A

31. März 2009 von Andreas Blum

A Dirty Shame
Komödie (USA 2004) von John Waters mit Tracey Ullman, Johnny Knoxville, Selma Blair.
Einst herrschten an der Hartford Road in Baltimore Sitte und Ordnung. Sei neustem jedoch breiten sich Unzucht und Perversion aus wie ein Flächenbrand, nicht einmal die Familie der konsequent lustfeindlichen Sylvia bleibt davon verschont. Schon formiert sich Widerstand unter dem Banner der “Neuters”, der Geschlechtslosen. Nach einem Unfall mit Dachschaden tanzt jedoch ausgerechnet Sylvia aus der Reihe.

Absolutely Fabulous
(Serie, GB 1992 – 1996)
Der Sommer ist gerettet! Arte zeigt in den folgenden Wochen alle Staffeln der britischen Kultserie „Absolutely Fabulous“ in der Synchronfassung, jeweils täglich um 20.15 Uhr von Dienstag bis Freitag. Mit Jennifer Saunders, Joanna Lumley, Julia Sawalha. „Modenschau“ Zwei Freundinnen – PR-Chefin Edina ‘Eddie’ Monsoon und Modejournalistin Patsy Stone – frönen nur zwei Dingen in ihrem Leben: Alk und Shopping. Was nicht immer ganz einfach ist, wenn man die Situation der beiden betrachtet: Eddie lebt zusammen mit ihrer 16jährigen Tochter Saffron, genannt Saffy, die sehr intelligent ist, ihre Mutter jedoch verachtet. Neben Saffy gibt es auc h noch Eddies Mutter, eine sehr merkwürdige alte Dame, die wiederum von Eddie nicht gerne gesehen wird. Abgerundet wird das Szenario von Eddies ab und zu auftauchenden Ex-Männern, der eine mittlerweile schwul, der andere mit einer sehr militanten Frau namens Bo verheiratet. In diese Gemeinschaft kommt Patsy, die scheinbar keine eigene Wohnung hat und nur von Alkohol und Rauchwaren jeder Art lebt. Nach eigenen Angaben hatte sie seit etwa 20 Jahren nichts mehr zu essen außer einem einzelnen Chip.

Adam und Eva
Beziehungskomödie (S 1997)
Adam & Eva ist ein schwedischer Film über einen Feuerwehrmann, der eine hübsche Blondine rettet, sich in sie verliebt und sie heiratet. Nach 4 Jahren trennen sie sich. Eva trifft einen zukünftigen Star und heiratet. Alles ist gut, bis sie eines Tages früher nach hause kommt und den Gatten mit einem Mann im Bett erwischt. Sie verlässt ihn und der Nachfolger bleibt.

Aimée & Jaguar
Liebesdrama (D 1998)
Berlin 1943: Lilly, verheiratet mit einem Soldaten, und die Jüdin Felice verlieben sich heftig ineinander. Felice arbeitet zur Tarnung bei der „Nationalzeitung“ und unterstützt eine Untergrundorganisation. Die Mutterkreuzträgerin Lilly beendet ihr Mitläuferdasein, trennt sich von ihrem Mann und nimmt Felice auf, als sie vor der Gestapo flüchten muss. Das Glück von „Aimée“ und „Jaguar“ währt nur kurz: Bald steht die Gestapo vor der Tür. – Der Film, basierend auf dem von Erica Fischer verfassten Lebensbericht von Lilly Wust, erzählt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte während der NS-Zeit. Regisseur Max Färberböck ließ das halb zerstörte Berlin der letzten Kriegsjahre rekonstruieren. Hervorragende darstellerische Leistungen vor allem von Maria Schrader und Juliane Köhler.

Alles über meine Mutter
Tragikomödie (E 1999) von Pedro Almodóvar
An seinem 17. Geburtstag will Krankenschwester Manuela ihrem Sohn Esteban endlich erzählen, wer sein Vater ist. Zur Feier des Tages gehen die beiden in das Theaterstück “Endstation Sehnsucht”, und als Esteban wegen eines Autogramms einem Taxi mit der Diva Huma Rojo nachläuft, wird er von einem Auto überfahren und stirbt. Die von Kummer überwältigte Manuela verlässt Madrid, um in Barcelona Estebans Vater zu suchen, den sie einst schwanger verließ, als er zum Transsexuellen Lola wurde und auf den Straßenstrich ging. Ebendort trifft sie auf ihre alte “Freundin” Agrado . Der muntere Transsexuelle bringt Manuela zu der jungen Nonne Rosa, die von Lola geschwängert und mit HIV infiziert wurde. Außerdem nimmt Manuela Kontakt auf zur Diva Huma Rojo und deren drogensüchtiger Geliebter Nina. Manuela wird Garderobenfrau von Huma Rojo, zu der sie rasch eine tiefe Freundschaft entwickelt, und beim Kümmern um ihre Ersatzfamilie wird sie so in Atem gehalten, dass ihr für Trauer keine Zeit mehr bleibt.

Am Ende des Regenbogens
Dokumentation (D/F 2005)
Welchen Einfluss haben die großen gesellschaftlichen und politischen Themen auf die Situation von Schwulen und Lesben in Europa? Neu aufkommende religiöse Fundamentalismen, die Neudefinierung von Menschenrechten, Asylbegehren und Rechtsradikalismus stellen sie vor komplexe Probleme. Der Engländer Jeremy Hooke versucht, seinen weißrussischen Freund Vadim, der wegen seiner Verfolgung als Homosexueller Asyl in Großbritannien beantragt hat, vergeblich vor der Abschiebung zu bewahren. Peter Tatchell und Brett Lock von “Outrage” stehen Jeremy zur Seite. In ihren Aktionen anlässlich der Hochzeit von Camilla und Prince Charles in Windsor und vor der Westminster Cathedral nach dem Tod des Papstes versuchen sie, auf das Verbot der Homoehe in England und auf die antihomosexuelle Politik des Vatikans aufmerksam zu machen. Währenddessen will Stephen Barris mit Gesinnungsgenossen aus der ganzen Welt in Genf vor der versammelten UN-Kommission für eine Festschreibung des Rechts auf den weltweiten Schutz Homosexueller kämpfen. Der Libanese Ghassan Makkarem stellt am gleichen Ort die erste schwul-lesbische Zeitschrift für den arabischen Raum vor, während der in London lebende und gläubige Pakistaner Adnan Ali offen gegen Imame spricht, die Todesdrohungen gegen Schwule befürworten. In Amsterdam sind Jeroen und Sander nach Übergriffen von arabischen Jugendlichen in ein anderes Viertel gezogen. Seit dem Tod des Filmemachers Theo van Gogh hat sich die Atmosphäre in der einstigen “Gay-Capital” Europas verschärft. In Krakau nimmt Stephen Barris am Festival der polnischen “Kampagne gegen Homophobie” teil. Die lesbische Polin Beata besucht mit einer Gruppe zum fünften Mal Auschwitz. Die Homosexuellen laden sich zur Feier anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers selbst ein, man hatte keinen ihrer Vertreter gebeten zu kommen. Während Beata ein Interview in einem Café in Krakau gibt, begrüßen sie Jugendliche mit dem Hitlergruss. Am Rande des Eurovision-Songcontests in Kiew trifft sich Jeremy mit seinem abgeschobenen Freund Vadim, der aus Minsk in die Ukraine reisen durfte – für eine knappe Woche. Fünf Tage bleiben ihnen für ihr Wiedersehen, für Nähe und Zärtlichkeit. Doch ihre gemeinsame Zukunft bleibt weiter ungewiss. Die Autoren Christian Jentzsch und Jochen Hick stellen die Situation von Lesben und Schwulen in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise dar. Für seinen Dokumentarfilm über die Situation von Schwulen im ländlichen Schwaben “Ich kenn keinen – Allein unter Heteros” erhielt Jochen Hick 2003 auf der Berlinale den Teddy Award für die beste schwul-lesbische Dokumentation des Jahres.

Anders als die anderen
Psychodrama (USA 1956)
Der pubertierende Schüler Tom Lee wird von den Altersgenossen im Neuengland-Internat wegen seiner homosexuellen Neigung gehänselt und in die Isolation get rieben. Nur zu Laura, der Frau des Schulleiters Bill Reynolds, empfindet er Zuneigung. Als das vertraute Verhältnis der beiden bekannt wird, wird der als “Zimperlieschen” Verspottete vollends zum Außenseiter. Lauras Versuche, bei ihrem Mann um Verständnis zu werben, scheitern. Bill hat Toms Vater Herbert nämlich versprochen, einen “richtigen” Mann aus Tom zu machen. Tom versucht schließlich, den anderen Jungs mit der Bardame Elly zu imponieren, blitzt aber bei ihr ab. Laura verhindert seinen Selbstmord, indem sie sich ihm hingibt. Daran zerbricht ihre Ehe; Tom aber wird heterosexuell und später ein berühmter Schriftsteller.

anders Trend
Trendmagazin
Die Themen u.a.: – Ekel vor Homo-Küssen – Schwulenfeindlichkeit nimmt zu – Zum Lachen in den Keller – Schwule Comedy mit Thomas Hermanns – Schwule andersrum – Heterosex nicht ausgeschlossen Ekel vor Homo-Küssen – Schwulenfeindlichkeit nimmt zu: In der aktuellen Studie ‘Deutsche Zustände’ des Bielefelder Konflikt- und Gewaltforschers Wilhelm Heitmeyer gaben 37,5 Prozent der Befragten an, sie fänden es ekelhaft, wenn Schwule sich küssten. Diese Zahl steigt seit 2002. Einer der Gründe für den gefährlichen Trend: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten nehmen soziale Spannungen und Ausgrenzung von Minderheiten generell zu. Von der Pöbelei auf der Straße über den homophoben Hausbesitzer bis hin zur handfesten Gewalt: anders TREND zeigt, wo es Diskriminierung gibt. Und wir gehen auf die Straße um zu testen, was die Leute wirklich über Schwule denken.

Andersrum
Komödie (D 2005)
Homo-Komödie mit Heiner Lauterbach, Mark Keller, Heinz Hoenig und Rolf Zacher. Keller bekommt in “Andersrum” von seinen schwulen Zieheltern (Hoenig und Zacher) vor allem tuntiges Benehmen beigebracht. Macho Toni alias Lauterbach soll ihm dabei helfen, ein Frauenliebhaber zu werden. Aber Lauterbach wacht schon weniger später selbst im Bett neben Keller auf.

andersTrend
Aktuelle Themen: Neues Jahr – neuer Look!, ab heute im neuen Design!; “Ich wehre mich!”: “Sie traten und schlugen uns bewusstlos!” berichten zwei Opfer homophober Gewalt. Die beiden Schwulen wurden krankenhausreif geprügelt, weil sie Hand in Hand über ein Straßenfest gingen. Kein Einzelfall: Gewalttaten gegen Schwule nehmen alarmierend zu. In Berlin waren im Oktober bereits deutlich mehr Übergriffe gemeldet worden als im gesamten letzten Jahr. Und viele Opfer erstatten nicht einmal Anzeige – aus Angst vor weiterer Diskriminierung; Schockierende Bilder, schwulen Männern erklärt, wie man sich am besten schützt; Der Punk geht ab!: Homo-Punks wollen nichts mit schwulem Mainstream zu tun haben. Körperkult, Konsum und Anpassung sind ihnen verhasst. Sie leben fernab von der klassischen Homo-Szene in einer eigenen Welt – mit harter Musik und bunten Haaren; Dort, wo der Punk abgeht, ein außergewöhnliches Liebespaar; “Paulchens Welt – Szene von unten”: Ein neuer Außenreporter – mit vier Beinen! Frisch in die Pubertät gekommen, macht Labrador Paul sich auf, die schwule Welt zu entdecken. Darüber hat er schon so viel gehört – von Herrchen Frank Lukas und den anderen; Immer wieder gelingt es dem jungen Redaktionshund auszubüxen und das Nachtleben unsicher zu machen. Paulchen dringt dabei in Welten vor, die nie zuvor ein Hund gesehen hat – und findet es zum Knurren, Jaulen und Hecheln.

Andrés Mutter
Drama (USA 1996)
An einer Trauerfeier für den an Aids gestorbenen Schauspieler André hält dessen Mutter Catherine Rückschau. Die Homosexualität ihres Sohnes machte der konservativen Texanerin immer zu schaffen; sie wollte auch nie allzu viel über sein Privat- und Liebesleben erfahren. Catherines Mutter ist nicht nur von André, sondern auch von Catherine enttäuscht; sie habe in ihrem Leben nie etwas Lobenswertes getan. Andrés Lover Cal versucht verzweifelt, Catherine klarzumachen, wie sehr er André geliebt hat und dass auch er ein Recht auf Trauer hat. An einer Zeremonie, in welcher Andrés Freunde von ihm Abschied nehmen, kommt es zur klärenden Konfrontation zwischen Lover und Mutter.

