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31. März 2009 von Andreas BlumA Dirty Shame
Komödie (USA 2004) von John Waters mit Tracey Ullman, Johnny Knoxville, Selma Blair.
Einst herrschten an der Hartford Road in Baltimore Sitte und Ordnung. Sei neustem jedoch breiten sich Unzucht und Perversion aus wie ein Flächenbrand, nicht einmal die Familie der konsequent lustfeindlichen Sylvia bleibt davon verschont. Schon formiert sich Widerstand unter dem Banner der “Neuters”, der Geschlechtslosen. Nach einem Unfall mit Dachschaden tanzt jedoch ausgerechnet Sylvia aus der Reihe.
Absolutely Fabulous
(Serie, GB 1992 – 1996)
Der Sommer ist gerettet! Arte zeigt in den folgenden Wochen alle Staffeln der britischen Kultserie „Absolutely Fabulous“ in der Synchronfassung, jeweils täglich um 20.15 Uhr von Dienstag bis Freitag. Mit Jennifer Saunders, Joanna Lumley, Julia Sawalha. „Modenschau“ Zwei Freundinnen – PR-Chefin Edina ‘Eddie’ Monsoon und Modejournalistin Patsy Stone – frönen nur zwei Dingen in ihrem Leben: Alk und Shopping. Was nicht immer ganz einfach ist, wenn man die Situation der beiden betrachtet: Eddie lebt zusammen mit ihrer 16jährigen Tochter Saffron, genannt Saffy, die sehr intelligent ist, ihre Mutter jedoch verachtet. Neben Saffy gibt es auc h noch Eddies Mutter, eine sehr merkwürdige alte Dame, die wiederum von Eddie nicht gerne gesehen wird. Abgerundet wird das Szenario von Eddies ab und zu auftauchenden Ex-Männern, der eine mittlerweile schwul, der andere mit einer sehr militanten Frau namens Bo verheiratet. In diese Gemeinschaft kommt Patsy, die scheinbar keine eigene Wohnung hat und nur von Alkohol und Rauchwaren jeder Art lebt. Nach eigenen Angaben hatte sie seit etwa 20 Jahren nichts mehr zu essen außer einem einzelnen Chip.
Adam und Eva
Beziehungskomödie (S 1997)
Adam & Eva ist ein schwedischer Film über einen Feuerwehrmann, der eine hübsche Blondine rettet, sich in sie verliebt und sie heiratet. Nach 4 Jahren trennen sie sich. Eva trifft einen zukünftigen Star und heiratet. Alles ist gut, bis sie eines Tages früher nach hause kommt und den Gatten mit einem Mann im Bett erwischt. Sie verlässt ihn und der Nachfolger bleibt.
Aimée & Jaguar
Liebesdrama (D 1998)
Berlin 1943: Lilly, verheiratet mit einem Soldaten, und die Jüdin Felice verlieben sich heftig ineinander. Felice arbeitet zur Tarnung bei der „Nationalzeitung“ und unterstützt eine Untergrundorganisation. Die Mutterkreuzträgerin Lilly beendet ihr Mitläuferdasein, trennt sich von ihrem Mann und nimmt Felice auf, als sie vor der Gestapo flüchten muss. Das Glück von „Aimée“ und „Jaguar“ währt nur kurz: Bald steht die Gestapo vor der Tür. – Der Film, basierend auf dem von Erica Fischer verfassten Lebensbericht von Lilly Wust, erzählt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte während der NS-Zeit. Regisseur Max Färberböck ließ das halb zerstörte Berlin der letzten Kriegsjahre rekonstruieren. Hervorragende darstellerische Leistungen vor allem von Maria Schrader und Juliane Köhler.
