. Als bekannt wird, dass ein schwuler Callboy versucht hat, mit brisantem Bildmaterial den gottestreuen Mann zu erpressen, rückt Riggins ins Zentrum der Ermittlungen.
Donnerstag, 02. Februar
RTL 2, 15:00
Der Trödeltrupp
Das Geld liegt im Keller
Das homosexuelle Pärchen Marco und Joachim hält sich mehr schlecht als recht über Wasser. Joachim lebt von seiner Pension und muss Marco mit durchfüttern, weil dieser mit seinem An- und Verkaufladen kaum einen Cent verdient. Marco ist aber der festen Überzeugung, dass seine Ware hervorragend ist und die Kunden diese einfach nicht zu schätzen wissen. Das Skurrile dabei: Er hat gar keine Geschäftsräume! Er nutzt seinen Hof, den Keller und sein Wohnzimmer als Lager und Verkaufsfläche. Das Ganze hat aber weder Hand noch Fuß und sieht aus wie eine Messie-Wohnung. Höchste Zeit für professionelle Hilfe vom Trödeltrupp!
Kabel 1, 20:15
Ey Mann, wo is mein Auto?
(Spielfilm · USA 2000)
Wanda und Wilma sind stinksauer, weil sie von ihren Freunden Chester und Jesse am Vorabend versetzt wurden. Doch die Kumpels haben ganz andere Sorgen. Sie können sich an nichts mehr erinnern. Wo haben sie ihren Wagen gelassen? Warum ist Christie, die begehrteste Frau der Stadt, heute so auffallend freundlich zu ihnen? Und warum verlangt die transsexuelle Tanja schleunigst ihre 200.000 Dollar zurück? Ihr Versuch, die Nacht zu rekonstruieren, wird aufregender als ihnen lieb ist.
SF 1, 22:20
Aeschbacher
Buntes Treiben
Unterhaltung · CH 2012
Ein buchstäblich verrücktes Theater führt im Labor das Schauspielerpaar Erick Vock und Hubert Spiess auf.
Erich Vock und Hubert Spiess sind Garanten für ein lebendiges und erfolgversprechendes Volkstheater. Demnächst bringen die beiden Lebens- und Bühnenpartner in Zürich das Kultmusical «La Cage aux Folles» auf die Bühne. Schmissig und witzig sind die Schauspieler auch bei «Aeschbacher» unterwegs – Vock als Travestiestar, Spiess als Nachtclubbesitzer.
rbb, 22.45
Coming Out
(Spielfilm, DDR 1989)
Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, worauf er ein Leben lang gewartet hat. Aber da ist Tanja, die Philipp liebt und ein Kind von ihm erwartet, da sind die Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber homosexueller Partnerschaft. Philipp gerät in eine Krise. Aber mit der Einsamkeit und Verzweiflung wächst auch eine neue Klarheit und Philipp begreift, dass es für ihn keine andere Möglichkeit gibt, als sich selbst und sein Empfinden anzunehmen.
Arte, 22:50
Jungs und Mädels
(Dokumentation F 2011)
Unsere Verlobung
Die Jugendlichen Fleur, Thibault, Joseph und Frédéric unterscheiden sich von den meisten jungen Leuten ihrer Generation durch ihre erzkatholischen und erzkonservativen Überzeugungen und Positionen. Sie sind Mitglieder der im 5. Pariser Arrondissement gelegenen Kirchengemeinde von Saint-Nicolas-du-Chardonnet und ziehen gegen so manches Phänomen der modernen Gesellschaft zu Felde. So ist ihrer Meinung nach die Familie, die sie als Grundpfeiler der christlichen Gesellschaft betrachten, heute von Verachtung, Respektlosigkeit und Auflösung bedroht. Dem stellen sie ihr eigenes, strenggläubiges Konzept entgegen, das sie in Gebeten, Seminaren, Exerzitien, Konferenzen sowie Demonstrationen praktisch umsetzen wie gegen Abtreibung und homosexuelle Veranstaltungen wie die Gay Pride. In ihrer Gemeinschaft unterwerfen sich beispielsweise Verlobte bis zur Ehe dem Keuschheitsgebot. Die beiden Filmemacherinnen begannen mit ihren Dreharbeiten erst, nachdem sie mehrere Monate lang das Leben der frommen jungen Leute beobachtet und deren Vertrauen gewonnen hatten. Das Ergebnis ist eine sehr ehrliche Dokumentation, die neben allen Besonderheiten dieser Gruppe etwas für die Jugend Allgemeingültiges zeigt, nämlich die Notwendigkeit, zu reifen und den eigenen Weg zu finden
hr, 23.15
Elvis und der Kommissar
Todesursache Eigentor