Another Country
Drama (GB 1984) mit Rupert Everett
Der junge Adelige Guy gibt sich in den 30er Jahren an einer britischen Eliteschule unkonventionell und bekennt sich offen zu seiner Homosexualität. Faszinierender, auf einem wahren Fall beruhender Film über Enge und Arroganz im System der britischen Upper-Class-Erziehung. Der junge Adelige Guy Bennett ist Schüler an einem englischen Eliteinternat. Sein erklärtes Ziel ist es, im nächsten Jahr zu den so genannten Lords zu gehören, die in der strengen Hierarchie der Schule das höchste Ansehen genießen. Die Aufnahme in diesen elitären Kreis von Schülern kann der erste Schritt einer großen Karriere sein. Guy möchte im auswärtigen Dienst tätig werden, nach Möglichkeit sogar als Botschafter in Frankreich arbeiten. Doch Guy gilt, ebenso wie sein Freund Tommy Judd, als Außenseiter. Wirklich problematisch wird die Situation, als Guy sich in seinen Mitschüler James Harcourt verliebt und eine zarte Romanze beginnt. Zwar gehören homosexuelle Beziehungen an der Schule, an der nur junge Männer zugelassen werden, zum Alltag, es ist aber dennoch ein Thema über das nicht gesprochen wird und das auf gar keinen Fall öffentlich werden sollte. Harte Strafen bis hin zum Schulverweis wären die Folge. Die Warnungen seines besten Freundes, der sich selbst mit seinen marxistischen Überzeugungen längst vom Establishment abgewandt hat, nimmt Guy nicht weiter ernst. Zunächst scheint alles noch nach Plan zu gehen, und Guys Chancen, nach den Ferien als Lord an die Schule zurückzukehren, stehen nicht schlecht. Doch als Guy eines Tages eine kleine Notiz durch einen jüngeren Schüler an James senden möchte, kommt es zum Eklat. Fowler, einer der Lords und ein erklärter Feind Guy Bennetts, fängt das Schreiben ab – und hat nun endlich einen handfesten Beweis dafür, dass Guy auf gar keinen Fall in den Kreis der Lords passt. Welche Folgen dies für Bennett und seinen weiteren Lebensweg hat, ist ihm gleichgültig. Da ein Doppelleben für ihn nicht denkbar ist, er offen zu seiner Homosexualität stehen und sich nicht mit den Zwängen der britischen Gesellschaft abfinden möchte, beschließt er sich zu rächen: 1955 wandert er in die UdSSR aus und wird zu einem Top-Spion des KGB.

Antonias Welt
Familiensaga (B/GB/NL 1995)
Noch vor dem Aufstehen weiß Antonia, dass sie heute sterben wird, doch nicht bevor sie nicht ihre Lebensgeschichte erzählt hat. Nach dem 2. Weltkrieg kehrt die damals 40jährige Antonia mit ihrer Tochter Danielle (aber ohne Ehemann) in ihren Geburtsort zurück, um ihre Mutter zu begraben. Die beiden bewirtschaften gemeinsam den Hof und schon bald wird dieser Tummelplatz für alle Außenseiter des Ortes. Vorurteile kennt man dort nicht und so steht Antonia ihrer Tochter helfend zur Seite, als sich diese entscheidet, ein Kind zu bekommen und ein geeigneter Samenspender gefunden werden muß. Jahre später als ihre äußerst begabte Tochter zur Grundschule geht, verliebt sich Danielle in deren Lehrerin. Die lesbische Feministin Marleen Gorris beschreibt in diesem Film auf humorvolle Art und Weise ihre Utopie einer matriarchalischen Gesellschaft, in der jede so leben kann, wie es ihr gefällt. Männer sind auch geduldet, doch müssen sie die Gesetze des Matriarchats akzeptieren. Es ist eine moderne Märchenwelt, die sich dem Zuschauer auftut und nur manchmal stört die fragmentarische Erzählweise und die Offstimme, die den Fluß des Filmes unterbrechen.

Armistead Maupins’ Noch mehr Stadtgeschichten
Literaturverfilmung (USA/CDN 2001)
Fünf Jahre nach dem Ende der zweiten Staffel der “Stadtgeschichten” ist die eingeschworene Wohngemeinschaft an San Franciscos Barbary Lane 28 immer noch dort ansässig. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 1981. Während “Mouse” (Paul Hopkins) seiner verga ngenen Liebe, dem stattlichen Arzt Dr. Jon Fielding (Bill Campbell), nachtrauert, will sich die ehrgeizige Mary Ann (Laura Linney) nicht mit biederen Basteltipps im Tagesfernsehen zufrieden geben. Sie träumt vielmehr von einer Karriere als Nachrichtenreporterin. Ein erster Schritt in diese Richtung sind ihre Recherchen im Zusammenhang mit dem Massenselbstmord der Sekte von Jim Jones (Henry Czerny) im südamerikanischen Guyana. Dass der umstrittene Anführer dabei nicht ums Leben kam, kann Dede (Barbara Garrick) bezeugen, die – wie von den Toten auferstanden – heil aus Südamerika zurückkehrt. Als Informantin lebt sie mit ihren beiden Kindern freilich in ständiger Angst vor der Entdeckung und Bestrafung durch Jones. Um einiges entspannter g eht es bei “Mouse” zu und her: An einer Pool-Party mit einer Menge knackiger Boys, Joints und einem überraschenden Tête-à-tête lernt er beinahe Nancy Reagan kennen. Überrascht ist auch Mrs. Madrigal (Olympia Dukakis), als ihre Mutter (Jackie Burroughs) wieder auftaucht und in einer Gassenküche gemeinnützige Arbeit leistet. Für den dortigen Leiter (John McMartin) entwickelt Mrs. Madrigal in der Folge zärtliche Gefühle, was ihrer Mutter gar nicht recht ist. Die Fortsetzung und vorläufig letzte Episode der “Stadtgeschichten” zeigt SF1 am kommenden Donnerstag, 26. August, wieder um 23.00 Uhr.

Armistead Maupin’s Stadtgeschichten
Literaturverfilmung (GB 1993)
San Francisco Mitte der 70er-Jahre. Schwule, Hippies, Pazifisten und Freigeister aller Art bevölkern die liberalste Stadt der USA. Viele junge Leute aus ganz Amerika zieht es in die schillernde Metropole, die Hauptstadt von “love and peace”. Auch Mary Ann Singleton aus Cleveland setzt scheu einen Fuss auf das heisse Pflaster – und verfällt hoffnungslos dem Reiz dieser aussergewöhnlichen Stadt. Ihre Abenteuer schildert der amerikanische Autor Armistead Maupin in seinen schon längst zu Kultromanen gewordenen “Tales of the City” – lebendig und mit viel Humor. 1993 hat der englische Fernsehsender Channel 4 den ersten von sechs Bänden für den Bildschirm adaptiert. 1998 folgte mit “More Tales of the City” Band zwei und 2001 wurde mit “Further Tales of the City” der dritte Band verfilmt. SF DRS zeigt in den kommenden Wochen alle bisher produzierten Folgen, einige davon als deutschsprachige Fernsehpremiere

Auch Männer mögens
Komödie (F 1995)
Der Bankangestellte Adrien, der seine Homosexualität am Arbeitsplatz stets verborgen hat, wird zu einem Geschäftsessen bei seinem Chef Alexandre eingeladen. Um den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu entsprechen, bittet er seine Freundin Eva, die brave Gattin zu spielen. Doch die exzentrische Besitzerin der schwulen Szenekneipe “Chez Eva” schockiert mit ihren spitzen Bemerkungen nicht nur die konservative Essensgesellschaft, sie verdreht auch dem Chef Alexandre gehörig den Kopf. Alexandre will Eva wieder sehen und landet in ihrem Lokal, wo die Gäste ihn für einen neuen homosexuellen Gast halten. Alexandres Frau Marie glaubt, ihr Mann habe sein spätes “Coming Out”. Um ihn nicht zu verlieren, gibt sie sich übermässig tolerant und veranstaltet rauschende Szenefeste.

Aus heiterem Himmel
Roadmovie (ARG 2002)
Neues argentinisches Kino: Marcia ist Verkäuferin in einem Dessous-Geschäft in Buenos Aires. Sie langweilt sich, sie hat keinen Freund und sie hat Übergewicht. Ihr Leben ändert sich, als sie eines Tages von zwei jungen Punk-Lesben angemacht wird: zuerst ist sie schockiert von der direkten Konfrontation mit Sex, Diebstählen, mit einem chaotischen Leben. Aber sie ist auch fasziniert von dieser fremden Welt. Was zuerst wie eine Entführung ausgesehen hat, wird zu einer Reise zu dritt in die argentinische Provinz und vor allem zu einer Reise zu ganz neuen Erfahrungen und Erlebnissen. Und eine Rückkehr in Marcias früheren Alltag rückt in immer weitere Ferne… Der seltsame Ausflug endet schliesslich in einem Haus, in dem Lenins Tante und ein Rentnerpaar leben: Felipe und Delia. Argwohn und Misstrauen, die ursprünglich zwischen den sechs Personen vorherrschen, lösen sich nach und nach in Luft auf, um wie durch Zauberkraft Gefühlen wie Komplizität und Zärtlichkeit Platz zu machen. Aber um das Eis zu brechen, muss man den Tod besiegen… Der Film ist ein Loblied auf das Risiko und das Abenteuer sowie darauf, die Masken fallen zu lassen, die uns von den anderen trennen. Dieser Aufbruchstimmung entspricht eine Erzählstruktur, die sich vom Zufall, von der Absurdität und der Willkür leiten lässt und zwischen Bedächtigkeit und Beschleunigung abwechselt. So gelingt es Diego Lerman – wie Wim Wenders oder Jim Jarmusch – die widersprüchlichen Zeitfolgen sichtbar zu machen, die der Suche eigen sind.

Aus Liebe zu Tom
Melodram (D 2003)
Der 11-jährige Tom lebt glücklich mit seinen Vätern Wolfgang und Steff. Dann taucht Maren auf, Toms leibliche Mutter. Als sie um das Sorgerecht prozessiert, beginnen die Medien eine Hetzkampagne gegen die schwulen Väter. Der Richter spricht Maren das Sorgerecht zu

Ausgerechnet zu Weihnachten
Fernsehfilm (F 2002)
Kurz vor Weihnachten: Jacqueline, um die 50 und verwitwet, steckt mitten in den Vorbereitungen für das Fest, das sie im Kreis ihrer drei bereits erwachsenen Kinder auf ihrem Landhaus feiern möchte. Seit vier Jahren ist sie mit Maxime befreundet, der sie nun endlich heiraten will. Nach und nach treffen die Kinder ein, jedes mit eigenen Sorgen belastet: Der älteste Sohn Gauthier hat Streit mit Ehefrau Christine, der jüngere Sohn Sylvain ist homosexuell und traut sich nicht, der Familie seinen Freund vorzustellen. Tochter Stéphanie und ihr Freund haben sich getrennt. Aber da Stéphanie an Weihnachten nicht ohne Begleitung kommen will, bringt sie ihren Studienkameraden Antoine mit nach Hause. Schon nach der ersten Wiedersehensfreude kommen verdrängte Familiengeheimnisse und Konflikte zum Vorschein. Obendrein muss Jacqueline erkennen, dass sie Maxime für eine Heirat nicht genug liebt. Statt dessen fühlt sie sich dem alten Familienfreund Joachim stärker verbunden als bisher angenommen. Als auch noch Silvains Freund John auftaucht, bricht für Jacqueline die heile Welt endgültig zusammen.

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B

von Andreas Blum

B. Monkey
Thriller (USA/I/GB 1998)
Eigentlich heißt sie Beatrice, doch in den Straßen von London ist sie als furchtloses Bandenmitglied “B. Monkey” bekannt. Sie überfällt zusammen mit zwei Freunden nachts Juwelierläden. Eines Tages lernt sie den stillen Schullehrer Alan kennen, der sich in sie verliebt. Gemeinsam mit ihm will “B. Monkey” ein neues Leben beginnen – doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Eines Tages tauchen überraschend Beatrices Ex-Komplizen auf: der dekadente Paul (Rupert Everett) und sein Freund und Lover, der drogensüchtige, unberechenbare Psychopath Bruno (Jonathan Rhys Meyers).

Beautiful Thing – Die erste Liebe
Liebesfilm (GB 1996)
Liebesfilm der die Geschichte der beiden 16-jährigen Arbeiterklasse- Jungs, die in einer trostlosen Vorstadtsiedlung in chaotischen Familienverhältnissen leben, schildert. Die ersten zärtlichen Berührungen, das erste, gestammelte Liebesgeständnis, die Entdeckung der Homosexualität durch das Nachbarsmädchen und der Mutter, die Auseinandersetzung zwischen Mutter und Sohn und schließlich das überraschende Ende sind packend und anrührend gezeigt. Jamie, der Außenseiter, mag keinen Fußball und hat ein Auge auf seinen Klassenkameraden Steven geworfen, der auch noch in der Wohnung nebenan wohnt. Der muß sich erst von seinen tumben Hetero-Kumpels abnabeln, bevor das schwule Glück seinen Lauf nehmen kann.