Alles über meine Mutter
Tragikomödie (E 1999) von Pedro Almodóvar
An seinem 17. Geburtstag will Krankenschwester Manuela ihrem Sohn Esteban endlich erzählen, wer sein Vater ist. Zur Feier des Tages gehen die beiden in das Theaterstück “Endstation Sehnsucht”, und als Esteban wegen eines Autogramms einem Taxi mit der Diva Huma Rojo nachläuft, wird er von einem Auto überfahren und stirbt. Die von Kummer überwältigte Manuela verlässt Madrid, um in Barcelona Estebans Vater zu suchen, den sie einst schwanger verließ, als er zum Transsexuellen Lola wurde und auf den Straßenstrich ging. Ebendort trifft sie auf ihre alte “Freundin” Agrado . Der muntere Transsexuelle bringt Manuela zu der jungen Nonne Rosa, die von Lola geschwängert und mit HIV infiziert wurde. Außerdem nimmt Manuela Kontakt auf zur Diva Huma Rojo und deren drogensüchtiger Geliebter Nina. Manuela wird Garderobenfrau von Huma Rojo, zu der sie rasch eine tiefe Freundschaft entwickelt, und beim Kümmern um ihre Ersatzfamilie wird sie so in Atem gehalten, dass ihr für Trauer keine Zeit mehr bleibt.
Am Ende des Regenbogens
Dokumentation (D/F 2005)
Welchen Einfluss haben die großen gesellschaftlichen und politischen Themen auf die Situation von Schwulen und Lesben in Europa? Neu aufkommende religiöse Fundamentalismen, die Neudefinierung von Menschenrechten, Asylbegehren und Rechtsradikalismus stellen sie vor komplexe Probleme. Der Engländer Jeremy Hooke versucht, seinen weißrussischen Freund Vadim, der wegen seiner Verfolgung als Homosexueller Asyl in Großbritannien beantragt hat, vergeblich vor der Abschiebung zu bewahren. Peter Tatchell und Brett Lock von “Outrage” stehen Jeremy zur Seite. In ihren Aktionen anlässlich der Hochzeit von Camilla und Prince Charles in Windsor und vor der Westminster Cathedral nach dem Tod des Papstes versuchen sie, auf das Verbot der Homoehe in England und auf die antihomosexuelle Politik des Vatikans aufmerksam zu machen. Währenddessen will Stephen Barris mit Gesinnungsgenossen aus der ganzen Welt in Genf vor der versammelten UN-Kommission für eine Festschreibung des Rechts auf den weltweiten Schutz Homosexueller kämpfen. Der Libanese Ghassan Makkarem stellt am gleichen Ort die erste schwul-lesbische Zeitschrift für den arabischen Raum vor, während der in London lebende und gläubige Pakistaner Adnan Ali offen gegen Imame spricht, die Todesdrohungen gegen Schwule befürworten. In Amsterdam sind Jeroen und Sander nach Übergriffen von arabischen Jugendlichen in ein anderes Viertel gezogen. Seit dem Tod des Filmemachers Theo van Gogh hat sich die Atmosphäre in der einstigen “Gay-Capital” Europas verschärft. In Krakau nimmt Stephen Barris am Festival der polnischen “Kampagne gegen Homophobie” teil. Die lesbische Polin Beata besucht mit einer Gruppe zum fünften Mal Auschwitz. Die Homosexuellen laden sich zur Feier anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers selbst ein, man hatte keinen ihrer Vertreter gebeten zu kommen. Während Beata ein Interview in einem Café in Krakau gibt, begrüßen sie Jugendliche mit dem Hitlergruss. Am Rande des Eurovision-Songcontests in Kiew trifft sich Jeremy mit seinem abgeschobenen Freund Vadim, der aus Minsk in die Ukraine reisen durfte – für eine knappe Woche. Fünf Tage bleiben ihnen für ihr Wiedersehen, für Nähe und Zärtlichkeit. Doch ihre gemeinsame Zukunft bleibt weiter ungewiss. Die Autoren Christian Jentzsch und Jochen Hick stellen die Situation von Lesben und Schwulen in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise dar. Für seinen Dokumentarfilm über die Situation von Schwulen im ländlichen Schwaben “Ich kenn keinen – Allein unter Heteros” erhielt Jochen Hick 2003 auf der Berlinale den Teddy Award für die beste schwul-lesbische Dokumentation des Jahres.
