Tv-Tipp’s vom 01 – 07. Februar 2010
31. Januar 2010 von Andreas BlumMontag, 01. Februar
MDR, 12:30
Nichts als Ärger mit den Männern
(TV-Romanze D 2009)
Das Leben der quirligen Münchner Musikerin Katharina Schneider (Jule Ronstedt) läuft nicht gerade rund: Nach dem Abbruch ihres Musikstudiums hält sie sich als Chorleiterin in einem Seniorenstift und als Pianistin einer Band mehr schlecht als recht über Wasser. Ihr strenger Vater Hubert (Rüdiger Vogler) ist mit der unsteten Lebensführung seiner Tochter alles andere als glücklich – was er Katharina bei jeder Gelegenheit spüren lässt. Nachdem dieser einen Herzanfall erleidet, muss Katharina die Leitung des väterlichen Catering-Unternehmens übernehmen. Die Gläubiger-Bank des maroden Unternehmens stellt ihr den korrekten Juristen Ben Hallbauer (Stephan Luca) als Berater zur Seite. Er soll ihr helfen, die Firma zu retten – oder aber im Fall des Falles die Notbremse ziehen und den Traditionsbetrieb dichtmachen. Damit ist Katharinas Ehrgeiz geweckt. Mit Improvisationstalent, viel Charme und der tatkräftigen Unterstützung ihres schwulen Mitbewohners Jochen (Anian Zollner), dessen Freundes Bruno (Götz Otto) sowie der pfiffigen Sekretärin Christa (Billie Zöckler) und der charmanten Frau Wegener (Heidelinde Weis) aus dem Seniorenstift gelingt es Katharina, die ersten kleinen Aufträge an Land zu ziehen. Sogar der kühl kalkulierende Ben zeigt sich von ihrer Tatkraft beeindruckt – und ganz allmählich entwickelt sich zwischen der gewitzten Jungunternehmerin und dem zurückhaltenden Juristen eine zarte Liebe. Allerdings hat Ben ein Geheimnis…
ZDF, 20:15
Hinter blinden Fenstern
(Kriminalfilm, BRD 2009)
Als Dinah, eine junge Frau, ermordet und ein unbekannter Stadtstreicher tot im Müllhaus gefunden wird, verdächtigt Kommissar Fischer deren Lebensgefährtin Clarissa. Doch die Frau hat ein Alibi.
SF 1, 22:50
DOK
Babys made in India – Das Geschäft mit der Leihmutterschaft
(Babies made in India)
Der Film «Babys made in India» begleitet zwei Paare nach Indien: Jenny und Ryan sind zum zweiten Mal in Anand, nach neun Monaten dürfen sie nun endlich ihren Sohn in die Arme schliessen. Darin und Jeffrey möchten als homosexuelles Paar gerne zwei Kinder von zwei verschiedenen Leihmüttern bestellen. Stephanie Lebrun und Philippe Levasseur schildern deren Erlebnisse.
ZDFtheater, 22:55
The Universe of Keith Haring
(Doku I/F 2007)
Leben und Sterben des schwulen Künstlers
Keith Harings Erbe umgibt uns alle. Seine Gebilde finden sich überall, auf Wänden, Postern, T-Shirts, Uhren, in unserer Erinnerung und unserer Phantasie – sie sind moderne Ikonen. “Kunst ist für jeden!” lautete Keith Harings Credo, als er die Bedeutung seiner stilisierten Umrisse, mit denen er weltweit Straßen schmückte, konkretisierte. Ein tatsächliches soziales Phänomen, das die zeitgenössische Kunst über den Zeitraum eines Jahrzehnts (1980 – 1990) revolutionierte. Als eine der wahrscheinlich berühmtesten Persönlichkeiten im Jahrzehnt der Persönlichkeiten schlechthin – der 80er Jahre – schuf er sich sein Ansehen als Maler, Grafittikünstler und Designer außerhalb der geschlossenen Sphäre des Kunst-Establishments, mitten innerhalb der Lebendigkeit der Straßenkultur. Haring, der mit nur 31 Jahren an der Immunschwäche AIDS starb, hatte bereits einen Weg geebnet, der weit über seinen amerikanischen Geburtsort hinauswies, von Amsterdam nach Australien, von Rio de Janeiro nach Tokio. Ein Jahr vor seinem Tod bat Keith Haring den renommierten Kulturjournalisten und Biographen John Gruen, seine Lebensgeschichte zu verfassen. Der Film enthält Originalausschnitte von diesen Interviews, darunter Keiths lebhafte Erinnerung an seinen Beitrag zu New Yorks Untergrund-Kunstszene und zur Schwulenszene. Die Dokumentation erweckt Haring in ihrer vielseitigen Rekonstruktion seines Aufstiegs zum Leben – und nimmt gleich seine Kindheit als Startpunkt. Eine sorgfältige Erforschung des Hintergrunds und der Karriere einer der populärsten und bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
Dienstag, 02. Februar
Tele 5, 06:00
Noch ein Käfig voller Narren
(Komödie F/I 1980)
um ein Schwulenpaar, das ins Agentenmilieu gerät.