Beefcake
Dokumentation (CDN/F/GB 1999)
Der Film erzählt die Geschichte des Fotografen Bob Mizer. Er gründete in den 40er Jahren das amerikanische Männer-Magazin “Athletic Model Guild”. Die Bilder nackter und fast nackter Männer führten zu zahlreichen Prozessen. Die Vereinigten Staaten in den 40er Jahren: In einem erstaunlichen Anwesen amüsieren sich (fast) nackte Männer am Swimmingpool – eine für das Fotomagazin “Athletic Model Guild” typische Szenerie. Denn in dem von Bob Mizer gegründeten Blatt werden ausschließlich nackte oder fast nackte Männer abgebildet. In den meisten Fällen ging es Bob Mizer darum, der amerikanischen Jugend ein Ideal von Fitness und Gesundheit zu vermitteln. Homoerotische Intentionen lagen seinem Magazin fern. Dennoch wurden Prozesse angestrengt, und es kam zu einer Hexenjagd auf die als anrüchig empfundenen Model-Guild-Fotografen. Die ehemaligen Mizer-Models Jack Lalane, Joe D’Allessandro und Wayne Stanley berichten über ihre persönlichen Erfahrungen. Anhand von Archivaufnahmen und Fiction-Szenen zeichnet der Film die Geschichte eines Mannes und einer Epoche nach.

Bent – Rosa Winkel
Drama (GB 1997)
Zu Beginn des Filmes finden wir uns in dem schwulen Nachtclub von Greta, inmitten ausgelassener Stimmung, die schon fast in eine Orgie übergeht. Mit dabei: der Tänzer Rudi – Max’ Freund – und ein junger SA-Offizier, der als Dessert mit zu Max und Rudi in die Wohnung genommen wird. Es ist die Nacht der Röhm-Putsches, die Nacht der langen Messer. Und so trampeln die Stiefel der SS ins Leben der drei Schwulen; der Offizier wird sofort getötet und die beiden anderen können fliehen. Über ein Jahr hinweg fristen sie ein Leben im Untergrund. Onkel Freddie versorgt sie mit dem nötigsten. Der Wunsch nach Ausreise aus Nazi-Deutschland ist nicht erfüllbar. Schließlich fallen sie in die Hände der Schergen und werden in einem Transportwaggon ins Konzentrationslager gebracht. Unterwegs verleugnet Max seinen Freund Rudi, damit er nicht als Homosexueller enttarnt wird. Die Schwulen tragen als Kennzeichen einen rosa Winkel; sie stellen die niedrigste Kaste in einem KZ. Max will üb erleben, um jeden Preis. Er “verbiegt” sich – daher wohl auch der Filmtitel – und wird so zum Juden. Noch während des Transportes wird sein Freund gefoltert und ermordet. Im KZ freundet er sich mit Horst an, den er schon im Waggon kennengelernt hat. Er arrangiert, dass sie die Tage zusammen verbringen können; beim Steine schleppen. Steine von einem Haufen auf den anderen und wieder zurück zu tragen ist ihre monatelange, täglich Beschäftigung. Die soll sie zermürben und in den Wahnsinn treiben. Doch die beiden kämpfen dagegen an. U.a. auch mit einer “unberührten” Sex-Szene. Telefon-Sex ohne Telefon, sozusagen. Ihre Nische wird zerstört, als ein Wachoffizier den “Perversen” unter Waffengewalt auffordert, in den Elektrozaun zu gehen und als er sich weigert, ihn erschießen lässt. Die Sinnlosigkeit des Todes seines neuen Freundes lässt auch Max verzweifeln und seine Anpassung vergessen und er entschließt sich zu einem letzten Signal…

Besser gehts nicht
Komödie (USA 1997)
Jack Nicholson spielt den “leicht paranoiden” Schriftsteller und dazu noch ein rechtes Ekelpaket und Hundehasser. Simon ,der schwule Nachbar ist ein ziemlicher Pechvogel und Hundebesitzer dazu. Und eben über diesen Hund, der übrigens göttliche Szenen hat, kommen die beiden Pole zueinander…

Besuch aus Sizilien
(F 2000)
Thomas (Pierre-Loup Rajot) staunt nicht schlecht, als nach 15 Jahren Gianni, Salvo und Antonio vor seiner Pariser Wohnungstür stehen. Die alten Kumpel aus Sizilien sind gekommen, um Thomas vom plötzlichen Tod eines gemeinsamen Freundes zu unterrichten. Die drei mediterranen Machos kommen reichlich ungelegen. Sie ahnen nicht, dass Thomas homosexuell und an AIDS erkrankt ist. Mit seiner abweisenden Art stößt Thomas den aufrichtig herzlichen Provinzlern gründlich vor den Kopf. Aber so leicht lassen die sich nicht abwimmeln. Denn Thomas schuldet ihnen noch etwas… Das unaufdringliche Drama besticht durch seine vielschichtige, unsentimentale Auseinandersetzung mit AIDS, Homosexualität und Freundschaft.

Better Than Chocolate
Komödie (CDN 1999)
Maggie, die sich in Montreal ein unabhängiges Leben aufgebaut hat, bekommt Besuch von ihrer konservativen Mutter Lila und ihrem Bruder, die nach der Scheidung auf der Straße stehen. Maggies Mutter hat nie erfahren, daß ihre Tochter lesbisch ist und hält deren Buchladen mit dem Namen “10 Prozent” für einen Discount-Shop. Gemeint ist aber der gesellschaftliche Anteil lesbischer Frauen. Als die Mutter auch noch einen Karton mit Sexspielzeug unter Maggies Bett findet, stürzt für sie zunächst eine Welt ein. Allmählich aber nähern sich die beiden Denkweisen der Heteros und Homos an. Am Ende singt Lila sogar bei der Benefiz-Party des Buchladens “10 Prozent”, Maggie reist mit ihrer Freundin Kim per Wohnmobil durch das Land und sie schreibt ei n Buch mit dem Titel: Better Than Chocolate.

Bewegte Männer
Sitcom „Ein Mann im Schrank“
Alice, die zu Schulzeiten wegen ihres Übergewichts und ihrer Zahnspange von Axel malträtiert wurde, hat sich zu einer sehr begehrenswerten Frau entwickelt. Als er Norbert davon erzählt, missversteht der das und glaubt, Axel begehre ihn. Als Norbert daher aufwändig eine Liebesnacht für Axel und sich inszeniert, kommt es für Alice zu einem Déjà-vu-Erlebnis … Die Verfilmung des Ralf-König-Comics „Der bewegte Mann“ lockte 1994 über sechs Millionen Menschen in die deutschen Kinos. Die Geschichte von Axel, Norbert, Waltraud und Doro wird nun von Sat.1 in erst mal 13 Folgen weitergesponnen: Man stelle sich vor, Doro wäre nicht schwanger geworden und Axel lebte nicht nur für ein paar Tage beim schwulen Norbert, sondern zöge dauerhaft bei ihm ein. Die hetero-schwule Männer-WG birgt natürlich einigen Zündstoff, auch durch Dauergast Waltraud, die eigentlich Walter heißt und von Victor Schefé gespielt wird. In Gastrollen u. a. Iris Berben (Sohn Oliver produziert „Bewegte Männer“), Ingrid Steeger, Ralf Bauer oder Thomas Heinze.

Bewegte Männer
13 neue Folgen der Schwulensitcom “Einer zu viel im Bett”
Irrtümlicherweise glaubt Axel, Doro habe sich neu in ihn verliebt, denn ihr Tagebuch, in dem Axel heimlich liest, bestätigt das. Was er nicht weiß: Das Tagebuch, in dem steht, Doro träume davon, dass Axel nachts unaufgefordert in ihr Bett kommt, ist bereits sechs Jahre alt. Und so taucht er tatsächlich in Doros Bett auf – darin liegt aber nicht nur Doro, sondern auch deren aktuelle Flamme Patrick …

Billy Elliot – I Will Dance
Tanzdrama (GB 2000)
Gegen den Willen seines Vaters lebt der elfjährige Billy seinen Traum und nimmt Tanzunterricht. Herzerwärmender Filmerstling von “The Hours”-Regisseur Stephen Daldry. Als sich die Boxschule mit der Ballettgruppe im nordenglischen Durham die Halle teilen muss, entdeckt der elfjährige Billy seine Leidenschaft für den Tanz. Unterstützt von der Tanzlehrerin beginnt er zu trainieren – heimlich, denn für Vater und Bruder ist Ballett bloss etwas für Weichlinge und Mädchen. In Stephen Daldrys bittersüssem Filmdebüt “Billy Elliot – I Will Dance” tanzte sich der 14-jährige Jamie Bell weltweit in die Herzen des Publikums.

Bloodbrothers
Drama (USA 1977) mit Richard Gere
Dieser zeitlose Film enthält einen schwulen Touch, welcher Teil der Handlung ist. Er handelt von einer Gruppe machomässiger Freunde, die sich alle mit dem Problem herumschlagen, herauszufinden, wer sie sind und was sie mitdem härtesten Macho unter ihnen, Stoney, anfangen sollen, damit dieser seine wahre Identität findet. Unter all diesen Machos findet sich ein Barkeeper,der seinen schwulen Sohn Paulie vor drei Jahren aus dem Haus geworfen hat,als er herausfand, dass sein Sohn ein “Schwuler” ist. Paulie fand zu seinem Leben, ohne dem Hass seines Vaters ausgesetzt zu sein. Stoneys Onkel Chubby glaubt, dass der Barkeeper doch bereut, seinen Sohn aus dem Haus geworfen zu haben und dass Paulie und er die Sache wieder ins rechte Lot rücken sollten. Deshalb geht er zu Paulie, um ihn zur Rückkehr in sein Elternhaus zu einer Überraschungsparty zu bewegen.

Boat Trip
Komödie (USA/D 2002)
Jerry ist verzweifelt, nachdem ihn seine Partnerin verlassen hat. Sein bester Freund Nick schlägt ihm eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner voller Single-Frauen vor. Dummerweise müssen Jerry und Nick auf hoher See feststellen, dass ihnen bei der Buchung ein klitzekleiner Fehler unterlaufen ist: Auf dem Schiff befinden sich statt scharfer, williger Mädchen ausschliesslich schwule Männer.

Bob and Rose
Drama (GB 2001) Folge 1/6
Rose ist nicht mehr ganz jung und hat einen Freund, als sie dem Lehrer Bob begegnet. Bob gefällt ihr, denn er ist feinfühlig und witzig. Und, wie Rose feststellen muss, schwul. Aber damit ist die Sache nicht zu Ende. Russell T Davies, der Schöpfer der Serie “Queer As Folk”, legt mit “Bob and Rose” eine ganz andere, aber nicht minder unterhaltsame Geschichte über Schwulsein und Liebe vor. Unter der Regie von Julian Farino verkörpern Alan Davies und Lesley Sharp das “unmögliche” Paar Bob und Rose.

Bobby
Drama (D 2001)
“Sie ist jetzt ein Stern”, davon ist Bobby Kustermann überzeugt, als seine Mutter Benita an ihrem 60. Geburtstag stirbt. Bobby trifft der Verlust besonders hart; denn er leidet am Downsyndrom und hat nun seine Bezugsperson verloren. Wer wird nun Benitas Stelle einnehmen? Bobbys Bruder Jojo oder seine Schwester Hanni? Jojo, der schwul ist, wollte nie auf Familie machen. – Der Film erzählt die wahre Geschichte von Bobby, dessen Bruder sich durch alle Instanzen kämpfen musste, um – das Sorgerecht für seinen Bruder zu bekommen, das er jetzt gemeinsam mit seinem Lebenspartner ausübt.

Boogie Nights
Tragikomödie (USA 1997)
Marky Mark Wahlberg als Porno-Star. Schwule, feuchte Träume werden wahr! Aber nur im Film und eben nicht im richtigen Leben. Wenigstens da; immerhin. Das ehemalige Calvin-Klein-Unterhosen-Model zeigt sich von seiner “besten Seite”: nackt. Er mimt den Pornostar Eddie Adams an der Seite von Burt Reynolds und Philip Seymour Hoffman. Allerdings sind die 33 Zentimeter nicht echt. Marks markiger Marky erfüllte nicht die Anforderung und musste durch eine Prothese gedoubelt werden… Wer hätt’s gedacht?! In Nebenhandlungen kommen auch Schwule vor; z.B. der Ton-Ingenieur, der sich in Dirk verknallt und ihn im Suff auch einmal küsst. Dann noch die obligatorischen Schwulen-Ticker, die sich an Dirk vergreifen, fälschlicherweise.

Bound – Gefesselt
Thriller (USA 1996)
Im fulminanten Regie-Erstling der Macher von “Matrix” legen Jennifer Tilly und Gina Gershon als Lesben-Paar die Mafia herein. Ein Feuerwerk an Spannung, Humor und Erotik.Die Gangsterbraut Violet verliebt sich in ihre neue Nachbarin Corky. Die beiden Frauen haben eine heisse Affäre und fassen schliesslich den gefährlichen Plan, Violets Liebhaber und seine Mafia-Partner zu bestehlen. Das furiose Erstlingswerk “Bound – Gefesselt” der “Matrix”-Brüder Wachowski ist ein wunderbar gestylter Thriller, voller Humor, Erotik und überraschender Wendungen.