Anders als die anderen
Psychodrama (USA 1956)
Der pubertierende Schüler Tom Lee wird von den Altersgenossen im Neuengland-Internat wegen seiner homosexuellen Neigung gehänselt und in die Isolation get rieben. Nur zu Laura, der Frau des Schulleiters Bill Reynolds, empfindet er Zuneigung. Als das vertraute Verhältnis der beiden bekannt wird, wird der als “Zimperlieschen” Verspottete vollends zum Außenseiter. Lauras Versuche, bei ihrem Mann um Verständnis zu werben, scheitern. Bill hat Toms Vater Herbert nämlich versprochen, einen “richtigen” Mann aus Tom zu machen. Tom versucht schließlich, den anderen Jungs mit der Bardame Elly zu imponieren, blitzt aber bei ihr ab. Laura verhindert seinen Selbstmord, indem sie sich ihm hingibt. Daran zerbricht ihre Ehe; Tom aber wird heterosexuell und später ein berühmter Schriftsteller.
anders Trend
Trendmagazin
Die Themen u.a.: – Ekel vor Homo-Küssen – Schwulenfeindlichkeit nimmt zu – Zum Lachen in den Keller – Schwule Comedy mit Thomas Hermanns – Schwule andersrum – Heterosex nicht ausgeschlossen Ekel vor Homo-Küssen – Schwulenfeindlichkeit nimmt zu: In der aktuellen Studie ‘Deutsche Zustände’ des Bielefelder Konflikt- und Gewaltforschers Wilhelm Heitmeyer gaben 37,5 Prozent der Befragten an, sie fänden es ekelhaft, wenn Schwule sich küssten. Diese Zahl steigt seit 2002. Einer der Gründe für den gefährlichen Trend: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten nehmen soziale Spannungen und Ausgrenzung von Minderheiten generell zu. Von der Pöbelei auf der Straße über den homophoben Hausbesitzer bis hin zur handfesten Gewalt: anders TREND zeigt, wo es Diskriminierung gibt. Und wir gehen auf die Straße um zu testen, was die Leute wirklich über Schwule denken.
Andersrum
Komödie (D 2005)
Homo-Komödie mit Heiner Lauterbach, Mark Keller, Heinz Hoenig und Rolf Zacher. Keller bekommt in “Andersrum” von seinen schwulen Zieheltern (Hoenig und Zacher) vor allem tuntiges Benehmen beigebracht. Macho Toni alias Lauterbach soll ihm dabei helfen, ein Frauenliebhaber zu werden. Aber Lauterbach wacht schon weniger später selbst im Bett neben Keller auf.
andersTrend
Aktuelle Themen: Neues Jahr – neuer Look!, ab heute im neuen Design!; “Ich wehre mich!”: “Sie traten und schlugen uns bewusstlos!” berichten zwei Opfer homophober Gewalt. Die beiden Schwulen wurden krankenhausreif geprügelt, weil sie Hand in Hand über ein Straßenfest gingen. Kein Einzelfall: Gewalttaten gegen Schwule nehmen alarmierend zu. In Berlin waren im Oktober bereits deutlich mehr Übergriffe gemeldet worden als im gesamten letzten Jahr. Und viele Opfer erstatten nicht einmal Anzeige – aus Angst vor weiterer Diskriminierung; Schockierende Bilder, schwulen Männern erklärt, wie man sich am besten schützt; Der Punk geht ab!: Homo-Punks wollen nichts mit schwulem Mainstream zu tun haben. Körperkult, Konsum und Anpassung sind ihnen verhasst. Sie leben fernab von der klassischen Homo-Szene in einer eigenen Welt – mit harter Musik und bunten Haaren; Dort, wo der Punk abgeht, ein außergewöhnliches Liebespaar; “Paulchens Welt – Szene von unten”: Ein neuer Außenreporter – mit vier Beinen! Frisch in die Pubertät gekommen, macht Labrador Paul sich auf, die schwule Welt zu entdecken. Darüber hat er schon so viel gehört – von Herrchen Frank Lukas und den anderen; Immer wieder gelingt es dem jungen Redaktionshund auszubüxen und das Nachtleben unsicher zu machen. Paulchen dringt dabei in Welten vor, die nie zuvor ein Hund gesehen hat – und findet es zum Knurren, Jaulen und Hecheln.