Jeden Abend steht Albin (Michel Serrault) als Revuestar Zaza auf der Bühne. “Du bist zu fett”, urteilt sein Lover Renato (Ugo Tognazzi) gnadenlos. Eine lieblose Bemerkung, die viel Unheil nach sich zieht. Gekränkt flirtet Albin mit einem smarten jungen Mann – der sich pikanterweise als Agent entpuppt und tags darauf tot aufgefunden wird. Und der Hauptverdächtige ist natürlich … Na? – Fazit: Schlappe Fortsetzung des Erfolgs “Ein Käfig voller Narren” von 1978 mit denselben Darstellern. Vor Klischees nur so strotzend.
3sat 15:30 – 18:30
Bulthaupt in …
Diverse Reisereportagen
3sat, 20:15
Reine Geschmacksache
(Komödie D 2007)
Wolfi Zenker (Edgar Selge), Handelsvertreter für Damenoberbekleidung, hat einen funkelnagelneuen Wagen, aber ein Problem: Er hat keinen Führerschein mehr. Sein Sohn Karsten (Florian Bartholomäi), gerade das Abitur hinter sich, hat eine Sprachreise nach Spanien gebucht, aber plötzlich ein Problem: Karsten wird zwangsverpflichtet, Wolfi samt Frühjahrskollektion durch die deutsche Provinz zu chauffieren. Gemeinsam auf Tour wird es für die beiden ziemlich anstrengend. In der neuen Situation ist es viel schwieriger, seine Geheimnisse für sich zu behalten. Und die gibt es reichlich. Wolfi ist so gut wie pleite und hat von seiner prekären Lage niemandem erzählt, schon gar nicht seiner Frau Erika (Franziska Walser), die doch so sehnsüchtig auf eine Renovierung des Hauses wartet. Außerdem hat er neuerdings einen innerbetrieblichen Konkurrenten, der sich betont trendy gibt und mit dem Billigsegment in Wolfis Terrain groß abräumt. Karsten wiederum ist schwul und traut sich nicht so recht, seinen Eltern davon zu erzählen. Und nun verliebt er sich ausgerechnet in Steven (Roman Knizka), den neuen Widersacher seines Vaters. Wolfi und Karsten ginge es wesentlich besser, wenn die Wahrheiten endlich ausgesprochen würden. Stattdessen versuchen beide angestrengt, einfach so weiterzumachen wie bisher… Ingo Raspers Film bringt das komische Potential in Provinz und Bekleidungsbranche auf leichte und humorvolle Weise zum Vorschein.
RTL Crime, 22:40
Die Sitte
“”Verbotene Lust”.