Boys Don’t Cry
Drama (USA 1999)
Eine junge Frau ohne festen Wohnsitz und Job gibt sich als Mann aus, um sich mit Frauen auf schnelle Affären einlassen zu können, da im amerikanischen Mittelwesten lesbische Liebe noch weitgehend verpönt ist. Als sie sich in eine Frau verliebt, lässt sie sich auch auf deren soziales Umfeld ein. Es gelingt ihr, alle zu narren, doch als der Betrug auffliegt, rächt man sich grausam an ihr. Debütfilm, der sehr genau versucht, die authentischen Ereignisse, die der Geschichte zugrunde liegen, nachzuerzählen.

Brille mit Goldrand
Drama (F/I 1987)
Brille mit Goldrand ist ein dramatischer Film um die Liebe eines älteren Professors zu einem jungen Schnösel (Rupert Everett), der nur seinen Vorteil sucht und seinen Liebhaber in schwierigen Zeiten schmählich im Stich läßt…

Kategorie: Archiv mit schullebsischen Spielfilmen | Kommentieren »

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von Andreas Blum

Cabarat
Musicalfilm (USA 1972)
Cabaret – der Klassiker mit Liza Minelli & Michael York, der den Bisexuellen spielt. Daneben auch noch bekannte Größen wie: Fritz Wepper und Helen Vita. Eindrucksvoller Klassiker mit brillant choreographierten Cabaret-Nummern, der mit acht ‘Oscars’ ausgezeichnet wurde.

Can I Be Your Bratwurst, Please?
Erotikreihe (D 2000) von Rosa von Praunheim.
Pornostar Jeff Stryker einmal in einer richtig anspruchsvollen Rolle . Dessen einschlägige Filmbiographie ist zwar inzwischen so lang wie sein bestes Stück (das uns Praunheim natürlich nicht vorenthält!), aber eine menschliche Bratwurst hat Stryker wohl noch nie gespielt: Weckt er doch als attraktiver Gast in einem schillernden Hollywood-Motel die im wahrsten Sinne fleischlichen Gelüste der Bewohner.

Caravaggio
Künstlerporträt (GB 1986)
Der große Maler Caravaggio, der wegen seiner provozierenden Gemälde angefeindet wird, gerät in eine brisante Dreierbeziehung, die ihn schließlich sogar zum gesuchten Mörder werden lässt. – Derek Jarmans Film mit Nigel Terry, Tilda Swinton und Sean Bean beleuchtet eindrucksvoll die Hintergründe von Caravaggios künstlerischem Schaffen, in dem Homosexualität und die Erfahrung von Einsamkeit, Gewalt und Schuld zentrale Motive sind.

Carrington
Biografie (GB 1995) England 1915
Der berühmte Schriftsteller Lytton Strachey trifft bei einem Ausflug zu Virginia Woolfs Schwester Vanessa Bell die junge Malerin Dora Carrington. Der magere und bärtige Intellektuelle und die knabenhafte ungestüme Künstlerin spüren eine Wahlverwandtschaft, in ihrer ständigen Rebellion gegen die rigiden und dünkelhaften Konventionen der nach-viktorianischen Zeit. Während der homosexuelle Lytton weiter mit jungen Männern flirtet, widersteht Carrington ihren leidenschaftlichen Verehrern. Ihr Freund, der Maler Mark Gertler, wird durch ihre Ablehnung fast verrückt. Die hingebungsvolle Beziehung zwischen Carrington und Strachey irritiert auch Stracheys Freunde aus der Londoner Bohème, die sich über Carringtons Jungfernschaft amüsieren. Doch sie lässt sich weder von Gertlers Nachstellungen noch von Konventionen verunsichern und mietet mit Strachey eine idyllische Mühle. Auf Stracheys Einladung zieht einige Zeit später der attraktive Major Ralph Partridge ein. Er ist heftig in Carrington verliebt und droht, das idyllische Leben zu dritt zu sprengen. Strachey bittet Carrington, Partridge zu heiraten, um ihn zu halten. Carrington willigt ein, lässt sich aber nicht ihre sexuelle Unabhängigkeit nehmen. Als Strachey jedoch erkrankt und vor ihren Augen stirbt, gerät auch Carrington in eine tiefe Krise. Ohne ihn will auch sie nicht mehr leben.

Cattolica
Roadmovie (CH/D 2004)
“Cattolica”, der erste lange Spielfilm des Schweizers Rudolph Jula, erzählt von einer sommerlichen Reise in die Vergangenheit, die aus zwei Einzelkindern Brüder macht. Die beiden Brüder Martin und Stefan begegnen sich zum ersten Mal. Sie bemerken schnell, dass sie nicht viel gemeinsam haben – weder im Leben noch in der Liebe. Martin ist frisch geschieden, der adoptierte Stefan sucht in der Frankfurter Schwulenszene noch immer nach seiner (sexullen) Identität. Doch es gibt eine Vergangenheit, die die beiden verbindet: Die Geschichte ihrer Eltern, einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters, deren Spur sie entlang der Adriaküste führt. Stefan ist jung, schwul und geniesst das Leben. Nebenbei arbeitet er in einem trendigen Club. Eines Abends sieht er einen Unbekannten an der Theke sitzen, der ihn mustert. Stefan hält ihn für einen verheirateten Mann auf der Suche nach Abwechslung und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Das vermeintliche Abenteuer endet abrupt, als dieser Martin sich als Stefans Bruder zu erkennen gibt. Ein Brief, den Martin aus seiner Jacke zieht, bringt Stefans Welt zum Einsturz. Seine – und Martins – Mutter hat diesen kurz vor ihrem Tod geschrieben. Sie musste Stefan nach seiner Geburt zur Adoption weggeben. Seine Pflegeeltern haben ihm die Wahrheit über seine Herkunft nie erzählt. Vom leiblichen Vater ist nichts bekannt – bis auf den italienischen Namen. Auch Martin hat den Geliebten ihrer Mutter nie kennengelernt. Er will nach Italien fahren, um ihn zu suchen. Stefan lässt sich nicht abwimmeln – er fährt mit. Unterwegs wird klar, dass die beiden Brüder nichts gemeinsam haben – ausser die Eltern. Ohne viel Worte, das Gaspedal durchgedrückt, braust Martin in Richtung Süden. Eine Reise in die Vergangenheit. Mit “Cattolica” kommt der erste Spielfilm des Schweizer Regisseurs Rudolph Jula in die Kinos. Er wurde 1965 als Sohn eines italienischen Vaters und einer Schweizer Mutter geboren. Von 1993 bis 1998 absolvierte Jula ein Regie- und Drehbuchstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Sein Abschlussfilm “Drei Wünsche” wurde mit dem Deutschen Bundeskurzfilmpreis ausgezeichnet. Für das Drehbuch zu “Cattolica” erhielt er 2004 den Geneve Europe Award.

Cavemans Valentine – Tod eines Engels
Mystherithriller (USA 2001)
Der einst gefeierte Klaviervirtuose Romulus Ledbetter (Samuel L. Jackson) lebt als paranoider Obdachloser in einer Höhle im Central Park. Eines Tages entdeckt er die Leiche eines jungen Mannes. Die Polizei glaubt an einen Unfall, doch Romulus vermutet ein Verbrechen. Da ihn niemand ernst nimmt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Es glaubt ihm niemand, dass die von ihm entdeckte Leiche ein Mordopfer ist und der Täter ein schwuler Starfotograf. ist- Spannende Komposition aus Krimi und Selbstfindungsdrama, von Samuel L. Jackson mit viel Leidenschaft dargestellt

Chasing Amy – aus, vorbei, nie wieder
Beziehungskomödie (USA 1996)
Holden (Ben Affleck) und Banky (Jason Lee) – seit Kindesbeinen eng befreundet – haben gemeinsam eine Reihe Comics kreiert und sind auf dem besten Weg, zu Stars der Branche aufzusteigen. Da lernt Holden bei einem Vortrag Alyssa (Joey Lauren Adams) kennen. Die selbstbewusste blonde Alyssa ist nicht nur attraktiv und intelligent, sie hat auch den gleichen Sinn für Humor. Bald ist Holden über beide Ohren verliebt. Weder Bankys Plädoyer für das Single-Dasein, noch die Tatsache, dass Alyssa eine Lesbe ist, halten Holden davon ab, sich weiter mit ihr zu treffen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, die Banky mit Besorgnis, Eifersucht und Argwohn beobachtet. Während Alyssa von den Vorteilen einer rein platonischen Beziehung schwärmt, gerät Holden immer heftiger in Widerstreit mit seinen Trieben. Es kommt der Tag, an dem er Alyssa mit seinen wahren Gefühlen, die alles andere als platonisch sind, konfrontiert. Ihre Reaktion übertrifft seine kühnsten Erwartungen.

Christopher Street Day in Hamburg – 11. Europride 2004
Reporter: Sebastian Günther und Frank Jahn Special Guest: Olivia Jones “EuroPride 2004″: Hamburg ist eine Woche lang Tummelplatz der Schwulen, Lesben, Transvestiten und Transsexuellen aus ganz Europa. Unter dem Dach des europäischen Christopher Street Day wird in der Hansestadt vom 4. bis 13. Juni gefeiert. Auch London, Paris, Rom und Wien waren Ausrichter dieser Veranstaltung. In diesem Jahr dabei die jüngsten Mitglieder der EU. Ein Höhepunkt ist der farbenprächtige, freche und provozierende Demonstrationszug der Anhänger des CSD. Olivia Jones, Hamburgs eindrucksvolle Drag Queen, wi rd mit den Moderatoren Sabine Doppler und Thomas Görlitzer live die buntesten Bilder und spannendsten Gespräche der Parade einfangen. Die Veranstalter erwarten 500.000 Besucher. Schwerpunkte diesmal sind die EU Osterweiterung (um den Schwulen und Lesben in den neuen Mitgliedsstaaten den Rücken zu stärken), die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe (das Bundesverfassungsgericht hat der Homoehe seinen Segen schon gegeben) und die Aidsprävention. In kurzen Einspielfilmen zeigen wir, was es bedeutet, sich in Polen als Schwuler oder als Lesbe zu outen, wie es sich in Hamburg als lesbisches Paar leben lässt und was die Menschen auf der Strasse von der Homoehe halten.

Coming In
Komödie (D 1997)
Lorenz verliebt sich in Nina und versteht die Welt nicht mehr. Ein seit seiner Jugend überzeugter Homosexueller entpuppt sich als heißblütiger Hetero. Und es beginnt ein Doppelleben mit umgekehrten Vorzeichen, denn Lorenz bringt es nicht fertig, seine neuen sexuellen Präferenzen der Schwulenszene und seinem Freund Adrian beizubringen und sich als Hetero zu outen.

Coming Out
Drama (DDR 1989)
Philipps Leben verläuft in harmonischen Bahnen. Als Lehrer ist er bei seinen Schülern beliebt, und neuerdings scheint sich zwischen ihm und seiner Kollegin Tanja eine Beziehung anzubahnen. Aber Philipps hat ein Geheimnis, das er sich selbst nicht eingestehen mag. Erst als er bei einem Travestieball Matthias trifft und sich von ihm erotisch ungeheuer angezogen fühlt, spürt er, dass er Konsequenzen ziehen muss. Doch durch seine lange Zeit verdrängte Homosexualität gerät er mit seiner Umwelt in einen schweren Konflikt.

Kategorie: Archiv mit schullebsischen Spielfilmen | Kommentieren »

D

von Andreas Blum

Das Gesetz der Begierde
Melodram (E 1986) von Pedro Almodóvar
Der avantgardistische Filmemacher Pablo aus Madrid liebt den jungen Juan und buhlt um dessen Gunst. Doch Juan empfindet nichts für Pablo. Ganz anders geht es Antonio: Er liebt Pablo, doch er liebt auch Tina, Pablos Schwester, die früher einmal ein Mann war und ein Verhältnis mit ihrem Vater hatte. Als Antonio erkennt, dass Pablo ihm niemals die gleichen Gefühle wie für Juan entgegenbringen kann, beginnt sich das Karussell der gefährlichen Leidenschaften unerbittlich zu drehen.

Das Hochzeitsbankett
Komödie (TW/USA 1992)
Um seine zu einer Heirat drängenden Eltern zufrieden zustellen, geht der schwule Wai-Tung eine Scheinehe ein – und gerät dadurch nur noch tiefer in die Misere: Die Eltern reisen eigens aus Taiwan an, um ein gigantisches Hochzeitsbankett für ihren Sohn zu organisieren. Der Taiwanese Wai-Tung lebt schon seit Jahren in New York. Er hat die amerikanische Staatsbürgerschaft, ein Haus und einen Geliebten. Alles bestens, wären da nicht seine Eltern in der Heimat, die ihn, nicht ahnend, dass er schwul ist, ständig drängen, zu heiraten und Nachkommen zu zeugen. Da kommt Wai-Tungs Lover Simon die rettende Idee: Wai-Tung soll ihre gemeinsame Freundin Wei-Wei heiraten. Die Asiatin hat keine Aufenthaltsgenehmigung. Durch eine Scheinehe könnte sie in New York bleiben und Wei-Tung seine nervenden Eltern zum Schweigen bringen. Doch der Plan geht nicht auf. Wai-Tungs Eltern reisen an und organisieren ein gigantisches Hochzeitsbankett. Simon muss sich als Wai-Tungs Vermieter ausgeben und ist zunehmend genervt von der Komödie. Als Wei-Wei dann in der Hochzeitsnacht auch noch schwanger wird, platzt Simon der Kragen.