Andrés Mutter
Drama (USA 1996)
An einer Trauerfeier für den an Aids gestorbenen Schauspieler André hält dessen Mutter Catherine Rückschau. Die Homosexualität ihres Sohnes machte der konservativen Texanerin immer zu schaffen; sie wollte auch nie allzu viel über sein Privat- und Liebesleben erfahren. Catherines Mutter ist nicht nur von André, sondern auch von Catherine enttäuscht; sie habe in ihrem Leben nie etwas Lobenswertes getan. Andrés Lover Cal versucht verzweifelt, Catherine klarzumachen, wie sehr er André geliebt hat und dass auch er ein Recht auf Trauer hat. An einer Zeremonie, in welcher Andrés Freunde von ihm Abschied nehmen, kommt es zur klärenden Konfrontation zwischen Lover und Mutter.
Another Country
Drama (GB 1984) mit Rupert Everett
Der junge Adelige Guy gibt sich in den 30er Jahren an einer britischen Eliteschule unkonventionell und bekennt sich offen zu seiner Homosexualität. Faszinierender, auf einem wahren Fall beruhender Film über Enge und Arroganz im System der britischen Upper-Class-Erziehung. Der junge Adelige Guy Bennett ist Schüler an einem englischen Eliteinternat. Sein erklärtes Ziel ist es, im nächsten Jahr zu den so genannten Lords zu gehören, die in der strengen Hierarchie der Schule das höchste Ansehen genießen. Die Aufnahme in diesen elitären Kreis von Schülern kann der erste Schritt einer großen Karriere sein. Guy möchte im auswärtigen Dienst tätig werden, nach Möglichkeit sogar als Botschafter in Frankreich arbeiten. Doch Guy gilt, ebenso wie sein Freund Tommy Judd, als Außenseiter. Wirklich problematisch wird die Situation, als Guy sich in seinen Mitschüler James Harcourt verliebt und eine zarte Romanze beginnt. Zwar gehören homosexuelle Beziehungen an der Schule, an der nur junge Männer zugelassen werden, zum Alltag, es ist aber dennoch ein Thema über das nicht gesprochen wird und das auf gar keinen Fall öffentlich werden sollte. Harte Strafen bis hin zum Schulverweis wären die Folge. Die Warnungen seines besten Freundes, der sich selbst mit seinen marxistischen Überzeugungen längst vom Establishment abgewandt hat, nimmt Guy nicht weiter ernst. Zunächst scheint alles noch nach Plan zu gehen, und Guys Chancen, nach den Ferien als Lord an die Schule zurückzukehren, stehen nicht schlecht. Doch als Guy eines Tages eine kleine Notiz durch einen jüngeren Schüler an James senden möchte, kommt es zum Eklat. Fowler, einer der Lords und ein erklärter Feind Guy Bennetts, fängt das Schreiben ab – und hat nun endlich einen handfesten Beweis dafür, dass Guy auf gar keinen Fall in den Kreis der Lords passt. Welche Folgen dies für Bennett und seinen weiteren Lebensweg hat, ist ihm gleichgültig. Da ein Doppelleben für ihn nicht denkbar ist, er offen zu seiner Homosexualität stehen und sich nicht mit den Zwängen der britischen Gesellschaft abfinden möchte, beschließt er sich zu rächen: 1955 wandert er in die UdSSR aus und wird zu einem Top-Spion des KGB.
Antonias Welt
Familiensaga (B/GB/NL 1995)
Noch vor dem Aufstehen weiß Antonia, dass sie heute sterben wird, doch nicht bevor sie nicht ihre Lebensgeschichte erzählt hat. Nach dem 2. Weltkrieg kehrt die damals 40jährige Antonia mit ihrer Tochter Danielle (aber ohne Ehemann) in ihren Geburtsort zurück, um ihre Mutter zu begraben. Die beiden bewirtschaften gemeinsam den Hof und schon bald wird dieser Tummelplatz für alle Außenseiter des Ortes. Vorurteile kennt man dort nicht und so steht Antonia ihrer Tochter helfend zur Seite, als sich diese entscheidet, ein Kind zu bekommen und ein geeigneter Samenspender gefunden werden muß. Jahre später als ihre äußerst begabte Tochter zur Grundschule geht, verliebt sich Danielle in deren Lehrerin. Die lesbische Feministin Marleen Gorris beschreibt in diesem Film auf humorvolle Art und Weise ihre Utopie einer matriarchalischen Gesellschaft, in der jede so leben kann, wie es ihr gefällt. Männer sind auch geduldet, doch müssen sie die Gesetze des Matriarchats akzeptieren. Es ist eine moderne Märchenwelt, die sich dem Zuschauer auftut und nur manchmal stört die fragmentarische Erzählweise und die Offstimme, die den Fluß des Filmes unterbrechen.