Früh am Morgen stürmt Dezernatsleiter Werner Seibold aufgeregt in Hauptkommissar Behringers Wohnung, weil er seine verschwundene Lebensgefährtin Lilo dort vermutet. Tatsächlich war Behringer die Nacht über nicht allein: Anja war bei ihm – allerdings hatte sie nicht Behringer im Arm, sondern den kranken Elvis, der sich die ganze Nacht übergeben musste. Behringer macht sich sofort auf die Suche nach Lilo, die sich kurz darauf bei ihm meldet. Sie hat die Nacht ohnmächtig in der Wohnung des Fußballstars Kurt Schowanitzki verbracht, den sie wegen seiner bevorstehenden Hochzeit mit dem Model Gina Höfferer interviewen wollte. Als sie – Stunden, nachdem sie durch einen unglücklichen Sturz auf den Hinterkopf ohnmächtig geworden war – wieder aufwacht, liegt Schowanitzki neben ihr tot auf dem Teppichboden. Behringer fährt sofort in die Wohnung des Toten, um Lilo zu helfen. Er verspricht Lilo, den Fall zu lösen, ohne dass Seibold etwas merkt. Das erweist sich aber als schwieriger als gedacht. Zunächst einmal verschwindet Elvis zusammen mit einem Obdachlosen, der wohl am Tatort etwas beobachtet hat, aber nicht reden möchte, genauso wenig wie der Trainer von Schowanitzki, der immerhin preisgibt, dass der Fußballstar in der Mannschaft nur wenig beliebt war – was Seibold dazu veranlasst, die ganze Mannschaft zu verhören. Von Schowanitzkis Verlobter Gina erfährt Behringer, dass dieser homosexuell war und sie die Heirat deshalb absagen wollte. Behringer macht sich auf die Suche nach dem Obdachlosen – nicht zuletzt in der Hoffnung, dadurch Elvis schnell wiederzufinden, um mit ihm seinen täglichen Pflichtbesuch bei seiner Mutter Rosa zu absolvieren. Tatsächlich findet er Elvis bei dem Obdachlosen, der Behring
RTL-Living, 23:55
VOXTOURS
Barcelona
U.a: Internationales schwul-lesbisches Filmfestival: So tolerant sich Barcelona auch zeigt, es ist und bleibt eine katholische Stadt. Dennoch trifft sich hier seit 2001 einmal im Jahr die schwul-lesbische Szene beim ‘Festival Internacional de Cine Gai i Lèsbic’. Voxtours begleitet die Organisatoren des Filmfestivals und mischt sich unter die Premierengäste. Zusammen mit einem lesbischen Pärchen erlebt Voxtours das rosarote Festival hautnah…
rbb, 00.35
Filmsplits
„Coming Out“ – Geschichte und Geschichten
(Dokumentation, D 2012)
Freitag, 03. Februar
SF 1, 15:00
Aeschbacher
Buntes Treiben
Unterhaltung · CH 2012
Ein buchstäblich verrücktes Theater führt im Labor das Schauspielerpaar Erick Vock und Hubert Spiess auf.
Erich Vock und Hubert Spiess sind Garanten für ein lebendiges und erfolgversprechendes Volkstheater. Demnächst bringen die beiden Lebens- und Bühnenpartner in Zürich das Kultmusical «La Cage aux Folles» auf die Bühne. Schmissig und witzig sind die Schauspieler auch bei «Aeschbacher» unterwegs – Vock als Travestiestar, Spiess als Nachtclubbesitzer.
Arte, 16.45
Induswelten (2/2)
Von Lahore nach Shimshal
(Dokumentation, D/PAK 2008)
och in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gehörten die Bergrouten im Norden Pakistans, am Indus und seinen Zuflüssen, zu den Traumrouten in Asien: von Lahore über Islamabad und den Karakorum-Highway zum Nanga Parbat, durch die Hunza-Region nach Shimshal an der chinesischen Grenze. Oder über Skardu nach Machaloo unweit der vier Achttausender des Karakorums. Die Reise führt über beide Abenteurerpfade und geht dabei dem “gewaltigen Imageproblem” nach, die diese an Naturschönheiten äußerst reiche Region hat. Denn nach dem 11. September 2001 ging der Trekkingtourismus fast auf Null zurück: Die Folgen für die Menschen im Hochgebirge, die mit den Ereignissen in Afghanistan nur in Ausnahmefällen etwas zu tun haben, sind dramatisch. Der wirtschaftliche Zusammenbruch der ganzen Region durch ausbleibende Touristen stärkt zudem die Position der Fundamentalisten, auch vor dem Hintergrund, dass der Tourismus insbesondre für Frauen neue Freiheiten und Arbeitsmöglichkeiten brachte. In Lahore findet die Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir drastische Worte zur Situation in Pakistan; Transsexuelle und Homosexuelle erzählen über ihre Furcht vor den Taliban. Außerdem erlebt der Zuschauer auf 4.000 Meter Höhe ein Poloturnier und eine Geburtstagsfeier für den Aga Khan, die seine Anhänger in der Ismailitenregion Hunza für ihn ausrichten. Er begleitet ebenso die Reise eines jungen Studenten aus Lahore den Karakorum-Highway entlang nach Shimshal an der chinesischen Grenze. Die Dokumentation porträtiert den berühmtesten Bergsteiger Pakistans mit seinen jungen Schülerinnen. In Machaloo, wo der Indus aus Indien kommend die Grenze nach Pakistan überschreitet, begegnet das Kamerateam einem ehemaligen Expeditionskoch und seiner Familie; der Mann muss wegen der ausbleibenden Trekkingtouristen nach Saudi-Arabien auswandern, um seine Familie zu ernähren.