Das Kondom des Grauens
Comicverfilmung (D 1996) nach Ralph König
In New York sorgen böswillige Kondome für grenzenloses Grauen: In dem Stundenhotel “Quickie” erklärt ein Collegeprofessor seiner Studentin Phyllis die Bedingungen einer Prüfung – und wird von einem Gummi seiner Männlichkeit beraubt. Auch der homosexuelle Inspektor Mackeroni büßt während eines Schäferstündchens auf diese Weise einen Hoden ein. Weil ihm niemand glaubt, geht er mit seinem Partner Sam auf eigene Faust auf die Jagd nach den gefährlichen Kondomen.

Das Kuckucksei
Drama, (USA 1988)
Arnold, eine schwuler Travestie-Künstler, findet mit Ed die große Liebe seines Lebens. Der Haken: Ed ist bi und entschließt sich nach kurzer Zeit, eine Frau zu heiraten. Doch auf Arnold wartet die nächste Romanze – der hübsche Alan verliebt sich in ihn, und die beiden bauen ein gemeinsames Leben auf. Doch das Glück währt nicht lange, denn Alan wird von einer Straßengang ermordet. Plötzlich taucht Ed wieder auf – er hat sich mittlerweile von seiner Frau getrennt

Das Trio
Tragikomödie (D 1998)
Zobel, Karl und Lizzi hausen gemeinsam in einem Wohnmobil. Auf den ersten Blick führen sie ein harmonisches Familienleben mit gemütlichen Fernsehabenden und Königsberger Klopsen, kleinen Streitereien und Versöhnungen. Sehr normal, bis auf die Tatsache, dass die Eltern ein in die Jahre gekommenes, schwules Gaunerpärchen sind und das vorlaute Früchtchen Lizzi bereits tatkräftig im väterlichen Gewerbe mitmischt. Als eingespieltes Team erleichtern sie ahnungslose Passanten um ihre dicken Brieftaschen.

Das verborgene Herz
Dokumentation “Benjamin Britten und Peter Pears”
Dieser Film erzählt das Leben Benjamin Brittens vor allem als Liebesgeschichte – als die Geschichte einer der schönsten und inspirierendsten Verbindungen zwischen einem Komponisten und einem Interpreten. Als 24-Jähriger hat Britten den Tenor Peter Pears kennen gelernt und bis zu seinem Lebensende sollte dieser außergewöhnliche Sänger sein Partner, seine Muse und seine Stütze sein. Zugleich ist es aber die Geschichte eines Außenseiters – denn obwohl Britten als der führende britische Komponist mit Ehrenbezeugungen seitens des Establishments überschüttet wurde, musste er sich in einer Umgebung einsam fühlen, die Homosexualität als illegal und Pazifismus als unzeitgemäß geißelte. Aufstieg, Triumphe, aber auch Kämpfe, Zweifel und private Erschütterungen werden an Hand dreier Werke, zugleich Meilensteine im Oeuvre Brittens, nachgezeichnet: “Peter Grimes”, “War Requiem” und “Tod in Venedig”. Ausschnitte aus neuen Aufführungen dieser Werke und Archivaufnahmen aus Brittens Zeit, dazu Erinnerungen von Wegbegleitern, Verwandten, Freunden und Musikern ergeben das sehr persönliche und bewegende Porträt eines großen Komponisten.

Dem Himmel so fern
Liebesdrama (USA 2002)
Cathy Whitaker und ihr beruflich erfolgreicher Mann Frank führen in den USA der biederen 50er Jahre eine von der Klatschpresse bejubelte Bilderbuch-Ehe. Doch die propere Vorzeigefamilie bricht jäh auseinander, als Cathy herausfindet, dass ihr Mann homosexuell ist und sich heimlich mit Männern trifft. Trost und Rat findet die geschockte Hausfrau in dieser schwierigen Situation nicht einmal bei ihrer vermeintlich besten Freundin Eleanor. Als Cathy in ihrer Einsamkeit eine schüchterne Beziehung zu ihrem farbigen Gärtner Raymond aufnimmt, wird die einstige Vorzeigegattin rasch das Opfer einer bösartigen Welle von Klatsch und Verleumdung. Todd Haynes’ anrührend inszenierte Liebesgeschichte ist eine visuell eindrucksvolle Hommage an die Hollywood-Melodramen von Douglas Sirk. Mit Julianne Moore, Dennis Quaid und Dennis Haysbert.

Der Abendanzug
Tragikomödie (F 1985) mit Miou-Miou, Gérard Depardieu und Michel Blanc.
Antoine und Monique sind ein notorisch verkrachtes Pärchen, dessen Situation hoffnungslos verfahren zu sein scheint. Während Antoine seine Freundin in stiller Verehrung anbetet, beschimpft sie ihn als Versager. Als der Einbrecher Bob in ihrem Leben auftaucht, ändert sich die Situation schlagartig. Bob unternimmt mit seinen neuen Freunden dreiste Einbrüche in Luxusvillen, wo lebensüberdrüssige Millionäre und frustrierte Ehepaare ein trauriges Dasein inmitten prunkvoller Reichtümer fristen. Monique findet rasch Gefallen an diesem Leben. Antoine jedoch ist beunruhigt, weil Bob sich als bisexuell erweist und ihm unmissverständliche Avancen macht. Irritiert erkennt Antoine seine zärtlichen Gefühle für Bob und nach einigen Wirren werden die beiden ein inniges Liebespaar. Um Monique loszuwerden, verkauft Bob sie heimlich an den Zuhälter Pedro. Doch die Harmonie zwischen Bob und Antoine hält nicht lange an. Nach einem Streit läuft Antoine davon und trifft Monique wieder. Als er sieht, wie sie von Pedro geschlagen wird, ersticht er den Zuhälter. Kurz darauf sind die drei Paradiesvögel wieder vereint. Monique ist schwanger und bringt eine Tochter zur Welt. Daraufhin gehen alle drei auf den Strich, um dem Kind eine ordentliche Schulbildung zu finanzieren.

Der bewegte Mann
Komödie (D 1994)
Doro erwischt ihren Freund Axel mit einer anderen Frau. Nach seinem Auszug sammelt Axel Erfahrungen mit schwulen Mitbewohnern. Als Doro erfährt, dass sie von Axel schwanger ist, sucht sie den werdenden Vater auf – und findet in Axels Kleiderschrank einen nackten Mann. – Die Beziehungskomödie von Sönke Wortmann mit Til Schweiger und Katja Riemann war ein Hit des deutschen Kinojahres 1994. Vorlagen waren die Comics von Ralf König „Der bewegte Mann“ und „Pretty Baby“.

Der Boxer und die Friseuse
Liebeskomödie (D 2004)
Der pfiffige, homosexuelle Heiratsschwindler Fränki Laue verliebt sich im Gefängnis unsterblich in den heterosexuellen Boxer Mirco Christens. Und obwohl Mirco sich während der Haft auch auf ein Liebesverhältnis mit Fränki einlässt, will er nach seiner Entlassung plötzlich nichts mehr davon wissen und behauptet, dass er nur „knastschwul“ sei. Fränki setzt alles daran, seine große Liebe zurückzuerobern.

Der Club der gebrochenen Herzen
Tragikomödie (USA 2000)
Kurz vor seinem 30. Geburtstag stürzt Dennis in eine Sinnkrise: Er stellt alles in Frage, was bisher sein Leben ausmachte. Da ist die Clique von schwulen Freunden, seine “Familie”, mit denen er sich wohl fühlt, die aber auch seine Entwicklung blockieren – in beruflicher wie in privater Hinsicht. Dennis will sich als Fotograf weiter entwickeln, und er will sich endlich auf einen Menschen einlassen können, statt sich im Liebesalltag zu verzetteln ..

Der Club der Teufelinnen
Komödie (USA 1996)
Als eine gemeinsame Schulfreundin stirbt, treffen sich nach Jahren die resolute Brenda, das Filmsternchen Elise und die gutmütige Annie auf der Beerdigung wieder. Beim feucht-fröhlichen Leichenschmaus kommt das ungleiche Trio schließlich dahinter, dass es mit dem gleichen Schicksal gesegnet ist: Alle drei wurden wegen jüngerer Frauen von ihren Ehemännern verlassen. Kurzum gründen die drei den “Club der Teufelinnen”, um sich an ihren Ex-Männern zu rächen.Alle drei sind Weltstars, begnadete Komödiantinnen und dennoch grundverschieden: Goldie Hawn, Bette Midler und Diane Keaton. In “Der Club der Teufelinnen” veranstalten sie unter der Regie von Hugh Wilson einen fulminanten Angriff auf die Lachmuskeln, den man so schnell nicht mehr vergessen wird.

Der codierte Mann
(GB 1997)
Der britische Mathematiker Alan Turning erfand während des 2. Weltkrieges eine Art Computer und entschlüsselte mit dessen Hilfe den Code der deutschen Chiffriermaschine “Enigma”. Sein Ruhm und seine Verdienste um sein Vaterland hinderten jedoch gewisse Kreise nicht daran, ihn wegen seiner Homosexualität anzuprangern und zu diskriminieren.

Der Einstein des Sex
Biografie (D 2000) von Rosa von Praunheim.
Den “Einstein des Sex” nannte eine amerikanische Zeitung den Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, als dieser 1930 seine Forschungsergebnisse auf einer Vortragsreihe in der Neuen Welt präsentierte. Der Anfang des Jahrhunderts weltbekannte Kämpfer für die Entkriminalisierung der Homosexualität etablierte mit seinem “Institut für Sexualwissenschaft” die Sexualforschung und stand damit äußerst hartnäckigen Gegnern gegenüber.

Der Gemeindepräsident
Gesellschaftsdrama (CH 1983) von Bernhard Giger. Mit Mathias Gnädinger, Peter Freiburghaus, Paul B
Hans Sturzenegger (Mathias Gnädinger) ist Gemeindepräsident einer Kleinstadt in der Schweizer Provinz (In Ostermundigen und Bern gedreht). Hier achtet man den bürgerlichen Politiker wegen seiner liberalen Gesinnung und seiner Volksverbundenheit. Sturzenegger lebt allein, seit er vor Jahren seine Frau durch einen Autounfall verloren hat. Sein wichtigster Gesprächspartner ist der homosexuelle Taxifahrer Arthur (Peter Freiburghaus). Eine Hausbesetzung bringt den Gemeindepräsidenten in eine schwierige Lage. Einerseits fühlt er sich zum Handeln gegen die Besetzer aufgefordert, andererseits möchte er vermitteln. Da werden ihm Unterlagen zugespielt, die Beweise für zwar nicht illegale, aber moralisch fragwürdige Spekulationsgeschäfte seines Parteifreundes und Förderers Fröhlich (Paul Born) enthüllen. Sturzenegger zögert und zaudert. Sein politisches Selbstverständnis ist erschüttert. Dann kommt sein Freund, der Taxifahrer, bei einem Streit ums Leben. Sturzenegger spürt eine Welle von Misstrauen – in der eigenen Stadt und in der eigenen Partei. Der Gemeindepräsident steht plötzlich allein da und muss sich bisher verdrängten Fragen nach seiner eigenen Haltung aber auch nach dem politischen System stellen, das er mitträgt und das ihn bisher mitgetragen hat.

Der König tanzt
Historiendrama (B/D/F 2000)
Zum Entsetzen seiner Hofmusiker setzt der junge König Ludwig XIV. den Florentiner Jean-Baptiste Lully als neuen Hofkomponisten ein. Seine neuartigen Ballett-Aufführungen rücken Ludwig als tanzenden “Sonnenkönig” in göttliches Licht. Mit dem Siegeszug des Absolutismus kommt so Lullys neue Barockmusik, die “Tragédie en musique”, in Mode, und bald tanzt ganz Europa “à la française”. Zusammen mit dem Komödiendichter Molière gibt Lully bei Hofe den Ton an, und gemeinsam kämpfen sie gegen Intrigen der Hofschranzen, schockieren durch ihre sexuellen Ausschweifungen aber auch die Moralisten. Als der König unter den Einfluss von Frömmlern gerät und nicht mehr die Hand über den homosexuellen Lully halten will, kann der Komponist den Liebesentzug des Monarchen nicht verwinden. “Der König tanzt” ist ein opulenter Kostüm- und Musikfilm mit stilistisch außergewöhnlichen Bildern von barocker Lebenslust. Mit Benoît Magimel, Colette Emmanuelle, Boris Terral.