In der Nähe einer Reihenhaussiedlung wird eine Prostituierte ermordet aufgefunden. Für die Kleinbürger kommt nur der Künstler Florian Dachs (Roland Koch), der wegen seiner Homosexualität geächtet wird, als Täter in Frage. Doch die Sitte-Ermittler finden schon bald heraus, dass in der Siedlung jemand um jeden Preis die bürgerliche Idylle aufrecht erhalten will. Die Untersuchung aller Vans in der Umgebung lenkt den Verdacht auf den Familienvater Klaus Lind. Dessen Frau Doris Lind deckt ihren Gatten jedoch und belastet wiederum den homosexuellen Dachs, dem sie ihr Auto ausgeliehen haben will. Doch Florian Dachs eröffnet den Ermittlern, Klaus Lind habe heimlich ein homosexuelles Verhältnis zu ihm. Er behauptet, Linds eifersüchtige Ehefrau Doris wolle ihn mit der falschen Anklage nur loswerden. Die Beweislage gegen Klaus Lind spitzt sich zu, als Kommissar Winkler herausbekommt, dass Lind seit Jahren unter Impotenz gelitten hat und eindeutig sexuellen Kontakt mit der Toten hatte. Sein Tatmotiv scheint klar: Nach seinem Coming Out setzte seine Frau ihn unter Druck, und er versuchte panisch, seine Heterosexualität bei einer Prostituierten noch einmal zu beweisen. Als er versagte, tötete er sie im Affekt. Doch im Kreuzverhör wird klar, dass Lind unschuldig sein muss: Als er Tanja am Tatort zurückließ, war sie nur ohnmächtig. Eine zweite Person muss danach am Tatort gewesen sein und die Frau erstickt haben…
ZDF, 01:30
Tödliches Gelübde
(Thriller CA 2004)
Priester Daniel Clemens (Christian Slater) soll den Mord an einem Stricher aufklären. Einer der Hauptverdächtigen ist Vater Andrews (Von Flores). Der kann sich aber wegen des Beichtgeheimnisses nicht zu dem Fall äußern. Kurz darauf ist er ebenfalls tot. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt Clemens weiter. Die Einzige, die ihm zur Seite steht, ist seine Ex-Freundin, die Journalistin Madeline (Molly Parker). Bald stoßen sie auf eine heiße Spur. – Dramatischer Thriller, angesiedelt im Kirchen-Milieu.
Mittwoch, 03. Februar
HR, 12:45
In aller Freundschaft: Starke Söhne
(Fernsehserie D)
Der schwule Carsten muss seiner Mutti beichten, dass er HIV-positiv ist
Dr. Globisch diagnostiziert bei Carsten Michaelis eine Lungenentzündung. Carsten ist HIV-positiv. Weitere Untersuchungen ergeben, dass bei ihm mittlerweile Aids ausgebrochen ist…
TNT-Film, 22:10
Ernst sein ist alles
(Liebeskomödie GB/USA 2002) von Oscar Wilde mit Rupert Everett.
London, 19. Jahrhundert: Jack Worthing (Colin Firth) lebt auf einem hochherrschaftlichen Landsitz. Ab und zu kehrt er der beschaulichen Idylle den Rücken, um in London der schönen Gwendolen (Frances O’Connor) unter falscher Identität den Hof zu machen. Auch Jacks Freund Algy (Rupert Everett) nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. – Amüsanter Liebesreigen nach einem Theaterstück von Oscar Wilde. Über Rupert Everett: “Der Regisseur hat Recht: Niemand passt so wunderbar in die Welt von Oscar Wilde wie Rupert Everett. Das Hobby-Model serviert die bissig-spritzigen Wortperlen mit Eleganz und Schalk, dass es eine Wonne ist. Die Kollegen machen’s ihm gekonnt nach. Ein feinsinniges Vergnügen in schönen Bildern.” (TV-Movie). Seinen größten Erfolg feierte er jedoch als schwuler Freund von Julia Roberts in der US-Komödie “Die Hochzeit meines besten Freundes” (1997). Dass er seine homosexuelle Neigung auch privat öffentlich machte, tat seiner Karriere keinen Abbruch. Zurzeit steht der 47-Jährige für die Komödie “St. Trinian’s” vor der Kamera – wieder unter der Regie von Oliver Parker.
Arte, 01:25
Mika in Concert 2009
(Musik)
Nat Geo Wild , 04:05
Wilder Sex
Artfremdes Verhalten
Diesmal zeigt NATIONAL GEOGRAPHIC eine Welt voller sexueller Freiheiten. Eine Welt mit hemmungslosem Sex und artfremdem Verhalten. Die Zuschauer erleben, dass Sex auch im Tierreich nicht immer das Ziel der Reproduktion verfolgt, dass Transsexualität und Homosexualität auch unter Tieren anzutreffen sind – und, dass selbst Masturbation vielen Arten nicht fremd ist.