Armistead Maupins’ Noch mehr Stadtgeschichten
Literaturverfilmung (USA/CDN 2001)
Fünf Jahre nach dem Ende der zweiten Staffel der “Stadtgeschichten” ist die eingeschworene Wohngemeinschaft an San Franciscos Barbary Lane 28 immer noch dort ansässig. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 1981. Während “Mouse” (Paul Hopkins) seiner verga ngenen Liebe, dem stattlichen Arzt Dr. Jon Fielding (Bill Campbell), nachtrauert, will sich die ehrgeizige Mary Ann (Laura Linney) nicht mit biederen Basteltipps im Tagesfernsehen zufrieden geben. Sie träumt vielmehr von einer Karriere als Nachrichtenreporterin. Ein erster Schritt in diese Richtung sind ihre Recherchen im Zusammenhang mit dem Massenselbstmord der Sekte von Jim Jones (Henry Czerny) im südamerikanischen Guyana. Dass der umstrittene Anführer dabei nicht ums Leben kam, kann Dede (Barbara Garrick) bezeugen, die – wie von den Toten auferstanden – heil aus Südamerika zurückkehrt. Als Informantin lebt sie mit ihren beiden Kindern freilich in ständiger Angst vor der Entdeckung und Bestrafung durch Jones. Um einiges entspannter g eht es bei “Mouse” zu und her: An einer Pool-Party mit einer Menge knackiger Boys, Joints und einem überraschenden Tête-à-tête lernt er beinahe Nancy Reagan kennen. Überrascht ist auch Mrs. Madrigal (Olympia Dukakis), als ihre Mutter (Jackie Burroughs) wieder auftaucht und in einer Gassenküche gemeinnützige Arbeit leistet. Für den dortigen Leiter (John McMartin) entwickelt Mrs. Madrigal in der Folge zärtliche Gefühle, was ihrer Mutter gar nicht recht ist. Die Fortsetzung und vorläufig letzte Episode der “Stadtgeschichten” zeigt SF1 am kommenden Donnerstag, 26. August, wieder um 23.00 Uhr.
Armistead Maupin’s Stadtgeschichten
Literaturverfilmung (GB 1993)
San Francisco Mitte der 70er-Jahre. Schwule, Hippies, Pazifisten und Freigeister aller Art bevölkern die liberalste Stadt der USA. Viele junge Leute aus ganz Amerika zieht es in die schillernde Metropole, die Hauptstadt von “love and peace”. Auch Mary Ann Singleton aus Cleveland setzt scheu einen Fuss auf das heisse Pflaster – und verfällt hoffnungslos dem Reiz dieser aussergewöhnlichen Stadt. Ihre Abenteuer schildert der amerikanische Autor Armistead Maupin in seinen schon längst zu Kultromanen gewordenen “Tales of the City” – lebendig und mit viel Humor. 1993 hat der englische Fernsehsender Channel 4 den ersten von sechs Bänden für den Bildschirm adaptiert. 1998 folgte mit “More Tales of the City” Band zwei und 2001 wurde mit “Further Tales of the City” der dritte Band verfilmt. SF DRS zeigt in den kommenden Wochen alle bisher produzierten Folgen, einige davon als deutschsprachige Fernsehpremiere
Auch Männer mögens
Komödie (F 1995)
Der Bankangestellte Adrien, der seine Homosexualität am Arbeitsplatz stets verborgen hat, wird zu einem Geschäftsessen bei seinem Chef Alexandre eingeladen. Um den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu entsprechen, bittet er seine Freundin Eva, die brave Gattin zu spielen. Doch die exzentrische Besitzerin der schwulen Szenekneipe “Chez Eva” schockiert mit ihren spitzen Bemerkungen nicht nur die konservative Essensgesellschaft, sie verdreht auch dem Chef Alexandre gehörig den Kopf. Alexandre will Eva wieder sehen und landet in ihrem Lokal, wo die Gäste ihn für einen neuen homosexuellen Gast halten. Alexandres Frau Marie glaubt, ihr Mann habe sein spätes “Coming Out”. Um ihn nicht zu verlieren, gibt sie sich übermässig tolerant und veranstaltet rauschende Szenefeste.