Der Kuss der Spinnenfrau
Drama (BR/USA 1985) mit William Hurt, Raul Julia, Sonia Braga.
Der schwule Luis Molina teilt sich eine südamerikanische Gefängniszelle mit dem politischen Aktivisten Valentin Arregui. Valentin ist jähzornig und engagiert und lehnt den sensiblen, unpolitischen Luis ab. Während Luis einen Film über eine Diva nacherzählt und sie nachahmt, identifiziert sich Valentin mit deren Liebhaber. Über diese Fantasie kommen sich die Männer näher … – Regisseur Babenco lässt die anfangs klischeehaft gezeichneten Charaktere im Laufe der Zeit einen Rollenwechsel durchleben und an Tiefe gewinnen. 1986 wurde der Film für vier Oscars nominiert, das Drehbuch basiert auf einer Novelle von Manuel Puig. William Hurt erhielt für seine Rolle als Luis unter anderem die Goldene Palme in Cannes und einen Oscar – den ersten, der für die Darstellung eines homosexuellen Charakters vergeben wurde.

Der Kuss der Spinnenfrau
Gefängnisdrama (USA/BRA 1985) mit William Hurt Raul Julia Sonia Braga
Der homosexuelle Luis Molina teilt sich eine Zelle eines Gefängnisses irgendwo in Südamerika mit dem Journalisten und politischen Aktivisten Valentin Arregui. Um ihrer harten und von Verrat geprägten Realität zu entkommen, flüchten sich die gegensätzlichen Charaktere in eine gemeinsame Welt aus kitschigen Filmträumen und verklärter Erinnerung.

Der Priester
Drama (GB 1994)
Die Geschichte eines jungen Priesters, der immer das Beste will, aber durch seine Homosexualität mit sich selbst und der Gesellschaft in Konflikt gerät. – Einfühlsamer britischer Spielfilm, der mit humorvollen Zwischentönen von Stolz und Vorurteil spricht und zeigt, wie man sie überwindet.

Der Schuh des Manitu – Extra Large
Komödie (D 2001) von und mit Michael Herbig.
Apachenhäuptling Abahachi nimmt beim Stamm der Schoschonen einen Kredit in Form von Goldtalern auf, um vom Ganoven Santa Maria ein Lokal zu kaufen. Als sich bei der Übergabe herausstellt, dass Abahachi von Santa Maria übers Ohr gehauen wurde, kommt es zum Eklat: Dabei erschießt der Bösewicht den Sohn des Schoschonen-Häuptlings. Die Schoschonen schwören Rache, und Abahachi hat nur eine Wahl: Er muss mit Hilfe seines Freundes Ranger einen wertvollen Schatz finden.

Der talentierte Mr. Ripley
Thriller (USA 1999) mit Matt Damon nach dem Roman von Patricia Highsmith
Der mittellose Tom Ripley erhält den Auftrag, nach Italien zu reisen, um seinen Altersgenossen, den jungen amerikanischen Playboy Dickie Greenleaf zu überreden, in die USA zurückzukehren. Dickie aber bleibt hartnäckig und zieht es vor, weiterhin das Dolce Far Niente mit seiner reizenden Verlobten Marge zu genießen. Tom beneidet Dickie um das Leben, das er führt. Eines Tages, während einer gemeinsamen Reise zum Jazzfestival von San Remo, offenbart Dickie seinen Überdruß, und erklärt, dass er Tom loswerden will und Marge zu heiraten gedenkt. In einer Rauferei, die fast aus Versehen beginnt, sich aber zum todernsten Kampf ausweitet, tötet Ripley schließlich den Menschen, den er vielleicht am meisten, sicher aber am verzweifeltsten auf dieser Welt liebt. Mit viel Talent wird Tom Ripley von nun an zu Dickie Greenleaf, schlüpft in dessen Haut, eignet sich seinen Lebensstil an und will alles hinter sich lassen. Tom Ripley blüht auf. Er genießt sein Leben am Abgrund, denn einige Menschen, die Dickie Greenleaf nahe standen, stellen sich natürlich Fragen: Ist es möglich, dass jemand, selbst wenn er so extrem launisch ist wie Dickie es war, einfach verschwindet? Tom Ripleys Spielraum wird zunehmend enger …

Der Versace Mörder
Thriller (USA 1997)
Die auf dem realen Vorfall basierende Geschichte des Serienmörders Andrew Cunanan und des schwulen italienischen Modeschöpfers Gianni Versace: Cunanan, ein attraktiver Schwuler, lebt im Jet-Set und verdient sein Geld als Callboy. Um als Model zu arbeiten, schleicht er sich bei einem Casting bei dem berühmten Modemacher ein. Als er nicht engagiert wird, flippt er aus und tötet seinen Exfreund und dessen Liebhaber. Verfolgt vom FBI, nähert er sich seinem eigentlichen Opfer…

Die Adonis-Falle
Thriller (USA 1995)
John Hawkins braucht Geld. Er will mit seinem schwulen Freund Gene einen Laden eröffnen. Das will er sich als Hochstapler besorgen. Er lässt einen Mann ermorden, der Gene sehr ähnelt und bringt dessen Lebensversicherungssumme an sich.

Die Akte Jane
Militärdrama (USA 1997) mit Demi Moore
Bei einem geprobten Ernstfall gerät Jordans Truppe in Gefangenschaft und wird brutalen Folterungen ausgesetzt – eine Quälerei, die auch der Frau nicht erspart bleibt. Nach einem bravourösen Kampf erwirbt sich Jordan endlich die Anerkennung ihrer Kameraden – eine Ehre, die bald nichts mehr wert sein soll. Ihr wird eine lesbische Beziehung nachgesagt – das Ende für den ersten weiblichen Navy-Seal-Soldaten.

Die fabelhafte Welt der Amélie
Komödie (F 2001)
Amélie, Einzelkind und verträumte Einzelgängerin, serviert im Café Du Moulin am Montmartre. Sie hat den Kopf in den Wolken, die Füsse aber solide auf dem Trottoir. Eines Tages beschliesst das sanfte Mädchen mit den Kulleraugen, sich als gute Fee in das Leben seiner Mitmenschen einzumischen. Und diese lassen sich eine kleine Portion Extra-Lebensglück nur zu gerne gefallen. Wie es dazu kommt und wohin es führt, erzählt Jean-Pierre Jeunet in seinem charmanten Erfolgsfilm “Die fabelhafte Welt der Amélie”.

Die Geschister Pfister „Have a Ball”
„Abschiedsgala der Pfister’s 2003″

Die Geschwister Pfister: Im Weissen Rössl am Wolfgangsee
Aufzeichnung einer Aufführung in der Berliner „Bar jeder Vernunft“ (1994) mit Max Raabe und den Gesc
Im Gasthaus “Zum weißen Rössl” kommt es zum Eklat, als der in die Wirtin verliebte Kellner Leopold das Zimmer eines Stammgasts Dr. Siedler an einen Berliner Industriellen nebst Tochter vergibt. Aus Eifersucht; denn der stammgastliche Rechtsanwalt ist das Objekt der Begierde der Frau Wirtin. Dummerweise inte ressiert er sich aber viel mehr für die Tochter seines “gerichtlichen Gegners”. Jedenfalls gibt es jetzt erst einmal Oberwasser für Leopold. Vorerst. Denn im Eifer des Gefechts wirft ihn die Rösslwirtin dann achtkantig hinaus.Doch unser tapferer Leopold lässt sich davon nicht beeindrucken. Eine fernseh-technisch aufwendig gestaltete Aufzeichnung aus der Berliner Bar jeder Vernunft, die ja für ihre “Kleinkunst”-Highlights weit über die Grenzen der Republik bekannt ist. Mit dem besonderen Charme der Live-Atmosphäre des Spiegelzelts.Die Texte zu den bekannten Melodien sind herrlich erfrischend an die komödiantischen Talente der Akteure adaptiert.

Die Hochzeit meines besten Freundes
Liebeskomödie (USA 1997) mit Julia Roberts und Rupert Everett
Rupert Everett ist schwul… Und er spielt auch einen Schwulen… Den Kollegen und Freund von der Julia Roberts Er gibt quasi den Beichtvater ab, denn die gute Jules hat gar Garstiges vor… Sie möchte nämlich die Hochzeit ihres “besten Freundes” mit einer Traumfrau verhindern. Dabei ist ihr jedes Mittel recht. Sie scheut sogar nicht davor zurück, sich als Verlobte von der Schwulen George auszugeben. Und der nutzt das, nach anfänglichem Schock, als Gelegenheit, sie zu ärgern…

Die Konsequenz
Drama (CH/D 1977) Drehbuch: Alexander Ziegler, Wolfgang Petersen
Darsteller: Jürgen Prochnow Ernst Hannawald Walo Lüönd Edith Volkmann Im Gefängnis lernt der Schauspieler Martin Kurath den Sohn eines Aufsehers kennen. Nach Kuraths Entlassung ziehen beide zusammen. Die Eltern des Jungen, die noch über das Sorgerecht verfügen, erzwingen seine Einweisung in eine Erziehungsanstalt. Kurath muss erleben, wie die Persönlichkeit des Freundes in der Anstalt zunehmend demontiert wird. Nach einem Selbstmordversuch wird er in die psychiatrische Klinik eingeliefert.

Die Liebe kommt als Untermieter
Komödie (D 2003)
In Hamburg konkurrieren zeitgleich der deutsche Katholikentag und das Treffen der schwulen Lederfreunde um die Gunst der Besucher. Um bei dem großen Andrang seine Chancen auf eine Unterkunft zu verdoppeln, schreibt sich der Novize Lorenz auch als Teilnehmer der Gegenveranstaltung ein. Tatsächlich findet er als scheinbar exotischer Lederfreund Aufnahme bei Amelie. Soeben von ihrem Freund wegen ihrer Spießigkeit verlassen, erhofft sie sich von ihrem Gast einen Imagewechsel.

Die Madonna der Mörder
Schwulendrama (F/CO 2000)
Fernando ist Schriftsteller. Er kehrt nach 30 Jahren Abwesenheit in seine Heimat Kolumbien zurück, um hier zu sterben. Der zynische Fünfzigjährige hat die Lust am Leben verloren. In einem Schwulenbordell wird ihm Alexis zugeführt, ein Jugendlicher, der stets eine Pistole bei sich trägt. Die beiden verlieben sich ineinander. Alexis, der in Armut lebt, zieht in Fernandos luxuriöse Wohnung. Schnell muss Fernando erleben, dass Alexis die Pistole nicht nur zur Verteidigung gegen jugendliche Banden bei sich trägt. Er benutzt sie wie ein Spielzeug und erschießt damit Menschen, mit denen sich der schnell gereizte Fernando angelegt hat. Fernando ist entsetzt, dass A lexis sich wie viele der Jugendlichen, die doch regelmäßig zur Heiligen Madonna beten, zum Richter über Leben und Tod aufspielt. Doch dem Gesetz der Straße kann sich auch der feinsinnige Intellektuelle Fernando bald nicht mehr entziehen. Er geht sogar soweit, Alexis Munition zu besorgen. Dann wird Alexis tödlich getroffen, als er sich, um Fernando zu schützen, ins Schussfeuer jugendlicher Killer wirft. In seiner Trauer erkennt Fernando langsam, wofür es sich zu leben lohnt. Er verliebt sich wieder in einen Jungen von der Straße, Wilmar – und findet heraus, dass der es war, der Alexis erschossen hat.

Die Möchte-Gern-Väter
Komödie (F 1989)
Die Homosexuellen Thomas und Stéphane wollen gemeinsam ein Kind großziehen. Ihre Versuche, ein Kind zu adoptieren, scheitern. Sie wenden sich an Carole, der sie einmal aus der Patsche geholfen haben. Sie soll sich nun revanchieren und ein Kind für sie austragen.

Die Putzfraueninsel
Komödie (D 1996)
Irma, die ausgeflippte Teilzeit-Putzfrau, steht der betagten, unmenschlich behandelten Nelly bei. Die turbulenten Konsequenzen lassen nicht auf sich warten. Der Erfolgsroman der Zürcher Autorin Milena Moser hat auch als Film Format. Mit dabei der Schwulenchor “RosaCavaliere”

Die schwulen Träume des James Bidgood
Der Film ist das erste Porträt des Künstlers James Bidgood, dessen Film “Pink Narcissus” lange ignoriert wurde und lediglich in Pornokinos und auf Underground-Festivals zu sehen war. 1999 wurde “Pink Narcissus” vom New Yorker Museum of Modern Art als Meisterwerk des “kitschy glitz” gewürdigt.

Die Tote im Sumpf
Krimidrama (USA 2002)
Provinz-Sheriff Darl (Billy Bob Thornton) staunt nicht schlecht: Was zunächst als ganz normaler Einsatz bei einem Verkehrsunfall beginnt, weitet sich schnell zu einer brisanten Mordermittlung aus. Denn am Rande der Strasse wird die Leiche einer schönen Frau gefunden, die sich wenig später auf dem Obduktionstisch als Transsexueller entpuppt. Die Honoratioren des kleinen Örtchens reagieren nervös – wer will in Wahlkampfzeiten schon mit einem derartigen Fall in Verbindung gebracht werden. Zumal die Tote zur Stripper- und Prostituiertenszene von New Orleans gehörte. Also erhält Darl vom einflussreichen Richter der Gemeinde (William Devane) den gut gemeinten Rat, den Fall möglichst schnell ad acta zu legen. Normalerweise hätte der wenig ehrgeizige Hüter des Gesetzes auch kein Problem damit, doch vor dem Sheriffbüro sitzt die attraktive Witwe (Patricia Arquette) des Mordopfers und dringt auf eine eingehende Untersuchung. Und je mehr Fragen Darl in dieser heiklen Angelegenheit stellt, desto mehr Ungereimtheiten kommen ans Tageslicht. Als der gutmütige Sheriff schliesslich selbst zum Opfer einer Intrige wird, ist für ihn die Zeit der Rücksichtnahme endgültig vorbei. Das kostet ihn seinen Job ? und beinahe auch das Leben.