Donnerstag, 04. Februar
VOX, 14:05
The Guardian – Retter mit Herz
Eine peinliche Geschichte
Lucas Farr, ein junger Homosexueller, kümmert sich um seine jüngeren Brüder so gut er kann. Nachdem er sie während der Arbeit aber in der Wohnung eingesperrt hat, sind sie ihm vom Jugendamt weggenommen worden. Nun wendet er sich an die Rechtshilfe, doch Nick kann ihm nicht helfen. Verärgert teilt er Nick daraufhin mit, dass er sich an seinen Freund wenden will, der ein erfolgreicher Anwalt sei. Wenig später trifft Nick in der Kanzlei Fallin & Fallin erneut auf Lucas – im Büro von Jake. Als Lucas daraufhin plötzlich Geld für einen Babysitter hat, verdächtigt Nick seinen Kollegen, dem Jungen etwas zugesteckt zu haben. Darauf angesprochen gibt Jake unumwunden zu, Lucas das Geld gegeben zu haben, bestreitet aber entschieden, schwul zu sein. Während Lulu alles versucht, um ihrem Vater Gus aus dem Weg zu gehen, wird die Kanzlei von der Bank ermahnt, einen fälligen Millionen-Kredit zurückzuzahlen. Nick fällt nun die unangenehme Aufgabe zu, säumige Mandanten dazu aufzufordern, ihre offenen Rechnungen zu begleichen.
SAT 1, 15:00
Richterin Barbara Salesch
Gerichtsshow
Als die hochschwangere Verena ihren Mann Bastian beim Sex mit einem anderen Mann beobachtet, muss sie schockiert feststellen, dass er schwul ist.\nAls die hochschwangere Verena ihren Mann Bastian beim Sex mit einem anderen Mann beobachtet, muss sie schockiert feststellen, dass er schwul ist. Ist das der Grund, dass sie den jugendlichen Liebhaber ihres Mannes brutal mit mehreren Messerstichen in dessen Appartement niedergemetzelt hat? Oder stammt der wahre Täter aus der Schwulenszene? Nicht nur die Mutter des Opfers weiß, dass Mike etliche Liebhaber gleichzeitig hatte …
PRO7, 18:40
Die Simpsons
Homer und gewisse Ängste
Homer lernt den jungen und sympathischen John kennen. Als Marge ihren Mann über Johns Homosexualität aufklärt, wendet sich Homer von seinem neuen Freund ab. Ist auch Bart homosexuell?
ZDF, 18:00
SOKO Stuttgart – Entmündigt
(Krimi D)
Ein Toter im schwulen Cruisingpark
Andreas Pfleiderer wird tot im Park aufgefunden. Erst sieht es nach einem Raubüberfall aus. Doch dann findet die SOKO heraus, dass der Park ein Homosexuellen-Treffpunkt ist. Könnte hier ein Motiv zu finden sein? Wie sich heraus-stellt, war Andreas Pfleiderer schwul. So gerät sein Freund Jason unter Verdacht, ihn aus Eifersucht getötet zu haben. Die SOKO-Ermittler finden heraus, dass Pfleiderer gerade erst aus Mallorca wieder nach Deutschland zurückgekommen war. Und er hat Kontakt zu seiner Mutter gesucht, vermutlich, um Geld von ihr zu bekommen, weil er pleite war. Herta Pfleiderer, die Mutter des Opfers, ist in einer Pflegschaft und wird von Susanne Koch betreut. Die Betreuerin berichtet, dass Pfleiderer unbedingt die Pflegschaft für Herta übernehmen wollte. Doch das Vermögen der alten Frau wurde fast aufgebraucht, um ihre Schulden zu bezahlen. René Gillwald gerät ins Visier der Ermittler: Der junge Mann ist vorbestraft und leistet bei Herta als Haushaltshilfe Sozialstunden ab. Er hasste Pfleiderer – angeblich, weil dieser seine Mutter nicht gut behandelte. Ging es René wirklich um das Wohl der alten Frau, oder wollte er seine eigenen Interessen schützen? Herta steckte ihm regelmäßig Geld zu. René belastet Susanne Koch stark. Angeblich sei sie es, die sich an Hertas Geld bereichert. Doch Susannes Leumund ist einwandfrei. Aber dann tauchen doch Beweise auf, dass Susanne schon seit langer Zeit ihre Schützlinge bei Immobilienverkäufen betrügt.