Aus heiterem Himmel
Roadmovie (ARG 2002)
Neues argentinisches Kino: Marcia ist Verkäuferin in einem Dessous-Geschäft in Buenos Aires. Sie langweilt sich, sie hat keinen Freund und sie hat Übergewicht. Ihr Leben ändert sich, als sie eines Tages von zwei jungen Punk-Lesben angemacht wird: zuerst ist sie schockiert von der direkten Konfrontation mit Sex, Diebstählen, mit einem chaotischen Leben. Aber sie ist auch fasziniert von dieser fremden Welt. Was zuerst wie eine Entführung ausgesehen hat, wird zu einer Reise zu dritt in die argentinische Provinz und vor allem zu einer Reise zu ganz neuen Erfahrungen und Erlebnissen. Und eine Rückkehr in Marcias früheren Alltag rückt in immer weitere Ferne… Der seltsame Ausflug endet schliesslich in einem Haus, in dem Lenins Tante und ein Rentnerpaar leben: Felipe und Delia. Argwohn und Misstrauen, die ursprünglich zwischen den sechs Personen vorherrschen, lösen sich nach und nach in Luft auf, um wie durch Zauberkraft Gefühlen wie Komplizität und Zärtlichkeit Platz zu machen. Aber um das Eis zu brechen, muss man den Tod besiegen… Der Film ist ein Loblied auf das Risiko und das Abenteuer sowie darauf, die Masken fallen zu lassen, die uns von den anderen trennen. Dieser Aufbruchstimmung entspricht eine Erzählstruktur, die sich vom Zufall, von der Absurdität und der Willkür leiten lässt und zwischen Bedächtigkeit und Beschleunigung abwechselt. So gelingt es Diego Lerman – wie Wim Wenders oder Jim Jarmusch – die widersprüchlichen Zeitfolgen sichtbar zu machen, die der Suche eigen sind.
Aus Liebe zu Tom
Melodram (D 2003)
Der 11-jährige Tom lebt glücklich mit seinen Vätern Wolfgang und Steff. Dann taucht Maren auf, Toms leibliche Mutter. Als sie um das Sorgerecht prozessiert, beginnen die Medien eine Hetzkampagne gegen die schwulen Väter. Der Richter spricht Maren das Sorgerecht zu
Ausgerechnet zu Weihnachten
Fernsehfilm (F 2002)
Kurz vor Weihnachten: Jacqueline, um die 50 und verwitwet, steckt mitten in den Vorbereitungen für das Fest, das sie im Kreis ihrer drei bereits erwachsenen Kinder auf ihrem Landhaus feiern möchte. Seit vier Jahren ist sie mit Maxime befreundet, der sie nun endlich heiraten will. Nach und nach treffen die Kinder ein, jedes mit eigenen Sorgen belastet: Der älteste Sohn Gauthier hat Streit mit Ehefrau Christine, der jüngere Sohn Sylvain ist homosexuell und traut sich nicht, der Familie seinen Freund vorzustellen. Tochter Stéphanie und ihr Freund haben sich getrennt. Aber da Stéphanie an Weihnachten nicht ohne Begleitung kommen will, bringt sie ihren Studienkameraden Antoine mit nach Hause. Schon nach der ersten Wiedersehensfreude kommen verdrängte Familiengeheimnisse und Konflikte zum Vorschein. Obendrein muss Jacqueline erkennen, dass sie Maxime für eine Heirat nicht genug liebt. Statt dessen fühlt sie sich dem alten Familienfreund Joachim stärker verbunden als bisher angenommen. Als auch noch Silvains Freund John auftaucht, bricht für Jacqueline die heile Welt endgültig zusammen.
Kategorie: Archiv mit schullebsischen Spielfilmen | Kommentieren »