Donna Leon – Venezianische Sciarade
Kriminalfilm (D 2000) mit Joachim Król.
In der Nähe eines Schlachthofes wird die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Commissario Brunetti erfährt, dass der Tote ein angesehener Bankier war. Seine Verkleidung erweist sich als falsche Fährte, die von seinen Mördern gelegt wurde, damit die Polizei in der Homoszene ermittelt. Die richtige Spur führt zu einem Syndikat, das die Mieter von Sozialwohnungen erpresst.

Drei von ganzem Herzen
Liebeskomödie (USA 1993)
Connie Czapski ist eine resolute Krankenschwester, während ihre Geliebte Ellen an einem College Englisch unterrichtet. Doch gerade als Connie plant, bei der bevorstehenden Hochzeit ihrer Schwester Ellen als ihre feste Freundin mitzubringen und damit zu offenbaren, dass sie lesbisch ist, macht Ellen mit ihr Schluss. Connie ist am Boden zerstört. Kurz darauf lernt sie den Callboy Joe kennen und freundet sich mit ihm an. Als er vor einem Gangster fliehen muss, findet er bei Connie Unterschlupf und gemeinsam tüfteln sie einen Plan aus, wie die unglückliche Connie ihre geliebte Ellen zurückgewinnen kann

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E

von Andreas Blum

Echte Kerle
Komödie (D 1996)
Christoph Schwenk, Hauptkommissar der Frankfurter Kripo, verliert von einem Tag auf den nächsten Freundin, Wohnung, Hab und Gut. Nach einer durchzechten Nacht findet er sich obendrein im Bett eines Mannes wieder. Er kann sich nicht erinnern, was in dieser Nacht passiert ist. Seine Bettbekanntschaft: Edgar Sänger, ein schwuler Automechaniker. Der Wohnungslose zieht zu ihm – obwohl Edgar in Christoph verliebt ist.

Ed Wood
Spielfilm (USA 1994)
“Ed Wood” ist eine hinreißende Hommage an den “schlechtesten Regisseur aller Zeiten”, der gerne Damenwäsche trug. Mit pointiertem Humor und großem Einfühlungsvermögen gibt die schwungvolle Tragikomödie von Tim Burton heitere Einblicke in die schrägen Seiten des Filmgeschäfts, ohne dabei die bizarren Gestalten vor und hinter der Kamera der Lächerlichkeit preiszugeben. Für sein bewegendes Porträt des gebrechlichen Bela Lugosi wurde Martin Landau 1994 als bester Nebendarsteller mit dem Oscar ausgezeichnet. Der Film erhielt außerdem den Oscar für das Beste Make-up.

Edward II
Drama (GB 1991)
England im Jahre 1307. Der frisch zum König gekrönte Schwule Edward II. holt den verbannten Lover Gaveston (der zu allem Überfluss auch noch bürgerlich ist…) zurück in seine Arme. Das provoziert eine Intrige am Hofe und beschwört einen blutigen Bürgerkrieg herauf.
Von dem schwulen Regisseur Derek Jarman, der 1994 an den Folgen von AIDS verstarb.

Ein Apartment zum Verlieben
Komödie (USA 1999)
Der schüchterne Autor Parker braucht dringend eine Wohnung in New York. Die schöne Künstlerin Samantha lässt ihn bei sich einziehen, weil sie denkt, er sei schwul. Also muss Parker den Schwulen mimen, obwohl er sich längst in seine Mitbewohnerin verliebt hat. Nachdem die beiden miteinander im Bett waren, stellt sich für Samantha die gewichtige Frage, ob Parker nun schwul, bi oder plötzlich hetero ist …

Ein Date zu dritt
Liebeskomödie (AUS/USA 1999)
Oscar Novak steht kurz vor dem großen Durchbruch: Gemeinsam mit seinem schwulen Geschäftspartner Peter Steinberg könnte er ein Millionen-Projekt unter Dach und Fach bringen, denn der Chicagoer Großindustrielle Charles Newman will, dass die beiden ihm ihre Entwürfe für ein gigantisches Kulturzentrum liefern. Um die ganze Sache etwas publicityträchtiger zu gestalten, lässt Newman die beiden Architekten in einem Wettbewerb ausgerechnet gegen ihre ehemaligen Kollegen und Erzrivalen Decker und Strauss antreten. Doch für Oscar kommt es noch dicker: Der eifersüchtige Newman beauftragt ihn mit der Überwachung seiner Geliebten Amy, einer jungen Künstlerin, die auf ihrer Selbstständigkeit beharrt und gerade ihre erste Ausstellung eröffnet. Während Newman seinen ehelichen Pflichten nachkommt, besucht Oscar Amys Vernissage und verliebt sich auf der Stelle in die lebensfrohe Schönheit. Schon bald muss er jedoch entsetzt feststellen, warum Newman ihm diesen Spezialauftrag gegeben hat: Er hält ihn für schwul! Und auch Amy sieht ihn bald als eine Art beste Freundin, der man einfach alles anvertrauen kann. Es dauert nicht lange, und der überzeugte Hetero ist der berühmteste Schwule Chicagos. Als er auch noch zum beliebtesten schwulen Geschäftsmann der Stadt gewählt wird und eine Rede halten soll, steht Oscar vor einem Dilemma: Soll er an der Lüge festhalten und in Kauf nehmen, nur ein guter Freund für Amy zu sein, oder soll er trotz der beruflichen Konsequenzen mit der Wahrheit herausrücken?

Ein Engel an meiner Tafel
Künstlerbiografie (NZ 1990)
Die kleine Janet Frame wächst in bedrückenden familiären Verhältnissen auf und gilt in der Schule als Außenseiterin. Schon früh schafft sich das Kind eine Gegenwelt der Poesie und der Märchen – eine Gegenwelt, die ihr auch noch Geborgenheit gibt, als sie nach einem Selbstmordversuch in eine Nervenklinik eingewiesen wird. Acht Jahren später wird sie entlassen und lernt während eines Literaturstipendiums Europa kennen. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt sie nach Neuseeland zurück und wird zur berühmtesten Schriftstellerin ihres Landes.

Ein Freund zum Verlieben
Drama (USA 2000)
Die von der Liebe frustrierte Yoga-Lehrerin Abbie (Madonna) und der homosexuelle Landschaftsdesigner Robert (Rupert Everett) sind beste Freunde – bis sie eines Tages miteinander im Bett landen und Abbie schwanger wird.

Ein ganz normales Leben
Dokumentarfilm (F 2001)
Was ich schon immer über Homosexualität wissen wollte” Filmemacher Serge Moati befragt homosexuelle Frauen und Männer über ihr Verhältnis zu Sexualität und Geschlecht und erhält Antworten ohne Tabus und Klischees. Offen und ohne Tabus spricht der Filmemacher Serge Moati mit seinen Protagonisten Jacques, Max, Samuel, Olivier, Philippe, Marie-France und Hervine über Sexualität und darüber hinaus über Identität und Geschlecht. Seine Frage lautet: “Was ist Männlichkeit und was ist Weiblichkeit?” Der Film ist hauptsächlich im Studio entstanden, wo sich Serge Moati ebenso wie einige seiner Gesprächspartner in Szene setzen. Am Ende gibt es keine Tabus und keine Klischees mehr. Nach diesem Besuch im Land der Gays hat man keine festen Antworten auf das Warum und Wie, aber die Lebenswege, die vor der Kamera ausgebreitet wurden, sind auf jeden Fall eine Bereicherung, manchmal sind sie witzig, manchmal hart, aber immer bewegend. Regisseur Serge Moati sagt zur Entstehung s einer Dokumentation: “Ich kann mich erinnern, als ich knapp zehn Jahre alt war, wollte ich Tänzer werden… Meine Mutter sagte zu mir: ‘Serge, du kommst auf krumme Wege!’ Ich habe Angst gekriegt und den kleinen Tänzer in mir getötet. Warum bin ich nicht auch homosexuell geworden? Was trennt mich von ihnen, von ‘denen da’, die anders sind? Im Film kommen homosexuelle Männer und Frauen zu Wort und versuchen zu begreifen, was in ihrem Kopf vorgegangen ist, was in meinem Kopf vorgeht. Die Fragen, die gestellt werden, sind die von ‘normalen Heterosexuellen’, wie ich einer bin. Warum bist du anders als ich?”

Ein irrer Typ
Actionkomödie (F 1977) mit Jean Paul Belmondo
Der Stuntman Michel Gaucher ist der Schrecken eines jeden Filmteams. Wenn es eine Möglichkeit gibt, einen Auftritt zu verpatzen, findet er sie garantiert. Als Michel auf Grund seiner Unfähigkeit entlassen wird, wendet sich auch seine Verlobte Jane von ihm ab, zumal er noch nicht einmal den Termin ihrer Hochzeit einzuhalten vermochte. Glücklose Zeiten stehen Michel bevor, in denen er in einem Supermarkt als Gorilla verkleidet für Spaghetti werben muß. Doch als der schwule Filmstar Bruno Ferrari nach Frankreich kommt, um einen sensationellen Abenteuerfilm zu drehen, schlägt Michels große Stunde, denn Michel sieht Bruno zum Verwechseln ähnlich… “Ein irrer Typ” ist eine hinreißend alberne Komödie mit Jean-Paul Belmondo in einer bravourösen Doppelrolle.

Ein Käfig voller Narren III – Jetzt wird geheiratet
Komödie (F 1985) mit Michel Serrault Ugo Tognazzi.
Das homosexuelle Pärchen Renato und Albin steht vor einem Problem. Albin winkt eine große Erbschaft, doch wenn er nicht innerhalb der nächsten 18 Monate heiratet und ein Kind zeugt, sieht er keinen Cent des Vermögens… Dritter Teil der Komödienreihe ‘Ein Käfig voller Narren’

Eine aussergewöhnliche Affäre
Melodram (D 2002)
Das Leben meint es gut mit Jochen Wenzel. Der Biologie- und Physiklehrer lebt glücklich mit seiner Frau Ina, Vizedirektorin der Schule, und seinen beiden Kindern in einem schönen Haus in Freising. Sein Job füllt ihn aus, seine Ehe verläuft harmonisch. Eines Tages taucht ein neuer Referendar an der Schule auf: Tom Leuthner ist jung, attraktiv und schwul. Jochen reagiert verwirrt – die Gegenwart des smarten Neuzugangs versetzt ihn in Unruhe. Die weiblichen Kollegen reagieren höchst erfreut – Ina möchte Tom am liebsten mit ihrer Freundin Katja verkuppeln. Sie wissen noch nichts von seiner Homosexualität. Jochen fühlt sich mehr und mehr von Tom angezogen. Auf einer gemeinsamen Klassenfahrt kommt es schließlich zu ersten Intimitäten, die Jochen verständlicherweise in einen großen Gewissenskonflikt stürzen. Er versucht, seine Gefühle zu verleugnen. Ina wird misstrauisch und vermutet eine andere Frau. Tom fordert eine klare Entscheidung von Jochen, der sich in einem emotionalen Chaos befindet. Schließlich kann Jochen den Zustand nicht mehr ertragen und offenbart sich seiner Frau. Die reagiert verstört, zumal ihr Mann bei dieser Gelegenheit gesteht, dass er bereits in seiner Jugend eine Affäre mit einem Mann hatte – mit Inas Tanzlehrer Michael.

Eine Frau für zwei
Gazon maudit Komödie (F 1995)
Loli leidet. Weil ihr Ehemann sie vernachlässigt. Da nimmt sie sich kurzerhand eine Geliebte. Denn die Lesbe Marijo hat in ihr Lust und Leidenschaft geweckt. Das wäre ja noch nicht so schlimm, aber Loli besteht darauf, daß ihre neue Freundin auch ins eheliche Haus einzieht!

Einfache Leute
Drama D 2005
Henrik (Klaus J. Behrendt) ist Bademeister, verheiratet und Vater eines Sohnes. Als eines Tages sein Jugendfreund Lutz auftaucht, gerät sein Kleben ins Wanken, denn Lutz war einst sein Liebhaber. Auf Druck von aussen, verleugnete Hendrik jedoch stets seine Homosexualität. Dann ertappt seine Frau ihm mit einem Lover.