Freitag, 05. Februar
Nat Geographic Channel, 16:15
Die Geheimnisse der Geschichte
J. Edgar Hoover und die Mafia
In einer weiteren Folge erhellt die Serie ein dunkles Kapitel der amerikanischen Kriminalgeschichte: Was veranlasste den FBI-Gründer J. Edgar Hoover, zwanzig Jahre lang die Existenz der Mafia auf amerikanischem Boden rundweg zu leugnen? Hatte er sich durch Spielschulden kompromittiert, oder durch seine ihm immer wieder unterstellte Homosexualität erpressbar gemacht? Und welche anderen Geheimnisse verbarg dieser Mann, der die von ihm ins Leben gerufene Bundespolizei 48 Jahre lang mit eiserner Hand regierte?
Samstag, 06. Februar
SFzwei, 13:20
DOK
Puff mit Sex und Liebe – Jugendliche über ihre Erfahrungen.
(DOK – 2009)
Das Bild der sexuell enthemmten Jugend entlarven Experten als pure Projektion der Erwachsenenwelt. Es ist ein Konstrukt aus Pornovorlagen und daraus abgeleiteten Phantasien. Auch wenn Medienschlagzeilen das Gegenteil suggerieren, bleibt der Gruppensex auf dem Pausenhof die Ausnahme. Jugendliche sind allerdings nicht gefeit gegen die sexuelle Dauerberieselung. Sie orientieren sich an den Angeboten und Vorbildern aus der Welt der Werbung, der Mode, der Musik. Ihre Sprache, ihre Kleidung und ihr Lebensstil zeugen davon. Sie geraten dabei leicht in Konflikt mit ihrer keimenden persönlichen Sexualität. Nicht alle sind schon mit 13 reif für das erste Mal, nicht alle suchen schon mit 14 Sex wie im Porno, und die meisten haben auch noch mit 15 erst eine vage Vorstellung von ihren Wünschen. In DOK erzählen Jugendliche von der schwierigen Suche nach der eigenen Sexualität. Das ist weder einfach noch selbstverständlich. Die Sexualisierung der Gesellschaft hat nicht dazu geführt, dass Jugendliche offener über ihre Probleme reden!, sagt Eveline von Arx, Aufklärerin der Nation und Herzschmerz-Beraterin beim Blick. Warum das so ist und was sie sonst noch weiss über die sexuelle Befindlichkeit der Schweizer Jugend, erklärt sie in diesem DOK. Ihre Analysen ergänzen die Porträts der Jugendlichen. Elf Jugendliche erzählen vor der Kamera über ihr Puff mit Sex und Liebe. Sie tun das mit beeindruckender Offenheit. So reden sie über das erste Mal, über Sex ohne Bindung, über Aufreissen und Abschleppen, über Ängste und Sehnsüchte. Die Jüngste von ihnen ist 13, der Älteste 18. Die meisten sind heterosexuell, einer ist homosexuell. Einige sind noch unberührt, andere schon abgebrüht. Es gibt unter ihnen Singles und eine Mutter, frisch Verliebte und unglücklich Suchende. Die Jugendlichen lassen sich mit der Kamera an die Schauplätze begleiten, wo sie sich vergnügen, Sex und Liebe suchen – und manchmal auch finden.
Sonntag, 07. Februar
SF 1, 11:00
DOK
Babys made in India – Das Geschäft mit der Leihmutterschaft
(Babies made in India)
Der Film «Babys made in India» begleitet zwei Paare nach Indien: Jenny und Ryan sind zum zweiten Mal in Anand, nach neun Monaten dürfen sie nun endlich ihren Sohn in die Arme schliessen. Darin und Jeffrey möchten als homosexuelles Paar gerne zwei Kinder von zwei verschiedenen Leihmüttern bestellen. Stephanie Lebrun und Philippe Levasseur schildern deren Erlebnisse.
Kinowelt, 14:20
Coming Out
(Beziehungsdrama, DDR 1989)
1 Silberner Bär Nominiert für den Goldenen Bären Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, worauf er ein Leben lang gewartet hat. Aber da ist Tanja, die Philipp liebt und ein Kind von ihm erwartet, da sind die Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber homosexueller Partnerschaft. Philipp gerät in eine tiefe Krise. Aber mit der Einsamkeit und Verzweiflung wächst auch eine neue Klarheit und Philipp begreift, dass es für ihn keine andere Möglichkeit gibt, als sich selbst und sein leidenschaftliches Empfinden anzunehmen. Heiner Carow gestaltet seine sensible Liebesgeschichte als Plädoyer für die Toleranz, preisgekrönt mit dem “Silbernen Bären” auf der Berlinale 1990.
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