Samstag, 04. Februar
ZDF, 20:15
Die Goldene Kamera
präsentiert von Hape Kerkeling
Christiane Hörbiger, Robert De Niro, Iris Berben, Bruce Willis und Rudi Carrell haben eines gemeinsam: Sie sind Preisträger der “Goldenen Kamera” von Hörzu. Der begehrte Medienpreis wurde 1965 aus der Taufe gehoben und hat sich längst zu einem der größten und bedeutendsten Film- und Fernsehpreise Deutschlands etabliert. Am 4. Februar 2012 wird die Goldene Kamera zum 47. Mal an internationale und nationale Künstler für ihre besonderen Leistungen im Film- und Fernsehbereich verliehen, und das ZDF sendet live. Zur diesjährigen Jury gehören wieder Prominente wie die Schauspielerin Anna Loos, Produzentin Tanja Ziegler, Komödiant und Schauspieler Michael Kessler, ZDF-Journalist Theo Koll sowie Moderator Kai Pflaume. Moderiert wird die Gala bereits zum dritten Mal von Hape Kerkeling. Er selbst erhielt bereits zwei der begehrten Trophäen.
Passion, 20:15
Echte Freunde – Dostana
(Bollywoodspielfilm IND 2008)
Sameer und Kunal haben ein Problem: Um in Miami im Luxusappartment der hübschen Neha wohnen zu können, geben sich die beiden Machos als schwules Paar aus. Ihr Trick funktioniert und schnell werden aus den dreien beste Freunde. Aber als Sameer und Kunal sich in Neha verlieben und auch noch Nehas Boss Interesse bekundet, sitzen die Playboys in der Klemme.
Arte, 21.40
Die Seventies
Style Clash (1/2): Disco oder Rock?
(Dokumentation, D 2008)
3 +, 00:40
Criminal Intent – Verbrechen im Visier
22 Stiche
Ian Duffy, ein Feuerwehrmann und Held des 11. September, schafft es gerade noch, nach einem Einsatz zur Feuerwache zu fahren und auszusteigen, bevor er tot zusammenbricht. Er wurde mit 22 Messerstichen ermordet. Logan und Wheeler untersuchen den Fall. Zunächst gehen sie von einem eifersüchtigen Ehemann oder Rivalen aus. Auf der Suche nach einer möglichen Geliebten des verheirateten Ian entdecken sie, dass er ein Doppelleben führte. Sein Seitensprung war aber keine Frau, sondern ein Mann. Sie besuchen die Witwe des Ermordeten, doch diese leugnet die Möglichkeit, dass ihr Mann schwul gewesen sein könnte. Ian war nicht nur ein Held, sondern auch ein Aktivist, der für die Verbesserung der gesundheitlichen Pflege der Kollegen kämpfte, die bei dem Anschlag vom 11. September verletzt wurden. Als Logan und Wheeler sich das Video von einer Versammlung ansehen, bei der es um dieses Thema ging, stossen sie auf Brendan Keele, der offensichtlich von Ians Verhältnis weiss und ihn deckt. Durch Zufall entdecken sie, dass vor zwölf Jahren ein Mann auf die gleiche Art umgebracht wurde. Auch dieses Opfer war verheiratet und vermutlich homosexuell. Logan und Wheeler schöpfen Verdacht: Besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Morden?
SWR, 01.20 Uhr
Rock Star
(Spielfilm, USA 2001)
Izzy ist großer Fan der Rockband Steel Dragon und Mitglied einer Cover Band. Als eines Tages der Leadsänger von Steel Dragon aussteigt läutet bei Izzy das Telefon und man lädt ihn zum Vorsingen ein. Er bekommt den Job und ein Kindheitstraum geht für ihn in Erfüllung.
Während einer Party küßt Tania, die Managerin der Rockgruppe Emily, die Freundin von Izzy. Wie sich jedoch später herausstellt, ist die Managerin ein Transvestit.