Einsam – Zweisam – Dreisam
Beziehungskomödie (USA 1994)
Stuart teilt sich eine Wohnung mit dem schwulen Austauschstudent Eddy. Die neue WG-Genossin Alex wirbelt dass Leben der beiden durcheinander. Der intellektuelle Austauschstudent Eddie hat seinem Supermacho von Mitbewohner, Stuart, gerade mühsam ein paar Manieren beigebracht, als plötzlich eine neue Herausforderung vor seiner Tür steht. Durch einen Computerfehler wurde Eddie und Stuart nämlich die hübsche Alex als dritter ‘Zimmergenosse’ zugeteilt. Zwei Männer und eine Frau auf engstem Raum zusammen – das riecht förmlich nach Ärger! Tatsächlich stellen sich schon bald erste Probleme ein. Stuart denkt Tag und Nacht nur noch an Alex, aber die fühlt sich zu dem Feingeist Eddie hingezogen. Und Eddie? Der ist sich seiner sexuellen Orientierung noch nicht so ganz sicher, aber eigentlich steht er mehr auf Stuarts Muskeln als auf Alex’ Kurven. Um die gemeinsame Freundschaft nicht zu gefährden, fassen die drei allerdings den Entschluss, ihre Begierden zu unterdrücken. Doch diese Enthaltsamkeit können sie nicht lange aufrecht erhalten, und eines Tages passiert es dann endlich! Von da an leben Stuart, Alex und Eddie ihre sinnliche “ménage à trois” ganz offen aus. Erst als Alex glaubt, sie sei schwanger, kommt es zum großen Knall!

Ellen
“Lesbisch… nein, doch nicht, oder?” Ein unverhofftes Wiedersehen mit ihrem Ex-Freund Dan stößt Ellen hinsichtlich ihrer sexuellen Neigungen in tiefste Verwirrung. Ist sie womöglich doch nicht lesbisch? Ellen, Paige und Spence sind gemeinsam mit Carly zum Abendessen gegangen – nicht ganz ohne Hintergedanken, denn Paige und Spence haben Carly als durchaus geeignete neue Gefährtin für Ellen ausgeguckt- Doch zwischen dem potenziellen Pärchen will es einfach nicht so recht funken. Dafür entdeckt Ellen in dem Restaurant ihren Ex-Freund Dan, über dessen Gegenwart sie hoch erfreut ist. Ihre Freude über das unverhoffte Wiedersehen geht sogar so weit, dass sie mit Dan wenig später heiße Küsse austauscht. Dieser Umstand macht Ellen schwer zu schaffen, denn plötzlich ist sie sich ihrer sexuellen Orientierung doch keineswegs mehr so sicher. Erst ausgiebige Gespräche mit Peter und Dan bringen Ellens Welt wieder ins Lot, denn nach und nach stellt sie fest, dass sie lediglich Freundschaft und Leidenschaft verwechselt hat…

Engel in Amerika 1/6 + 2/6
Folge 1/6, “Schlechte Neuigkeiten”
Amerika, in den 80er Jahren. Der 30-jährige New Yorker Homosexuelle Prior erkrankt an Aids, worauf ihn sein jüdischer Freund Louis verlässt. Louis, von Schuldgefühlen geplagt, fängt eine Affäre mit dem streng gläubigen Mormonen Joe an. Der widerum ist ein Schützling des berühmten, erzkonservativen Anwalts Roy Cohn – auch er ein heimlicher Homosexueller, der sich mit Aids infiziert hat, dies jedoch vor der Öffentlichkeit geheim zu halten versucht. Derweil wird Prior von Visionen eines weiblichen Engels heimgesucht, der ihn als modernen Propheten auserkoren hat. Doch Prior sträubt sich gegen die ihm zugedachte Rolle… Mike Nichols’ Theaterverfilmung “Angels in America” ist ein bewegendes Gesellschaftsdrama mit Meryl Streep und Al Pacino.

Enthüllung einer Ehe
Transsexuellendrama (D 2000)
Familienidylle mit zwei Kindern. Doch Ehemann Roman leidet plötzlich unter Panikattacken und schläft nicht mehr mit seiner Frau Jana. Sie findet heraus, dass er transidentisch ist und seit Jahren ein Doppelleben führt. Jana informiert sich über Transsexualität und hofft, dass Roman nur in einer Identitätskrise steckt. Um die Ehe zu retten, setzt sie auf Erotik, Liebe und Familienidylle. Jana glaubt, gesiegt zu haben. Doch der Selbstbetrug mündet in eine Katastrophe.

Entre nous
Liebesdrama (F 1983)
Im Frankreich der Nachkriegszeit entwickeln zwei Ehefrauen eine von großer Zuneigung geprägte unkonventionelle Freundschaft, die ihnen neues Selbstbewusstsein gibt. – Beeindruckendes Porträt von Diane Kurys, in dem Miou-Miou und Isabelle Huppert in den Hauptrollen durch ihre nuancenreiche Darstellung überzeugen.

Erdbeer und Schokolade
Tragikomödie (KU/MEX/E 1993)
Kuba. In einem Café lernt der Künstler Diego den stramm kommunistischen Studenten David kennen. In seinem exzentrischen Heim voller verbotener Bücher, Ikonen und US-Whiskey versucht Diego den liebeskranken David zu verführen. Ein Mißerfolg. Wütend denunziert David den regimekritischen Homosexuellen bei der Partei. Doch Genosse Miguel schickt David zurück. Er soll Diego bespitzeln. Dabei eröffnen sich dem Studenten ungeahnte Perspektiven. Auch an Diegos extrovertierter Nachbarin Nancy findet er Gefallen. Es scheint sogar, als würd e er lernen, daß es sich ohne Ideologien sehr wohl leben lässt anstatt die Zustände in Kuba zu kritisieren, plädieren die Regisseure Alea und Tabío für die allen Systemen übergeordnete Macht wahrer Freundschaft.

Even Cowgirls get the Blues
Komödie, USA 1993
Mit Uma Thurman, John Hurt, River Phoenix, Keanu Reeves. Regie: Gus Van Sant.
Die Natur hat sie mit zwei riesigen Daumen ausgestattet. Was für andere eine Mißbildung wäre, ist für Sissy Hankshaw eine Herausforderung. Sie wird zur “Hitchhiker Queen”. Die Bewegung kreuz und quer durch die USA ist ihr natürlicher Aggregatzustand. Bis sie auf der “Rubber Rose Ranch”, einer Schönheitsfarm in Oregon, ihr Coming-out unter lesbischen Cow- girls erfährt. Ihre große Liebe wird Bonanza Jellybean, die die Frauen in einen Feldzug gegen die männliche Vorherrschaft führt.

Execution of Justice
Thriller (USA 1999)
Nach langjähriger konservativer Regierungszeit wird der liberale Demokrat George Moscone zum Bürgermeister gewählt. Und Harvey Milk wird in der Geschichte der USA zum ersten bekennenden Homosexuellen in einem öffentlichen Amt. Völlig entsetzt von diesen Vorfällen macht es sich der verbissene Konservative Dan White zum Ziel, dagegen vorzugehen.

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F

von Andreas Blum

Familienfest und andere Schwierigkeiten
Tragikomödie (USA 1995) Mit Holly Hunter, Robert Downey jr., Anne Bancroft, Dylan McDermott. Regie:
Claudia möchte sich mit ihrem Schnupfen am liebsten für immer unter der Bettdecke verkriechen: Die alleinerziehende Mutter hat ihren Job verloren, Teenie-Tochter Kit will sich unbedingt von ihrer Jungfräulichkeit verabschieden, und ihre exzentrische Familie erwartet sie zum Thanksgiving-Fest. Verzweifelt hofft Claudia, dass ihr schwuler, übergeschnappter Bruder Tommy sie nicht mit ihren Eltern allein lässt, die sie immer noch wie ein kleines Mädchen behandeln. Als Tommy tatsächlich auftaucht, bringt er eine Überraschung mit: seinen neuen Liebhaber Leo. Tommys Einsatz ist es auch zu verdanken, dass das penibel mit Videokamera dokumentierte Truthahn-Essen in einem grandiosen Debakel endet.

Faustrecht der Freiheit
(Drama D 1975) von und mit Rainer Werner Fassbinder
Franz Biberkopf, als “Fox, der tönende Kopf” eine Schaubudenattraktion, aber jetzt arbeitslos, glaubt fest an seinen Lottogewinn. Um den Einsatz zu finanzieren, tut er alles. Tatsächlich gewinnt Franz eine halbe Million. Jetzt will er Unternehmer werden. In den feinen homosexuellen Kreisen, in die er durch Vermittlung des Kunst- und Antiquitätenhändlers Max geraten ist, lernt er Eugen kennen, den hochnäsigen Sohn einer bankrotten Unternehmerfamilie. Die beiden verlieben sich und nehmen zusammen eine Wohnung, die Eugen einrichtet und Franz bezahlt. Eugen übernimmt die “Erziehung” von Franz in Sachen Mode, Sprache und Kultur. Aber die Klassenunterschiede zwischen den beiden hebt das nicht auf. Franz ordnet sich unter. Er saniert die Firma von Eugens Eltern, wird aber von dem Geliebten ausgenommen. Als sie sich trennen, nimmt Franz sich das Leben.

Felix
“Drôle de Félix” Roadmovie (F 1999)
Felix, Mitte 20 und schwul, lebt mit seinem Freund Daniel in Dieppe in der Normandie. Der Tod der Mutter, der Fall in die Arbeitslosigkeit und die Tatsache, dass er HIV-infiziert ist, drängen ihn, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Felix fährt nach Marseille, um dort seinen Vater aufzuspüren, den er nie kennen gelernt hat. Felix nimmt nicht die direkte Verbindung mit dem Zug, sondern fährt einfach drauflos. Dazu “leiht” er sich hier und da ein Auto oder reist per Anhalter. Der Zauber des Frühlings, der Reiz unbekannter Landschaften und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen veranlassen ihn immer wieder, die Reise zu unterbrechen. Aufgebrochen, seinen wirklichen Vater kennen zu lernen, puzzelt er sich auf seiner Reise eine Art Ersatzfamilie zusammen, einen kleinen Bruder, eine Großmutter, einen Cousin und eine Schwester. Gestärkt durch diese “Wahlverwandtschaften” weiß er am Ende nicht mehr, ob die Suche nach dem fremden Vater noch wichtig ist.

Fire
Drama (CDN 1996)
Eine lesbische Liebe in Indien Zwei gedemütigte indische Frauen kommen sich näher: Die selbstbewusste Sita, die sich mit der traditionellen Frauenrolle nicht abfinden will, bringt auch ihre stille Schwägerin zum Nachdenken. Radha erwacht aus ihrer Lethargie und Resignation. Aus einer tiefen Zuneigung und Freundschaft wird Liebe, aus der Liebe Leidenschaft, die der Familie nicht verborgen bleibt. Mundu verrät ihr Geheimnis Ashok, der mit fassungsloser Wut reagiert. Die Frauen wagen einen radikalen Neuanfang, der sie in eine ungewisse Zukunft führt.

Flawless
Drama (USA 1999) von Joel Schumacher (F/E)
Die Geschichte eines Ex-Polizisten mit einer starken Homophobie. Ausgerechnet seine Nachbarn sind ein Transsexueller und eine Drag-QueenAuf sie hat er einen starken Hass.Doch nachdem er einen Schlaganfall erlitten hat, wendet er sich an die Drag-Queen und er merkt, dass Schwule nicht so schlecht sind , wie er immer dachte.

Floating
Drama (USA 1998)
Der junge Van sorgt für seinen Vater, einen Alkoholiker. Seine Freunde vertreiben sich die Zeit mit Dealen, seine Freundin zieht sich zurück. Mit Doug, der neu zugezogen ist, teilt Van die Leidenschaft fürs Schwimmen. Die Freundschaft gerät in eine Krise, als Van erkennt, dass Doug schwul ist. Dougs Vater versucht seinen Sohn mit hartem Sporttraining zu kurieren, und Doug droht an dem rigiden Männlichkeitswahn zu zerbrechen. Er überredet Van, mit ihm abzuhauen … – In seinem einfühlsamen Debütfilm erzählt William Roth von einer Freundschaft, die im Prozess des Erwachsenwerdens zu zerbrechen droht, und von Vater-Sohn-Konflikten. Er verzichtet dabei auf Sentimentalität und Pathos.

Fucking Åmål – Raus aus Åmål
Jugendfilm (S/DK 1998)
Agnes, sechzehn Jahre alt, wohnt schon seit zwei Jahren mit ihren Eltern in der kleinen Stadt Amal und hat immer noch keine Freunde gefunden. In der Schule ist sie manchmal mit einem Mädchen zusammen, das im Rollstuhl sitzt und ebenfalls eine Außenseiterin ist, aber bei dieser Beziehung handelt es sich eher um eine Zweckgemeinschaft. Agnes fühlt sich magisch von Elin angezogen, die zwei Jahre jünger ist und schon mit vielen Jungens ein Techtelmechtel hatte. Auf Agnes’ Geburtstagsfeier kommen sich die beiden Mädchen näher und küssen sich sogar. Elin ist sehr verwirrt. Sie will sich die Gefühle, die sie einer jungen Frau gegenüber hegt, nicht zu gestehen und stürzt sich Hals über Kopf in eine Affäre mit einem 17jährigen Jungen. Doch ihre Bedürfnisse werden hier nicht befriedigt. Als sie sich darüber klar wird, bekennt sie sich zu ihrer Liebe zu Agnes.

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