Sonntag, 05. Februar
MDR, 20:15
ABBA – Die Pop-Legende
ABBA, das waren Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid. Ihr Erfolg ist bis in die Gegenwart ungebrochen. ABBA ist ein Phänomen der Pop-Geschichte und die Gruppe ist bis heute eine der erfolgreichsten Pop-Bands aller Zeiten – manche behaupten, es sei die erfolgreichste überhaupt. 1972 gründete sich das Quartett. Sie kannten sich schon Jahre vorher, Agnetha und Björn waren bereits verheiratet, jeder hatte schon eine stattliche musikalische Laufbahn hinter sich. 1972 erschienen auch ihre ersten Titel. Der grandiose Sieg mit “Waterloo” beim Grand Prix d’Eurovision in Brighton 1974 wurde dann ihr internationaler Durchbruch und katapultierte die vier in den Pop-Olymp. Sie stellten die Musikwelt förmlich auf den Kopf, und wurden zum Exportschlager Schwedens. Es folgten Hits am laufenden Band, wahre Triumphzüge und ausverkaufte Hallen weltweit, bis 1982. Es gab keinen offiziellen Abschied. ABBA war einfach nicht mehr da. Schon Jahre vorher gab es Beziehungskrisen und die Scheidung beider Paare. Unsere Hommage ist eine Liebeserklärung an die schwedischen Pop-Giganten. Wir hören noch einmal eine Auswahl ihrer größten Hits und erfahren Geschichten von Leuten, die ABBA unmittelbar kennen gelernt haben, wie z.B. der deutsche Starfotograf Wolfgang “Bubi” Heilemann, der die Gruppe vom ersten bis zum letzten Tag ihrer Karriere begleitete. Wir sprechen mit eingefleischten Fans, und zeigen, wer sich alles zu ABBA bekennt und welche Blüten die ABBA-Mania treiben kann.
SF 1, 01:00
Kinky Boots – Man(n) trägt Stiefel
(Komödie GB/USA 2005)
Für Harold Price (Robert Pugh), der schon in der dritten Generation eine Schuhfabrik im nordenglischen Northampton führt, gibt es nichts Schöneres auf der Welt als einen Herrenschuh. Diese Liebe zum traditionellen Lederhandwerk versuchte er auch stets seinem Sohn Charlie (Joel Edgerton) weiterzugeben. Dieser trägt jedoch lieber billige Turnschuhe und zieht mit seiner Verlobten (Jemima Rooper) nach London, um dort im Marketing zu arbeiten. Als Harold stirbt, übernimmt Charlie gezwungenermassen Price & Sons – und 1200 Paar Halbschuhe aus einer Überproduktion. In London versucht er, sie seinen Grosskunden zum Selbstkostenpreis anzudrehen. Nach dem abendlichen Pub-Besuch eilt er einer Frau zu Hilfe, die von Schlägern bedroht wird. Die Dame mit einem Flair für rote Lackstiefel, auffällige Kleidung und starkes Make-up entpuppt sich als Star eines Nachtclubs, wo sie abendlich “I Wanna Be Evil” trällert – mit einem wohlklingenden Bariton. Als Charlie endlich realisiert, dass Lola (Chiwetel Ejiofor) eine Drag Queen ist, bringt ihn eine seiner Mitarbeiterinnen (Sarah-Jane Potts), die allesamt die Entlassung vor Augen haben, auf eine Idee: Es gibt eine Marktlücke für Schuhe mit Stiletto-Absätzen, die aber im Vergleich zu den “Manolos” und “Louboutins” einen muskelbepackten Mann tragen. Die Existenz von Price & Sons scheint gesichert, doch Charlie hat sich nicht darum gekümmert, was passiert, wenn ein schräger Grossstadt-Paradiesvogel wie Lola in der englischen Provinz auftaucht. Für Vermittlungsversuche zwischen den verschiedenen Welten bleibt allerdings nicht viel Zeit, denn schon fünf Wochen später steigt die alles entscheidende Schuhmesse in Mailand, wo Charlie seine Stiefelkollektion präsentieren will. Was wie der Einfall eines Drehbuchautors klingt, um verschiedene Lebensentwürfe auf der Leinwand beispielhaft miteinander zu versöhnen, beruht auf Tatsachen. Steve Pateman übernahm die Schuhfabrik W.J. Brooks im zentralenglischen Northamptonshire von seinem Vater, sah sich aber mit einbrechenden Exporten und billiger Importware konfrontiert.
3sat, 02.35
Wilde Herzen
Jugend-Drama (F 1994)
Vier Jugendliche erleben in Frankreich ihre erwachende Sexualität und die Auswirkungen des Algerienkrieges. Darunter auch der schüchterne Schwule, dem von seinem angebeteten Heti-Freund nur eine Nacht geschenkt wird, während er von einem Mädchen mehrfach angebaggert wird.











































